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UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee
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Swetlana Erfurt

Die ungarische Wirtschaft auf dem Weg zur EU-Integration
Internationale Investitionen in Ungarn

Das Land Ungarn

Ungarn ist die Republik im Südosten von Mitteleuropa. Ungarn grenzt im Norden an die Slowakei, im Nordosten an die Ukraine, im Osten an Rumänien, im Süden an Jugoslawien (Serbien und Montenegro), an Kroatien sowie Slowenien und im Westen an Österreich. Es ist überwiegend Tiefland, die Donau bildet die Grenze zwischen Slowakei und Ungarn, außerdem teilt der Fluss das Land in zwei Großräume. Das Alföld, es erstreckt sich östlich der Donau und reicht im Osten bis nach Rumänien und im Süden bis nach Serbien. Hochländer erstrecken sich von der Donauschlucht bei Esztergom Richtung Osten und umfassen das Bükk-und das Mátra-Gebirge. In der westlich der Donau gelegenen Region Transdanubien gibt es sehr vielfältige Landschaften. Eine davon ist der Plattensee (Balaton), der größte See in Mitteleuropa.

Zur Wirtschaft Ungarns allgemein

Vor dem 2. Weltkrieg war Landwirtschaft die Grundlage der ungarischen Wirtschaft. Die wenigen Industriebetriebe wurden während des Krieges zerstört. Nachdem die Kommunistische Partei 1948 an die Macht gekommen war, verkündete die ungarische Regierung eine Reihe von Plänen zur Wirtschaftsentwicklung. Die Industrialisierung war der wichtigste Aspekt dieser Entwicklung. Das ganze Geld wurde zum Aufbau der Schwerindustrie eingesetzt, dabei wurden die Konsumgüterindustrie und Dienstleistungssektor vernachlässigt. 1990 erfolgte die Umstellung von der Planwirtschaft zu der freien Marktwirtschaft. Dadurch stieg die Anzahl der Touristen, die heute eine wichtige Rolle in der ungarischen Wirtschaft spielen. In Ungarn gibt es rund 4,7 Millionen Erwerbstätige. Davon sind ca. 1,3 Millionen im Bergbau und in der Industrie und ca. 600 000 in der Landwirtschaft. Die Arbeiter sind in Gewerkschaften organisiert, die sich zum Zentralrat der ungarischen Gewerkschaften zusammenschlossen.

Fakten sprechen für Ungarn

In der Region der Reformländer weist Ungarn das höchste Wirtschaftswachstum auf. Im ersten Halbjahr von 2000 wuchs das Bruttoinlandprodukt um 6,2 %. Dabei spielten die außenwirtschaftlichen Verflechtungen eine wichtige Rolle. Obwohl Ungarn als „exportabhängig“ gilt, ist das Land aber auch auf Import (Energie und Rohstoffe) angewiesen. In den ersten neun Monaten im Jahr 2000 wuchsen die Exporte um 30% und die Importe um 31%. Die Einfuhren lagen bei 24,33 Milliarden Euro.

Die Länder der Europäischen Union sind mit 76% Warenausfuhren und 65,4% Wareneinfuhren – Stand 1999 – die wichtigsten Handelspartner Ungarns. So könnte man fast behaupten, dass Ungarn aus wirtschaftlicher Sicht der Europäischen Union bereits beigetreten ist, denn mit 1,461 Milliarden Dollar wurde mit den EU-Ländern der höchste Handelsüberschuss erreicht.

Der Handel mit der Bundesrepublik erwies sich als besonders bedeutend, denn 38,3% der ungarischen Exporte gingen nach Deutschland und 26,3% der Importe stammen aus der Republik. Im Warenverkehr mit Deutschland erzielte Ungarn einen Überschuss von 1,428 Milliarden Euro.

Im Handel mit den GUS-Staaten wuchsen die Einfuhren in den ersten acht Monaten des Jahres 2000 um 65%, die Ausfuhren um 16,9%. Der wichtigste GUS-Partner ist Russland mit der größten Energieversorgung Ungarns.

Die neueste Meldung zum Thema „Wirtschaft in Ungarn“

Auch 2001 soll die Wirtschaft in Ungarn dynamisch wachsen. Die Experten prognostizieren eine BlP-Zunahme von 5,5%. Der zunehmende Inlandsverkauf gleicht die negativen Exporte aus, die wegen ungünstigen außenwirtschaftlichen Bedingungen zurückgehen werden. Einen Rückgang der Inflation könnte man in der zweiten Hälfte des Jahres erwarten, das Budgetdefizit sollte 2001 3,2% bis 4% des Bruttoinlandprodukts erreichen.

Investitionen in Ungarn

In der mittel- und osteuropäischen Region ist Ungarn nicht mehr der Liebling der Investoren. 1993 waren es noch 41% des in Region investierten Kapitals, 1999 nur noch 8,5%.

Es ist aber nicht richtig von Unlust an Investoren zu sprechen, denn das Vorzeige-Reformland ist immer noch ein attraktiver Standort. Länder und Firmen von überall zeigen ihr Interesse ihr Geld in Ungarn anzulegen. Zum Beispiel wäre Indien bereit in den nächsten drei Jahren mehrere hundert Millionen Dollar zu investieren.

Die Deutschen erweisen sich als wichtigste Investoren. Das Gesamtvolumen der deutschen Investitionen beläuft sich auf über acht Milliarden Euro. In der letzten Zeit werden die Investitionen zur Kapazitätserweiterung genutzt.

Deutsche Investoren in Ungarn In den vergangenen zehn Jahren investierten deutsche Unternehmen in das Donauland über 15 Milliarden Mark und erreichten einen Gewinn von 800 Millionen Mark. Sie re-investierten wieder einen Teil in Ungarn und 1999 steigerten die Investoren ihren Umsatz um 24,4% und ihren Gewinn um 43%. Für das Jahr 2000 erwarteten die Firmen eine Umsatzsteigerung von 35% und eine Gewinnerhöhung von 30%. Außerdem sind die Unternehmer überzeugt, dass die ungarische Wirtschaft sich positiv entwickeln wird und bezeichnen ihre Lage als gut.

Doch nicht alle sind so zufrieden, einige erkennen auch die Schattenseiten des ungarischen Wirtschaftslebens. Es treten Schwierigkeiten mit der Infrastruktur und den Zulieferern auf. Auch die Zahl der Fachkräfte geht zurück, und wenn die Ausbildung in Ungarn nicht neu strukturiert wird, werden die Investoren entsprechende Fachkräfte auf dem ungarischen Markt immer schwieriger finden.

Doch trotz allem würden die Investoren ihre Zusammenarbeit mit Ungarn wiederholen.

Ausländische Investitionen

In den vergangenen Jahren strömten Direktinvestitionen nach Ungarn in Höhe von 21 Milliarden Dollar. Damit haben die ausländischen Unternehmer eine herausragende Rolle in der ungarischen Wirtschaftsentwicklung gespielt. Ihr Anteil an der Ausfuhr der Verarbeitungsindustrie des Landes erreicht 70% und der Anteil des ausländischen Kapitals am BIP liegt bei 35%. Das ist der Grund, warum Ungarn 1999 den ersten Platz im Investitionsbereich der UNO belegte. Ungarische Experten sind sich sicher, dass das Donauland seine Attraktivität auch in den nächsten Jahren behalten wird, das Volumen der Direktinvestitionen könnte sich sogar verdoppeln. Dabei spielen die politische Stabilität, die entwickelte Marktwirtschaft und die geographische Lage des Landes, die Nähe zu Westeuropa, eine entscheidende Rolle.

Doch trotz all der guten Bilanzen nimmt die Zahl der Investoren ab. Immer weniger Investoren zeigen Interesse ihr Geld in Ungarn arbeiten zu lassen. 1997 betrug die Summe der Direktinvestoren 2,3 Milliarden Dollar und in den letzten vier Monaten 2000 erreichte sie nicht einmal die 400-Millionen-Marke. Die drei wesentlichen Gründe dafür sind: das Ende der Privatisierungswelle, der zunehmende Wettbewerb in der Region, nachdem die anderen mittel- und osteuropäischen Staaten investitionsfreundliche Maßnahmen ergriffen haben, und die relative Übersättigung des Investitionsmarktes. Es wird darauf hingewiesen, dass die Orban-Regierung das Sicherheitsgefühl der Investoren untergrabe. Sie sei bereit gewesen in die Wirtschaft einzugreifen, um um die Gunst der Nationalisten zu wetteifern, und zwar im Interesse der Stärkung der Wählerbasis. Ungarische Experten kritisieren auch die Budapester Regierung: sie sei sehr unflexibel den Großunternehmen gegenüber.

EU-Fortschrittsbericht

Der in Brüssel veröffentlichte Länderbericht stellt dem Donauland einen bisher positivsten Bericht über Ungarn aus. Im Bereich der Politik entspreche das Land den Koppenhager Kriterien. Auch die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung schreitet vor. Es steht außer Frage, dass Ungarn auch wirtschaftliche Fortschritte, vor allem aus makroökonomischen Gesichtspunkten erzielte. Die Zahlungsbilanz habe sich verbessert und die Grundlagen der Institution der Marktwirtschaft haben sich gestärkt. Darüber hinaus sei die Entwicklung der Infrastruktur und die Umstrukturierung der Unternehmen weitergegangen, aber es müssten weitere Schritte im Interesse der Konsolidierung des Budgets gemacht werden.

Informationsquellen:

Da das Thema nur mit aktueller Information zu bearbeiten ist, wurden bei diesem Referat alle Informationen aus dem Internet benutzt.

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Das Land Ungarn

Zur Wirtschaft Ungarns allgemein

Fakten sprechen für Ungarn

Die neueste Meldung zum Thema „Wirtschaft in Ungarn“

Investitionen in Ungarn

Ausländische Investitionen

EU-Fortschrittsbericht

Informationsquellen

Inhalt der Sammlung der Vorbereitungsreferate

Programm der Studienfahrt nach Ungarn 2000

Dokument Information

Der Abschlussbericht der Ungarnfahrt vom 09.10.2000 bis zum 17.10.2000 wurde aus Zeitmangel niemals fertig gestellt. Er sollte in einem Heft der Schriftenreihe des UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V., Heft 7 - ISSN 0945-1536 - erscheinen. Der vorliegende Text wurden veröffentlicht im Internet am 17.11.2011 auf diese Homepage

Kontakt: Gerhard Voigt OStR i.R. (seit 2009). Potsdamer Str. 20, 30952 Ronnenberg / Region Hannover
Bismarckschule.Voigt@gmx.de .

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Letzte Bearbeitung: 16.11.2011

 

 

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Verantwortlich: Gerhard Voigt, OStR i.R. (seit 2009), bismarckschule.voigt@gmx.de
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Bearbeitungsstand: 05.12.2011