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Jahresbericht
über die Arbeit des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee,
Bismarckschule Hannover, e.V. im Schuljahr 2006-2007
im Mai 2008
zur Vorlage beim Forum der Deutschen
UNESCO-Clubs
Der UNESCO-Club Hannover
ist von seiner Konzeption her einmalig, da er seine Arbeit mit der Arbeit
einer UNESCO-Projekt-Schule, der Bismarckschule Hannover, verknüpft. Die
Zielrichtung ist daher auch in erster Linie die Verbreitung der Gedanken
und Ziele der UNESCO bei Jugendlichen und Schülerinnen und Schülern, wobei
der UNESCO-Club vor allem diejenigen Aktivitäten fördert, die über die
schulinterne UNESCO-Arbeit, die von einer UNESCO-AG in der Schule betreut
wird, hinausgeht. Förderung von Schulpartnerschaften, Schüleraustausch,
Beteiligung an UNESCO-Projektthemen, Rechenschaftsberichte über
UNESCO-Aktivitäten als eigenständige Publikationen (in der Schriftenreihe
des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule
Hannover, e.V. ) und Pflege einer Web-Site (www.unesco-club-Hannover.de
und www.unesco-club-bismarckschule.de) sind die Schwerpunkte der Arbeit
des UNESCO-Clubs. In absehbarer Zukunft soll der Internetauftritt neu
organisiert werden; nach den derzeitigen Vorschlägen so, dass die auf die
Schule bezogene Domaine knapper und aktueller gefasst wird und an den
Internet-Auftritt der Bismarckschule Hannover geknüpft werden soll. Die
auf Hannover bezogene Domaine sollte dann verstärkt konzentriert werden
auf die überregionalen Aktivitäten des UNESCO-Clubs, auf allgemeine
Internet-Publikationen der Schriftenreihe und kann zudem als
längerfristiges Archiv der UNESCO-Club-Arbeit entsprechenden Recherchen
offen stehen.
Bei einem
Rechenschaftsbericht steht jedoch die enge Verknüpfung mit der
UNESCO-Projekt-Schul-Arbeit der Bismarckschule Hannover im Mittelpunkt.
Wiederum -
wie schon für 2005-06 - legen wir wie schon im vergangene Jahr auch
für das Schuljahr 2006-07 einen gemeinsamen Jahresbericht vor, der im
Sinne des UNESCO-Clubs leicht überarbeitet wurde, ansonsten aber von der
bisherigen Leiterin der UNESCO-AG der Schule verantwortet ist.
Dieser Bericht wird im
folgenden sowohl in der schriftlichen Fassung wie auch im
Internet-Auftritt veröffentlich und gilt damit als Rechenschaftsbericht
des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule
Hannover, e.V. – Dazu kommt auch noch das
Protokoll der Jahreshauptversammlung 2007, in der ein teilweise neuer
Vorstand gewählt worden ist.
Insgesamt ist die
„klassische Vereinsarbeit“ nicht nur im UNESCO-Club, sondern in den
meisten gemeinnützigen Vereinen mit vorwiegend altruistischen Zielen,
schwieriger geworden. Es ist schwer, neue Mitglieder zu finden, die nicht
nur die Vereinsziele ideell unterstützen – das dürfte in unserem Falle für
einen großen Teil der Angehörigen unserer Schule zutreffen –, sondern auch
formal als Vereinsmitglieder Beiträge zahlen und an den Vereinsaktivitäten
teilnehmen. Noch schwieriger wird es, Aktive für die Vorstandsarbeit zu
finden. Früher waren im Vorstand Schülerinnen und Schüler und
Elternvertreter aktiv gewesen. Das sollte in Zukunft noch detaillierter
auf den Archiv-Seiten des Internet-Auftritts dokumentiert werden! Heute
ist es uns nur gelungen, einen jüngeren Kollegen dazu zu gewinnen, der den
Stellvertretenden Vorsitz übernommen hat, und in seiner Person
erfreulicherweise die Verknüpfung mit der Arbeit der UNESCO-Projekt-Schule
sichert, da er jetzt auch die Arbeit der UNESCO-AG übernommen hat. Dafür
ist der UNESCO-Club Herrn Schulze-Brüggemann zu Dank verpflichtet.
Der langjährige Geschäftsführer und „Kassenwart“ des Clubs, Herr Fuchs
ist in Pension gegangen, ist aber bereit, noch ein Jahr diese Funktion für
den UNESCO-Club wahrzunehmen. Der bisherige Vorsitzende, Herr Voigt,
hatte schon aus gesundheitlichen Gründen die Absicht, im Jahr 2007-08 den
Vorsitz abzugeben, wurde dann aber mangels eines Nachfolger dazu
überredet, den Vorsitz noch in das Schuljahr 2008-09 hinein weiter zu
führen, bis dann 2009 auch sein Wechsel in den Ruhestand droht. Der
UNESCO-Club hofft daher inständig, dass es Herrn Schulze-Brüggemann
im laufenden Schuljahr gelingen möge, aus der UNESCO-Arbeit der Schule
heraus, neue Mitglieder und vor allem auch Vorstandsmitglieder zu werben!
Zum Schluss sei noch an
die vielfältigen Jubiläen im gegenwärtigen Zeitraum erinnert, die Ansporn
zu neuen UNESCO-Aktivitäten bilden sollten:
100 Jahre Bismarckschule
Hannover und 50 Jahre UNESCO-Modellschule
bzw. UNESCO-Projekt-Schule, worüber im folgenden Jahresbericht
einiges zu finden ist. Im Herbst 2008 findet eine Jubiläumsveranstaltung
25 Jahre Schulpartnerschaft und
Schüleraustausch mit dem 5. Lyceum in Poznań / Polen statt. Über
die Vorbereitungen wird im nächsten Jahresbericht 2007/08 näheres zu
finden sein.
Jahresbericht über die UNESCO–Arbeit der Bismarckschule Hannover
Schuljahr
2006/2007
PLZ: 30173
Schule/ Institution: Bismarckschule
Hannover
Bundesland: Niedersachsen
Datum: 12.10.2007
Drei Ausfertigungen dieses Jahresberichtes
sowie seiner Anlagen sind am 12.10.2007 an die Regionalkoordination
gegangen.Berichtszeitraum ist das zurückliegende Schuljahr. Der leicht
überarbeitete Bericht wird im Juni 2008 an die
Koordination des FORUMS der
UNESCO-Clubs Deutschland im Rahmen der Deutschen UNESCO-Commission (DUC)
übersandt.

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Adresse:
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An der Bismarckschule 5
30173 Hannover |
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Schulleiter/in:
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Herr OStD Johannes
Brockmann |
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Telefon:
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0511/168‑43456 |
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Fax:
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0511/168 41371 |
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Email:
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schulleitung@bismarckschule‑han.nibis.de |
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Homepage:
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www.bismarckschule.de |
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Führt von Ihrer Homepage ein Link auf die
unesco‑projekt‑schulen‑Homepage? Ja
Sind Ihre Schuldaten auf der unesco‑projekt‑schulen‑Homepage
aktuell? Ja |
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Schulform: |
Gymnasium |
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Anzahl der Schüler/innen:
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1081 |
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Anzahl der Klassen:
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28 + Sek. II |
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Als unesco‑projekt‑schule
anerkannt seit: Mai 1956 |
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Besondere
Unterrichtsangebote: |
Englisch - Französisch/Latein/Spanisch,
ab Klasse 11: Italienisch
bilingualer Unterricht Klassen 7 - 9 in
Sport, Geschichte, Erdkunde,
Politik
mathematisch‑naturwissenschaftliches
Profil
Bläserklasse |
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Ansprechpartner für
UNESCO‑Angelegenheiten: |
Stefan
Schulze-Brüggemann (Dörte Kolbe bis 2007) |
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Weitere
verantwortliche Lehrer für UNESCO‑Arbeit: |
Frau
Halstenberg, Herr Gudschun, Herr Kronig, Herr Wehking, Herr Zwick |
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UNESCO-Club: |
Herr Voigt
(ab 2007 als Stellvertreter: Stefan Schulze-Brüggemann)
Geschäftsführer Herr Fuchs |
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Gibt es eine
UNESCO‑AG? |
Ja |
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- Anzahl der
Mitwirkenden in der UNESCO‑AG: |
14
insgesamt |
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-
davon: |
2 Lehrer, 12
Schüler, - Eltern, - Sonstige |
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Gibt es einen
UNESCO-Club? |
Ja –
UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule
Hannover, e.V. = UNESCO-Club Hannover |
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- Anzahl der
Mitglieder? |
z.Zt. 15 +
korrespondierende Mitglieder |
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- Anschrift:
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UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule
Hannover, e.V.
Bismarckschule Hannover
An der Bismarckschule 5
D 30173 Hannover
FAX: 0511-168 41371 |
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Ansprechpartner für den UNESCO-Club Hannover e.V.: |
Gerhard Voigt, OStR, Vorsitzender
Telefon privat: 05109-563281
Stefan Schulze-Brüggemann,
Stellvertreter
Web-Site:
http://www.unesco-club-hannover.de
Geschäftsführer:
Günter Fuchs, Bismarckschule Hannover |
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Beteiligung an Tagungen und Seminaren: |
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Vertreter/innen unserer
UNESCO‑Projekt‑Schule waren beteiligt an |
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- der
Jahrestagung: |
Ja |
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- regionalen Treffen auf Landesebene:
|
Ja |
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- weiteren
ASPnet Veranstaltungen: |
- |
3. Aktivitäten
der UNESCO‑Projekt‑Schulen / ASP
1. Regelmäßige Kontakte mit anderen Schulen:
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Kurzname der Schule |
ups?
ja/nein |
Stadt/Land |
Klasse/Stufe |
Anzahl der
Beteiligten |
Austausch im
Berichtsjahr?
ja/nein |
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5. Lyzeum |
nein |
Posen, Polen |
Kl.10 |
ca. 15 |
ja |
|
Collège Cassin |
nein |
Tours, Frankreich |
Kl. 8 |
22 |
ja |
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MSAFIRI Medium Sch. |
nein |
Mbala, Tansania |
Unesco-ag |
--- |
nein |
|
İstanbul
Lisesi |
ja |
İstanbul, Türkei |
Türkei-Ag |
ca. 20 |
nein (2005, 2008) |
2.
Schwerpunkte der UNESCO‑Projekt‑Schul‑Arbeit im Fachunterricht
-
Interkulturelles Lernen: Musik:
Geschichte des Blues/wurzeln der Pop-/Rockmusik,
Sklavenverschiffung aus West-/Südafrika in die USA, Situation der
Sklaven/Schwarzen (Afro-Amerikaner) von damals bis heute: Songs: Blues,
Gospels, Spirituals, Raps. Texte und Lehrbuch: "Musik um uns", kurze
Filmausschnitte in Kl. 9. Religionen der Welt: Religionsunterricht Kl. 7
mit Besuch einer Synagoge und einer Moschee.
-
Eine Welt/Solidarität: besonders in der
AG, Vorbereitung von Hilfsaktionen, Unterrichtseinheiten „Straßenkinder“
in Klassen 8 und 10 (Erdkunde, Werte und Normen), Peripherieländer in
Asien und Südamerika in Kl. 12
(Grundkurs / Leistungskurs), verschiedene Lehrbücher.
-
Menschenrechts‑/ Friedenserziehung: Ghandi
und Indien, Südafrika (Unabhängigkeit): Englisch Kl. 10. Englisch "Writing
the Wrongs", Jamaica and Bob Marley, Song "Get up, stand up". - Kl. 9
Englisch: Australia - Aborigines, z.B. Lost generation.
Politikunterricht div. Themen.
-
Weltkulturerbe: bisher an der Bismarckschule
kein Thema.
-
Agenda 21/Nachhaltige Entwicklung:
Arbeiten mit der AGENDA 21 Box der deutschen UNESCO ‑ Kommission,
besonders Thema "Verkehr und Wohnen" in Kl. 5 und 6. Erneuerbare
Energien, Klimawandel (Biologie, Chemie, Politik), auch vor dem
Hintergrund der Globalisierung.
-
UN‑System/UNESCO: AG Model United Nations
(MUN), Delegierte bei BERMUN (Berlin), 18.-22-11-2006; Delegierte in Den
Haag (THIMUN), 21.-27.01.2007.
3.
Schwerpunkte der UNESCO‑Projekt‑Schulen‑Arbeit außerhalb des Unterrichts:
-
Interkulturelles Lernen: Wir helfen seit dem
Schuljahr 2004/05 beim Aufbau einer Internatsschule in Tansania und
haben Briefkontakte mit Lehrerinnen, der Schulleiterin und den
Schülerinnen, um uns gegenseitig über unser Leben zu informieren. In den
Weihnachtsferien 2006/07 hatten wir die Gelegenheit, die Schulleiterin
an der Bismarckschule zu begrüßen. Einige - ältere - Teilnehmerinnen der
UNESCO-AG planen einen Besuch der Partnerschule in den Osterferien 2008.
Am Ende des Schuljahres fanden Projekttage mit dem Thema "Kulturen der
Welt" statt.
-
Eine Welt/Solidarität: Spendenaktionen
für unsere Partnerprojekte in Bolivien, Peru, Äthiopien und Tansania
während der Festlichkeiten zur 100-Jahr-Feier der Bismarckschule,
während der Projekttage und bei Konzerten und Theaterveranstaltungen.
-
Menschenrechts‑/ Friedenserziehung:
Aktionen zusammen mit amnesty international in mehreren Klassenstufen
-
Weltkulturerbe: Dieses Thema wird nur auf
Klassen‑ oder Studienfahrten behandelt und zwar mit wechselnden Zielen.
-
Agenda 21/Nachhaltige Entwicklung:
Zusammen mit JANUN u.a. Stadtrundgang mit Kl. 10 "Einkaufen in Hannover:
fair und ökologisch?". Besuch von Kraftwerken.
-
UN‑System/UNESCO: siehe unter
"Unterricht", da die UNESCO-AG zwar Unterricht ist, die Veranstaltungen
aber in verschiedenen Städten stattfinden.
4. Schulprogramm
-
Hat Ihre Schule ein Schulprogramm? in
Vorbereitung (vgl. Internet unter
www.bismarckschule.de)
-
Welche UNESCO‑Ziele sind darin verankert? In
einem zukünftigen Schulprogramm wird auf jeden Fall verankert sein:
Menschenrechts- und Friedenserziehung, Eine Welt, Agenda 21/Nachhaltige
Entwicklung, Interkulturelles Lernen. Den einzelnen Fächern werden
UNESCO-Themen verbindlich zugeordnet.
-
Liegt das Schulprogramm dem Jahresbericht
bei? Nein
-
Führt Ihre Schule spezielle
Schulentwicklungs‑Aktivitäten durch?
Es besteht ein "Runder Tisch" zur
Schulentwicklung unter Beteiligung von Lehrern, Schülern und Eltern.
Neben der Weiterentwicklung der Ganztagsschule und der geplanten
Baumaßnahmen sind Schulpartnerschaften, vielfältige Angebote für
Begegnungen junger Menschen, die Menschenrechts- und Friedenserziehung
sowie die Erhaltung der Umwelt wichtige Themen. - Bilingualer Unterricht
in Erdkunde, Geschichte, Politik mit Schwerpunkt Menschenrechte und
Friedenserziehung.
1. forum
Unsere Beiträge für das forum im
abgeschlossenen Schuljahr: ./.
2. (Über)regionale Presse
In der (über)regionalen Presse sind im
abgeschlossenen Kalenderjahr ungefähr 3 Artikel über die UNESCO‑Arbeit
unserer Schule erschienen. Die Originale oder gute Kopien werden bis Ende
Januar für das forum (Pressespiegel) an die
Regionalkoordination geschickt.
3. Radio/TV
./.
-
Für das Netzwerk interessante Kontakte:
Karin Schibel (Kontakt Tansania), Ulrich Wehking (Schulpartnerschaft mit
Poznań
-
Erfahrungen mit Sponsoren: vor allem
Verein der Eltern und Freunde der Bismarckschule
-
Anregungen
-
zur Jahrestagung: möglichst nur eine
Unterkunft, da lange Distanzen ohne Motorisierung stören, auch die
gemeinsamen abendlichen Gespräche. Wenigstens die Landesgruppen sollten
in einer Unterkunft wohnen.
-
zu regionalen Fortbildungen: ./.
-
zum forum: ./.
-
Wünsche an die Regional‑ bzw.
Bundeskoordination: Die niedersächsische. Regionalkoordinaton ist
perfekt. Die Bundeskoordination sollte Mails möglichst in Word-Dateien
verschiecken und nicht mit Attachments, die nicht zu öffnen sind.
Folgende Anlagen sind beigefügt:
-
Zusätzliche Erläuterung zu Schwerpunkten der
UNESCO‑Arbeit: ja
-
UNESCO‑Schulprogramm: nein
-
Photos, Flyer, Dokumentationen etc.: ja
-
Sonstiges: nein
gez. Dörte Kolbe
Die Schulpartnerschaft zwischen der
Bismarckschule und dem 5. Lyzeum in Posen
Besser als in dem Beitrag von Dr. Lothar Nettelmann und Ulrich
Wehking in der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum der Bismarckschule
kann die Nachhaltigkeit eines Projektes nicht dargestellt werden und wird
daher ungekürzt beigefügt, des Weiteren ein Bericht in einer älteren Ausgabe
unserer Schulzeitung.
Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht eindeutig der interkulturelle
Erziehungsgedanke, da Jugendliche aus Deutschland und Polen bei ihren
Begegnungen zwar auch die leidvolle gemeinsame Geschichte diskutieren, aber
sich vor Allem über ihr Leben in der Gegenwart austauschen sollen, um dabei
noch immer vorhandene Vorurteile abzubauen.
Positiv ist an dem Projekt neben den regelmäßigen Begegnungen zu vermerken,
dass Ulrich Wehking als feste Bezugsperson jeweils von einem anderen
Kollegen/einer anderen Kollegin begleitet wird, sodass unterschiedliche
Fächer an dem (Gedanken-) Austausch beteiligt sind. Ein weiterer Aspekt, der
das interkulturelle Lernen fördert, ist die Unterbringung in Familien und
der Schulbesuch und der damit verbundene Einblick in das alltägliche Leben
sowohl in Hannover als auch in Poznan.
Verbesserungsfähig ist jedoch sicherlich die gemeinsame Arbeit an Projekten.
Denkbar wäre hier z. B. der Aspekt „Welterbe“, der in der UNESCO-Arbeit der
Bismarckschule bisher nicht verankert ist.
Ausblick
Im Zuge der Umgestaltung des UNESCO–Teams (Pensionierung der langjährigen
Koordinatorin) wird es hinsichtlich der Arbeit und Aktivitäten zu einigen
Veränderungen kommen, wobei neben die reinen Hilfsprojekte mit finanzieller
Unterstützung wie z. B. in Äthiopien der neue Schwerpunkt Tansania
treten wird. Die Hilfe beim Ausbau der Internatsschule in Mwanga wird
fortgesetzt, und für die Osterferien 2008 ist ein erster Besuch von zwei
Kollegen und sechs Schülerinnen der unesco-ag bei der Schule geplant. Auch
die Mitarbeit am Baltic Sea Project soll wieder intensiviert werden,
was seinen Ausdruck darin findet, dass im Schuljahr 2007/08 eine eigene AG
dafür eingerichtet wurde. Die feste Verankerung von UNESCO – Themen in den
Kerncurricula und im Schulprogramm wird ebenfalls dazu beitragen, dass sich
das gesamte Kollegium, Eltern und Schüler noch mehr als bisher der
UNESCO-Arbeit an der Bismarckschule verpflichtet fühlen und dies auch in
regelmäßigen Dokumentationen belegen werden.
Lothar Nettelmann und
Ulrich Wehking:
Es wird immer wieder gefragt, wie es anfing und worin der Antrieb und die
Motivation bestanden. Es ist immer die pädagogische Neugier, das
Kennenlemen-Wollen des Fremden und Fernen, das dann zum Vertrauten und Nahen
wird. Dieses galt und gilt für alle Aktivitäten, für die Austauschprogramme
mit England, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Polen, der Türkei und
den USA. Bezüglich Polens kam die Konfrontation mit der eigenen Geschichte
und damit der unbewältigten Vergangenheit der Elterngeneration hinzu. Und
diese ist abgeschlossen. Dazu haben wir unseren Beitrag geleistet.
Entsprechendes gilt für andere Schillen in der Region Hannover: Gymnasien
und Realschillen in Barsinghausen, Burgdorf, Letter und Garbsen und
Hannover. Engagiert waren auch Schulen in Bremen, Hamburg und Göttingen.
Unser Austausch war aber der erste, und er wurde kontinuierlich
durchgehalten.
Es ist darüber geschrieben und publiziert worden, z. B. von Eva
Helms-Scholz, Michael Kronig, Lothar Nettelmann, Gerhard Voigt und
Ulrich Wehking.
Die über den Rand der Schille hinausgehenden Aktivitäten Vorträge und
Seminare sowie Publikationen – waren die Folge eines Engagements, das mit
Billigung und ausdrücklichem Wunsch des damaligen Schillleiters Ulrich
Bauermeister erfolgte. Es wurde vom Niedersächsischen Kultusministerium
unterstützt: Dr. Werner Remmers, Dr. Edigna Schrembs und Prof.
Rolf Wernstedt. Auch das Hannoversche Rathaus stand engagiert hinter
uns: Herbert Schmalstieg und Harald Böhlmann. Wesentlich war
auch die Unterstützung durch die Niedersächsische Landeszentrale für
Politische Bildung: Dr. Kaden, Dr. Wolfgang Scheel und Heinz
Wunderlich. Auch die GEW unterstützte uns, z. B. Rolf Bade.
Mit den geographischen, historischen, pädagogischen und
sozialwissenschaftlichen, z. T. auch den germanistischen Instituten der
Universitäten in Hannover und Oldenburg gab es mehrfach Beispiele der
Zusammenarbeit auf didaktischer und wissenschaftlicher Ebene. Zu nennen sind
auch die der Politischen Bildung bzw. Fortbildung dienenden Häuser in
Braunlage, Celle-Hustedt, Sonnenberg, Vlotho und Lüneburg.
Es erfüllt mit Trauer, dass das zentrale Haus Niedersachsens, die
Landeszentrale für Politische Bildung, am 1.1.2004 aus nicht
nachvollziehbaren Gründen geschlossen wurde und andere Häuser, die
jahrzehntelang fruchtbare Bildungsarbeit geleistet haben und als Foren
dienten, in ihrer Existenz bedroht sind.
Wenn ein Schüleraustausch schon mehr als 20 Jahre erfolgt, so ist das ein
Beweis für ein gegenseitiges freundschaftliches und kollegiales Engagement.
Dies zeigte sich 1984, z. B. als die „Betonfraktion“ in Warschau – in
menschenrechtswidriger Weise seit Jahren aus Ost-Berlin unter Druck gesetzt,
wie man damals schon wusste oder erahnte – die vertrauensvolle
Zusammenarbeit im pädagogischen Handeln, dem gegenseitigen Kennenlernen und
Verstehen, auf die minimale Ebene von Freizeitveranstaltungen in den Ferien
herabdrücken wollte. Diesem zu widerstehen und das unwürdige Ende
abzuwenden, haben wir gemeinsam erreicht. Die Lösung bestand in Besuch und
Gegenbesuch durchgeführten Projekten außerhalb der Schillen, verbunden mit
dem traditionellen Schillbesuch und der Unterbringung in Familien ab 1987.
Roman Henicz (Verstorben im Mai 2008), der langjährige Direktor
unserer Partnerschule, wies auf den gemeinsam errungenen Erfolg, das stabile
gegenseitige kollegiale und freundschaftliche Engagement hin, als wir im
September 2003 Zwanzig Jahre Schüleraustausch in unserer Partnerschule in
Poznań feierten. [L.N.]
Lothar Nettelmann hat im ersten Teil von der pädagogischen Neugier als
Antrieb gesprochen. Dazu gesellt sich natürlich die historische Neugier, die
kulturelle Neugier, auch die kulinarische Neugier und vor allem die Neugier
auf die Menschen in Polen. So würde ich meine persönliche Motivation
umschreiben, die mich nun schon elf Jahre an dem Schüleraustausch teilnehmen
lässt.
(Gast)freundliche, interessante und vielseitig interessierte Menschen habe
ich kennengelernt, humorvolle, selten schwierige, oft religiös verankerte.
Dabei sind dauerhafte Freundschaften entstanden.
Was die historische Neugier betrifft, kann gerade Posen die wechselvolle und
spannungsreiche Geschichte zwischen Polen und Deutschen vor allem im 19. und
20. Jahrhundert verdeutlichen. Die Steine des Posener Schlosses z. B. atmen
diese Geschichte. Dem dunkelsten Kapitel sind wir 2005 beim Besuch der
Gedenkstätte Fort VII begegnet, einer alten Wehranlage, die im sich
auflösenden Morgennebel einen geradezu idyllischen Anblick darbot, wo aber –
zu einem Lager umfunktioniert – im Oktober 1939 zum ersten Mal psychisch
Kranke von den Nazis mit Kohlenmonoxid vergast wurden und einen langsamen,
qualvollen Tod gestorben sind.
Von einem Erlebnis ganz anderer Art und damit die mögliche Spannbreite der
Erfahrungen dokumentierend erzählt die Tagebuchnotiz der Schülerin K. Sanner
aus dem Jahre 1997, als wir einen Ausflug in die Hohe Tatra machen durften:
Schließlich besteigen wir erneut eine Bergbahn, die uns diesmal den ganz
langen Weg bis zum 1990 m hohen Kasprowy Wierch-Gipfel hinaufruckelt, wo uns
ein treffliches Gelände für eine Gratwanderung erwartet ...
Die einen genießen einfach hier wie auch sonst überall Gespräche und
Albereien in der Gruppe; die anderen lassen sich von den Flügeln der
Intuition in andere Sphären tragen, bezaubert von der Weite, den Formen der
Hänge und der Illusion von Freiheit, welche die Luft der Höhe erschafft ...
Neben Schulbesuch, Stadtrundgang, Tanztheater oder Konzert und zahlreichen
Freizeitaktivitäten gehört ein Tagesausflug zum
festen Programmbestandteil und hat uns außer in die Hohe Tatra in den
letzten Jahren auch nach Gnesen, Thorn und Breslau geführt. Umgekehrt gibt
es auch hier in Hannover ähnliche, bewährte Programmpunkte: Besuch des
Historischen Museums (Stadtgeschichte), Stadtrundfahrt, Besuch der
Gedenkstätte Ahlem, Oper oder Theater o. Ä. und ebenfalls ein Tagesausflug
(Hamburg, Bremen, Lüneburg, im Jahr 2000 natürlich die EXPO).
In dem Brief eines polnischen Gastschülers hieß es: „Wir haben uns sehr
gefreut, dass wir in der Woche für Alles Zeit gefunden haben, z.B. um über
Themen zu diskutieren, die wohl allen jungen Menschen, egal aus welchem Land
sie kommen, wichtig sind. Durch diese Gespräche konnten wir uns besser
kennen und verstehen lernen und dabei viele Sachen aufklären, die uns auf
den ersten Blick unterscheiden. Der Ausflug nach Hamburg hat uns auch
unheimlich Spaß gemacht. Oder die Besichtigung des VW-Werks in Stöcken. Das
war eine interessante Erfahrung.“ Und ein anderer Schüler schrieb: Aber am
stärksten bleibt mir die Gastfreundlichkeit der Familien in Erinnerung. Sie
haben gut für uns gesorgt und uns das Leben der deutschen Jugend von einer
neuen Seite gezeigt. (Zitate aus: Zeitung der Bismarckschule Nr. 5, 1999,
S. 19 f)

Diese Aussagen zeigen, dass das Gelingen des Austausches auch von der
Qualität des Programms abhängt, aber vor allem von den Schülern selbst, der
Harmonie in der Gruppe und zwischen den Gruppen, dem Sich-Wohlfühlen in der
Gastfamilie, der funktionierenden Verständigung, wozu auch die Qualität der
Sprachkenntnisse gehört, ob also die polnischen Schüler bereits über
ausreichende Deutsch- oder beide Seiten über genügend Englischkenntnisse
verfügen. Deshalb war es in den letzten Jahren oft hilfreich, dass aus Polen
stammende Bismarckschüler am Austausch teilgenommen haben, wenngleich diese
Begegnungen nicht zu den ursprünglichen Intentionen des Austauschs
(Kennenlernen des Fremden und Femen) gehören. Auch das Alter der Teilnehmer
hat Einfluss auf den Verlauf der Besuchswoche. Im Jahr 2005 z. B. stammten
fast alle Schüler der deutschen Gruppe aus dem 10. Jahrgang, was dem
Zusammenhalt sehr dienlich war. 1999 dagegen zerfiel die Gruppe in zwei
Teile, da sie zu je fünfzig Prozent aus Zehnt- und Zwölftklässlern bestand,
und ging in der freien Zeit verschiedene Wege. Seit 1995 bin ich zweimal mit
Michael Kronig (der mich damals überredet hat mitzumachen), zweimal mit
Hansjörg Rümelin, einmal mit Wilfried Haase und einmal im Jubiläumsjahr 2003
mit Lothar Nettelmann und Johannes Brockmann nach Posen gefahren und habe
mit ihnen zusammen das Programm der Gegenbesuche organisiert. In den Jahren
zuvor haben sich verschiedene Kolleginnen und Kollegen im Austausch
engagiert: Michael Bockhorst, Till Büthe, Günther Fuchs, Inga Goy, Rose
Jeanne und Marianne Strutz. Auf polnischer Seite sind die Lehrkräfte für
Deutsch, Frau Ulanicka (seit 1995) und vor allem Herr Krolikowski, (seit
1997) unsere derzeit verlässlichen Ansprechpartner, ohne deren Engagement
das Fortbestehen des Austausches schwer vorstellbar ist.
Es heißt oft, der Austausch sei Routine geworden. Das ist zum Teil sicher
richtig. Die Fahrten mit der Bahn sind problemlos, die Grenzkontrollen auch.
Bewährte Programmpunkte werden fortgeführt und sind deshalb leichter zu
organisieren. Noch 1995 lief die Kommunikation bei der Planung und
Organisation fast ausschließlich über die Briefpost. Bis zu 14 Tage
verstrichen, bis z. B. eine Anfrage beantwortet war. Als damals eine
Schülerin krankheitsbedingt nicht mitkommen konnte, erfuhr die gastgebende
Familie dies erst auf dem Posener Bahnhof. Die Enttäuschung war entsprechend
groß. Heute benutzen wir Telefon, Fax, E-Mail und SMS, so dass beide Seiten
beinahe zeitgleich auf dem neuesten Stand sind. Soweit Routine und
Vereinfachung.
Aber immer wieder bzw. immer noch ist es anstrengend, auf unserer Seite
genügend Schüler(innen) zu finden, die mitfahren wollen bzw. bereit sind,
die Gäste aus Posen zu beherbergen. 15 aus dem 9. bis 12. Jahrgang ist die
angestrebte Zahl. Es waren in den letzten Jahren zwischen 11 und 14. Noch
weniger gelingt es, dass sich identische Gruppen einmal in Posen und einmal
in Hannover treffen. Auf polnischer Seite spielen für die Familien auch die
Kosten eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Posen ist eben nicht Paris, tönt es manchmal. Natürlich nicht. Aber auch
nicht Peine, wie jemand einmal treffend konterte. Es sind noch zu viele
falsche Bilder im Kopf der deutschen Schüler – von Polen, seinen Einwohnern,
von Posen. Oft sind sie dann vor Ort überrascht, was diese Stadt alles zu
bieten hat und was für gastfreundlichen Menschen sie begegnen. Und manch
eine(r) fährt auch ein zweites Mal.
Es bleibt also bei aller hilfreichen Routine
sehr spannend: für die Schüler und Lehrer, die zum ersten Mal fahren,
sowieso. Und für die Lehrer, die schon länger dabei sind, auch: Bekommen
beide Seiten eine ausreichend große Gruppe zusammen? Harmonieren die beiden
Gruppen untereinander und miteinander? Ist das Programm anspruchsvoll und
interessant genug und lässt es trotzdem genug Platz für die
Freizeitinteressen der Schüler? Reichen die Finanzmittel? Seit dem Jahr 2000
sind die Kosten des Besuchsprogramms größtenteils vom Deutsch-Polnischen
Jugendwerk getragen worden. Dazu kamen Zuschüsse des VEF, der Stadt
Hannover, und vieles haben die Teilnehmer (Eltern, Lehrer, Schüler) selbst
bezahlt. Was wäre ohne das Geld des DPJW überhaupt möglich? Und die
unausweichliche Frage: Was habe ich persönlich von der Vorbereitung der
Fahrt bzw. der Fahrt selbst und von der Organisation des Gegenbesuchs außer
zusätzlicher Arbeit? Aber diese Frage habe ich schon am Anfang beantwortet.
[U. W.]
Literatur:
Nettelmann, Lothar / Helms, Eva:
Schüleraustausch Poznań. – Hannover. In: Arnoldshainer Texte Bd. 23.
Frankfurt 1984.
Voigt, Gerhard / Nettelmann, Lothar: Die
Arbeit einer UNESCO-Schule: z.B. Schulpartnerschaften mit Polen und der
Türkei, Oldenburger Vor-Drucke, Oldenburg 1990.
Nettelmann, Lothar / Voigt, Gerhard (Hg.):
Internationale Herausforderungen. Die Bismarckschule Hannover stellt ihre
UNESCO-Arbeit vor. Vorwort: Prof. Rolf Wernstedt. Hannover 1992.
Nettelmann, Lothar / Voigt, Gerhard (Hg.):
Junge Deutsche und Polen begegnen sich. Schüleraustausch und Studienfahrten.
Vorwort: Herbert Schmalstieg. 2. überarbeitete Auflage Hannover 1993.
Kronig / Nettelmann / Voigt / Wehking:
Reform – vom Gedanken zur Praxis. Für Ulrich Bauermeister. Schriftenreihe
des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover,
e.v., Heft 10. Hannover 1998.
Voigt, Gerhard, 1992: Schülerreisen nach
Polen. Praxis Geographie, Jahrgang 22, Heft 4, April 1992: 44-46.
Voigt, Gerhard, 1993: Schülerreisen und
interkulturelle Erziehung. Kozeptionen und Erfahrungen aus der Arbeit einer
UNESCO-Schule, Praxis Geographie, Jahrgang 23, Heft 7-8, Juli 1993: 30-32.
Voigt, Gerhard, 1997: Polen und Deutsche –
Eine schwierige Nachbarschaft? Wandel und Wahrnehmung. In: Schneider, Kurt
(Red.), 1997: Polen und Deutsche – Eine schwierige Nachbarschaft? Texte zur
Politischen Bildung Heft 25. Rosa-Luxemburg-Verein e.v. Leipzig: 5-25.
Voigt, Gerhard, 2001: ›Grenzen‹ und
›Blöcke‹: Nationalstereotypen und symbolisches Alltagsverhalten in Europa.
Mit Schülern im Ausland: Blockdenken, Transformationsprozesse und
Zivilgesellschaft im unmittelbaren Erleben: Beispiele aus der DDR, aus Polen
und aus Ungarn. politik unterricht aktuell, Mitteilungen aus dem Verband der
Politiklehrer e.v., Hannover. 1-2/00. Hannover: 15-43.
Voigt, Gerhard, 2001: Studienfahrten und
Schüleraustausch. Tips und Erfahrungen. Geographie Heute, 22. Jahrgang, Heft
188, März 2001: 42-43. Lothar Nettelmann: Handlungsorientierung im
Schüleraustausch mit Polen. In: Lothar Nettelmann (Hrsg.): »Europäische
Umbrüche in deutsch-polnischer Perspektive. Reflexionen zur
Entwicklungsdynamik in Mitteleuropa«. Hannover 2001. Schriftenreihe des
UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover,
Sonderheft 1/2001, S. 69 – 83.
Nettelmann, Lothar (Hrsg.): »Europäische
Umbrüche in deutsch-polnischer Perspektive. Reflexionen zur
Entwicklungsdynamik in Mitteleuropa«. Hannover 2001. Schriftenreihe des
UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover,
Sonderheft 1/2001, S. 69 – 83.
Quelle: Festschrift: 100 Jahre
Bismarckschule Hannover. Festwoche 4.-9. September 2006. Erschienen in der
Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee,
Bismarckschule Hannover, e.V. Hannover 2006.
André Feldhaus / Sebastian Ude
(12):
Tanzen, T-Shirts, T 5-Bullis
und Tränen
Das kurioseste Ereignis
dieser Austausch fahrt haben wir, die Autoren dieses Berichts, leider
verpasst. Freddy und Co. haben versucht zu tanzen, und das, wie uns erzählt
wurde, gar nicht mal so schlecht (siehe Foto auf dem Cover). Eine Stunde
Unterricht von einer professionellen Tanzlehrerin in der Posener
Ballettschule. Zu modernen Rhythmen bewegten sich zwölf
Bismarckschülerinnen und -schüler nach den Vorgaben der Lehrerin zusammen
mit den weißrussischen Schülerinnen aus Minsk, die ebenfalls in dieser Woche
Gäste des 5. Lyzeums waren und sich bei dieser Veranstaltung als besonders
begabt erwiesen. Während also die anderen am Freitagmittag in der
Ballettschule schwitzten, waren wir in einem Copy-Shop, um T-Shirts mit dem
Bismarckschullogo vorn und dem Schulnamen hinten drucken zu lassen, damit
wir am Samstag beim Umzug aller sich in dieser Woche in Posen aufhaltenden
Jugendgruppen unsere Herkunft verdeutlichen konnten.
Begonnen hatte die Reise am
07.09.03. Trotz der etwas mulmigen Gefühle aufgrund dreier fehlender
Reisepässe (aber EU – Bürger werden schon seit Längerem auch mit „Perso“
hineingelassen) sollte es eine ausgelassene, fünfstündige Bahnfahrt werden.
In Posen angekommen, wurden wir umgehend auf die auf dem Bahnsteig
wartenden Gastfamilien verteilt, welche uns in der bevorstehenden Woche
aufnahmen. Dabei wurden die Autoren dieses Berichts, auf unterschiedliche
Weisen empfangen. Sebastian bekam noch auf der Türschwelle zur Stärkung ein
polnisches Starkbier in die Hand gedrückt, während Andre ebenfalls harte
Kost erhielt – einen Kriegsfilm über den Einmarsch der deutschen Wehrmacht
in Polen. Zum Glück sollte sich die vermeintliche Antipathie gegen Deutsche
als Missverständnis herausstellen. Obwohl nur ein kleiner Teil unserer
Schüler des Polnischen mächtig war, gab es bei der Kommunikation kaum
Schwierigkeiten, was auf die guten Deutsch- und Englisch-Kenntnisse auf
polnischer Seite zurückzuführen ist.

Bedauerlicherweise sollte
die Stadtrundfahrt durch Posen sehr kurz ausfallen, die sich auf die
Besichtigung der Kathedrale und des Rathauses beschränkte. Immerhin wurden
wir dabei mit in Posen gebauten nagelneuen T 5-Bullis von der Schule ins
Stadtzentrum chauffiert - eine Werbeaktion von VW in dieser Woche, in der
Jugendliche aus vielen Städten Europas zum „European youth meeting“
anlässlich der 750-Jahr-Feier Posens gekommen waren.

Zu den besonderen
Erlebnissen zählt neben den zahlreichen privaten Aktivitäten, die man mit
seinen Gastgebern ausübte, ganz sicher auch die Rückfahrt, wo wir eine
Person zu viel waren. Fälschlicherweise hatte sich eine der polnischen
Schülerinnen beim Verabschieden im Zug zu viel Zeit gelassen, sodass dieser
losfuhr, bevor sie im Gedränge aussteigen konnte; sie konnte also erst 150
km westlich von Posen kurz vor der Grenze den EC verlassen, von wo aus sie
dann zurückfahren musste. Wir freuten uns zwar über die charmante
Begleitung, aber Ania empfand diese Panne eher als peinlich.
Die Tagesfahrt nach Thorn
mit den weißrussischen Schülerinnen aus Minsk - eigentlich ein weiteres
Highlight - fiel bedauerlicherweise im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.
Insgesamt war das Wetter zwar recht gut, doch an diesem Tag regnete es wie
aus Kübeln, was die ansonsten wunderschöne alte Stadt leider nicht richtig
zur Geltung brachte.

Um so wärmer jedoch war das
Wiedersehen von Karol und Bartosz Suchak, den beiden Brüdern, von denen der
eine die Bismarckschule besucht und der· andere im Sommer 2002 – bis dahin
auch Bismarckschüler – nach Thorn zurückgekehrt ist (siehe Interview).
Nach den sieben Tagen hatte
man sich soweit angefreundet, dass der Abschied jedem schwer fiel und auch
Tränen flossen. Es wurden noch zahlreiche Geschenke ausgetauscht und
gegenseitige Einladungen ausgesprochen.
Am Sonntagnachmittag kamen
wir dann alle recht erschöpft, aber glücklich wieder in Hannover an. Die
ganze Gruppe war sich einig: Es war eine tolle Woche, die uns noch lange
Gesprächsstoff und schöne Erinnerungen bringen wird.
Quelle: Titelthema:
Zeitung der Bismarckschule, Ausgabe 13, S. 4 ff. Andre
Feldhaus/Sebastian Ude (12)
Ulrich Wehking:
Kurzer Bericht über
den diesjährigen Schüleraustausch zwischen der Bismarckschule und dem 5.
Lyzeum in Posen - vorgetragen auf der Gesamtkonferenz der Bismarckschule am
4.11.2003

Liebe Schülerinnen und
Schüler, liebe Eltern, liebes Kollegium!
Ich schätze, 20 Jahre
braucht ein Mensch im Durchschnitt, um erwachsen zu werden. Der Weg dorthin
ist voller Widersprüche, Fortschritte, Rückschläge, Widerstände, die zu
überwinden sind, Überraschungen, Loslösungen usw.
20 Jahre alt geworden ist
in diesem Jahr der Schüleraustausch zwischen der Bismarckschule und dem 5.
Lyzeum in Posen. Auch hier gab es Fortschritte und Rückschläge, v.a. in der
mühsamen Anfangsphase, in der z.B. die Widerstände von Seiten der
politischen Bürokratie in Warschau ausgehalten werden mussten. Es gab Eltern
und Geburtshelfer wie Herrn Bauermeister und Herrn Henicz, die Schulleiter
damals 1983, und Herrn Nettelmann, um die wichtigsten zu nennen, die
seinerzeit für das Zur-Welt-Kommen und das Überleben ihres Kindes gekämpft
haben. Es gab positive Überraschungen wie das Jahr 1989, mit dem vieles
leichter wurde. Es gab und gibt Widersprüche: Viele Vorurteile wurden und
werden überwunden, einige aber sind nicht totzukriegen.
Die letzten 8 Jahre des
Erwachsenwerdens habe ich mitbegleitet und war vor 8 Wochen vom 7. bis zum
14. September in Posen zusammen mit Herrn Nettelmann, 14 Schülerinnen und
Schülern und mit Herrn Brockmann, der - sozusagen in offizieller Mission - 2
Tage lang dabei war.
Wieder einmal war es vorher
schwierig, eine ausreichende Anzahl von Schülern zu finden. 15 aus den
Jahrgängen 9 bis 12 sollen es sein. Ein polnisches Gymnasium beherbergt
nämlich nur die Jahrgänge 10 bis 12. Und 15 ist eine ideale Gruppengröße.
Kurz vor Meldeschluss war aber erst ein Häuflein von 8 Wagemutigen
beisammen. Vorurteile? Ängste gegenüber Polen? Falsche Bilder im Kopf?
Bequemlichkeit? Mir scheint, hier stecken wir noch, um im Bild zu bleiben,
in den Kinderschuhen oder bestenfalls in der Pubertät.
Am Schluss kamen dann doch
noch auf wundersame Weise die genannten 14 zusammen.
Für die Aufnahme eines
polnischen Gastschülers im nächsten Jahr hatte sich aber nur die Hälfte
davon bereit erklärt, obwohl das eigentlich selbstverständlich sein sollte.
Immerhin hat sich diese Zahl etwas erhöht. Vor allem einige Jungen waren von
ihren gastgebenden Familien, in erster Linie der Tochter des Hauses, so
begeistert, dass sie ihre Vorbehalte aufgegeben haben. Die Trennung fiel so
schwer, dass eine polnische Schülerin bei unserer Abfahrt nicht rechtzeitig
den Zug verließ, so dass sie bis zur Grenze mitfahren musste.
Es war eine abwechslungs-
und erlebnisreiche, vom Wetter leider nicht immer begünstigte Woche. U.a.
eine Tagesfahrt nach Thorn, den Geburtsort des Nikolaus Kopernikus.
Beeindruckend das
Tanztheater einer Amateurgruppe aus St. Petersburg und ein Konzert in dem
wunderbaren Ambiente der Philharmonie in Posen, in der verschiedene
Musikgruppen aus Schulen in Berlin, Dänemark, Posen, Minsk (Weißrussland)
und Charkow (Ukraine) souverän ihre Kunst darboten: Chor, Streichorchester,
Bigband.
In diesen drei Variationen
wurde auch die heimliche Europa-Hymne „Freude, schöner Götterfunken“
gespielt. Denn in diesem Jahr feiert Posen 750 Jahre Erhalt der
Stadtrechte, und in dieser Woche Anfang September waren Schülergruppen aus
ganz Europa eingeladen mitzufeiern beim sog. European youth meeting.
Am letzten Tag fand ein
Umzug aller Jugendgruppen durch die Straßen Posens statt. Eine
Deutschlandfahne hatten wir dafür mitgebracht. Das darf man heute in Polen –
es war sogar erwünscht.
Aber die Schüler des 5.
Lyzeums hatten T-Shirts mit eigenem Schullogo, wir nicht. 2 pfiffige
Bismärcker – Sebastian Ude und André Feldhaus – besorgten sich daraufhin
übers Internet unser Logo und ließen in einem Copy-Shop 16 T-Shirts für 432
Złoty, das sind 100.Euro, drucken, so dass unsere Herkunft bei dem Umzug
nicht mehr zu übersehen war.
Aber wir haben natürlich
neben all diesen Programmpunkten auch das 20jährige Jubiläum des
Schüleraustauschs gefeiert. Von unseren Gastgebern wurde am Montagmorgen in
der provisorischen Aula mit einer kleinen Feier ein würdiger Rahmen
geschaffen, in dem viele, die an dem Austausch mitgewirkt haben und
mitwirken, geehrt wurden und wir diese Ehrung durch die sehr charmante
Schulleiterin Frau Plotkowiak gern entgegengenommen haben.
Tatsächlich ist der
Austausch in vielerlei Hinsicht längst erwachsen geworden. Da Erwachsensein
aber nicht heißt bzw. heißen darf: Endpunkt einer Entwicklung, Routine,
Stagnation, faule Zufriedenheit oder besserwisserischer Pessimismus, gilt
es, das Programm weiterzuentwickeln. Projektorientierung soll als ein
mögliches Stichwort an dieser Stelle genügen.
Machen Sie, liebe Eltern,
Ihren Kindern Mut, daran teilzunehmen als Gast in Polen und als Gastgeber
hier in Hannover, und unterstützen Sie sie dabei.
Ebenso brauchen wir vor
allem für die Programmgestaltung hier in Hannover weiterhin die finanzielle
Hilfe von Seiten des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes, der Stadt Hannover und
des VEF, denen ich für die bisher geleistete Unterstützung hier danken
möchte.

Frau Plotkowiak überreicht
die Medaillen
Danke! Dziekuje: Ulrich
Wehking
Nachtrag:
Für die erwähnte Ehrung
hatte Herr Kramer, Künstler und Vater eines ehemaligen Schülers des 5.
Lyzeums, eine schöne Medaille entworfen (s. Foto). Ein Exemplar haben Herr
Nettelmann und ich stellvertretend Frau Bauermeister überreicht, die es an
ihren erkrankten Mann weitergegeben hat. Sie hatte die Hoffnung, dass
etwas davon noch an sein Bewusstsein dringt.
Von Hannover nach
Thorn
Deutsch-polnische
Brüderschaft
Karol Suchak, Schüler der
Bismarckschule und Teilnehmer der Austauschfahrt nach Posen im September
2003 interviewt .für die Schulzeitung seinen Bruder Bartosz. der im Sommer
2002 aus Hannover nach Thom zu seinem Vater zurückgekehrt ist und jetzt dort
lebt.
Karol, Bartosz, Frederik
K.: Wie geht es dir denn so nach über einem
Jahr in Thorn?
B.: Eigentlich gut, hätte aber auch besser sein
können.
K.: Fehlt dir hier etwas, was du in Hannover
hattest?
B.: Mir fehlen meine besten Freunde, mit denen
ich die meiste Zeit verbracht hatte.
K.: Wie gefällt dir die Schule in Thorn und wie
sieht es mit deinen Leistungen aus?
B.: Um ehrlich zu sein, die Schule ist hier viel
schwieriger. In jedem Fach wird man jede dritte Stunde mit einem Test
überprüft. Ich habe an zwei von fünf Tagen auch Nachmittagsunterricht, und,
um auf dem Laufenden zu sein, lerne ich täglich mehrere Stunden. Das hat
sich aber ausgezahlt. Ich bin bester Schüler meiner Schule und habe deshalb
ein Stipendium vom polnischen Premier höchstpersönlich bekommen.
K.: Hast du neue Freunde kennen gelernt?
B.: Leider nein. Meine Klassenkameraden sind
sehr oft eifersüchtig, weil ich aus Deutschland komme und vielleicht reicher
bin als sie, was unser Verhältnis zueinander sehr erschwert.
K.: Vermisst du die Bismarckschule?
B.: Ich glaube schon, da dort ein Teil von mir
zurückgeblieben ist
K.: Kehrst du irgendwann nach Deutschland
zurück?
B.: Nein, da ich beschlossen habe, für immer
hier zu bleiben.
K.: Möchtest du noch irgendetwas los werden?
B.: Ja. Ich grüße Fred, Nina, Chris, Daniel, Ude,
Jeve, Son und Shervin. (grinst)
Quelle: Zeitung der
Bismarckschule • Ausgabe 13, S. 5-7 - Karol Suchak (12)
Jerzy Królikowski:
Erinnerungen an den
Schüleraustausch mit der Bismarckschule 1983
Ein Pole blickt in seine
Schulzeit zurück
Der Autor des folgenden
Textes engagiert sich seit 1997 für den Austausch und ist mittlerweile die
Säule bei der Organisation auf polnischer Seite. Jerzy Królikowski hat seine
Erinnerungen für eine Jubiläumsbroschüre, die unserer polnischen Freunde
erstellt haben, aufgeschrieben und erlaubt uns den erneuten Abdruck Als
alles begann, war er Schüler am
5.
Lyzeum.
Der erste Schüleraustausch
zwischen dem V. Liceum und der Bismarckschule hat in der Epoche der Teilung
Europas in zwei verschiedene Systeme stattgefunden. Es herrschte damals auf
unserem Kontinent eine Stimmung des Misstrauens.

In dieser Atmosphäre gab es
zwei Personen, die die Risiken der Organisation eines Schüleraustausches
auf sich nahmen. Das waren auf der polnischen Seite der Schulleiter Roman
Henicz und auf der deutschen Seite der Schulleiter Ulrich Bauermeister.
Sehr viel Mühe haben sich die zwei Deutschlehrerinnen Frau Danuta Szilajtis
und Frau Ludwika Brodlo gegeben, nicht davon zu sprechen, was für die
deutsch polnischen Beziehungen Lothar Nettelmann geleistet hat.
Damals als Schüler hatte
ich keine Ahnung von formalen Prozeduren. Ich hörte nur, dass Gäste aus
Westdeutschland zu uns kommen. Weil ich nur Russisch und Englisch als
Fremdsprachen hatte und dazu ausgerechnet die Deutschen den 2. Weltkrig
begonnen hatten, hatte ich beschlossen, mein Interesse an diesem Ereignis
nicht offen zu zeigen. Aber es ist alles anders als geplant verlaufen ...
Schon am ersten Tag hatte ich dank meines Freundes Mikolaj Pietraszak die
ganze deutsche Gruppe kennen gelernt und mich mit Matthias Hillmann
angefreundet. Es stellte sich heraus, dass alle Jugendlichen sich sehr gut
verstanden, dieselbe Musik hörten, die gleichen Filme sahen und große
Zukunftspläne hatten. Die Gäste schliefen in einem Studentenheim, aber alle
trafen sich auf gemeinsamen Parties. Die Tage des Schüleraustausches
vergingen sehr schnell.
Ein Jahr später - schon
nach dem Abitur wurde ich von Matthias und seinen Eltern nach Hannover
eingeladen! Ausgestattet mit Pass, Visum und 10$ in der Tasche bin ich durch
den Eisernen Vorhang geschritten.
Mit Matthias bin ich bis
zum heutigen Tag gut befreundet - er bekam in diesem Jahr eine Tochter. Ich
besuche seine Familie regelmäßig (schon zweimal am Heiligen Abend). Im Laufe
der Zeit habe ich mein Germanistikstudium an der Adam-Mickiewicz-Universität
in Posen beendet. Ich arbeite jetzt am V. Liceum und organisiere selbst
seit ein paar Jahren den Schüleraustausch nach Hannover.
Das Leben kann eine große Überraschung sein.
Der Austausch geht weiter!
Vom 26. September bis
zum 2. Oktober 2006 besucht uns wieder eine Schülergruppe unserer
Partnerschule in Posen hier in Hannover. Die Gäste sind etwa -16 bis 18
Jahre alt (10. -12. Jg.). Wir suchen noch ein paar Interessierte (ab dem 9.
J g. aufwärts), die bereit sind, einen polnischen Gastschüler oder eine
Gastschülerin in der genannten Woche zu beherbergen. Außer der
Unterbringung und dem Essen entstehen keine weiteren Kosten.
Bitte meldet euch bei Herrn
Kronig, Herrn Nettelmann oder Herrn Wehking!
Zeitung der Bismarckschule •
Ausgabe 13
UNESCO - Aktivitäten an der Bismarckschule im
Schuljahr 2006/07
05. - 09.09.2006 100-Jahr-Feier
der Bismarckschule / 50 Jahre unesco-projekt-schule
Sportfest, Schulfest, Festakt, Ball
Ausstellung und Spendenaktion für Hilfsprojekte
24. - 27.09. 2006 Jahrestagung der
unesco-projekt-schulen in Dillingen (Kb)
06. 11.2006
Tansania-Konferenz (unesco-ag, Hb, Kb, Sbl)
06. - 10.12.2006 Model
United Nations in Berlin [BERMUN] (10 Schüler/innen + Zw)
05. 01. 2007 Treffen der
unesco-ag mit der Schulleiterin der Partnerschule in Tansania
(Hb, Kb, Sbl + 6 Schüler/innen)
10. - 12. 01. 2007 Regionaltagung
der niedersächsischen unesco-projekt-schulen in Hildesheim
21. - 27.01.2007 THIMUN in
Den Haag (Zw und 10 Schüler/innen)
20.02.2007 Tag der offenen
Tür (Kuchenbuffet der unesco-ag für Tansania)
22.02.2007 Besuch der
Regionalkoordinators H.-J. Rickert an der Bismarckschule
(Bro, Hb, Kb und unesco-ag)
ab 15.00
Uhr Sitzung der Arbeitsgruppe der niedersächsischen
UNESCO-Projekt-Schulen
19. 04 . 2007 Arbeitssitzung
in der Treskowschule Hannover (Kb, SBr)
13. 06. 2007 Arbeitssitzung
in Hannover, Hedwigstr. (SBr)
13., 16., 17.07.2007 Projektlage
„Kulturen der Welt“
diverse Ausstellungen von Schülerprojekten zu
UNESCO-Themen und Spendenaktionen
Dörte Kolbe:
Von der Modellschule zur
unesco-projekt-schule

Die Bismarckschule war 1956
eine der ersten UNESCO Modellschulen und die erste in Niedersachsen.
Diese Tatsache wird bei Regional- und Jahrestagungen beinahe ehrfurchtsvoll
zur Kenntnis genommen, ist aber allein noch kein Qualitätsmerkmal, sondern
eher eine ständige Herausforderung. Der folgende Beitrag will versuchen, die
Entwicklung und einige Schwerpunkte in der UNESCO-Arbeit aufzuzeigen.
Internationale Zusammenarbeit im Bereich der Erziehung, Wissenschaft und
Kultur war das ursprüngliche Ziel der UNESCO, und – nomen est omen –
die Modellschulen sollten mit ihren Unterrichtsmodellen einen Beitrag zur
Völkerverständigung leisten, indem sie Themen in ihre Curricula aufnahmen
wie Ausländer in unserer Stadt, Indien, Der Islam, Lateinamerika zwischen
gestern und morgen, die dann einen gewissen Vorbildcharakter für andere
Schulen bekommen sollten. Bereits in den 1960er Jahren gab es neben den
Unterrichtseinheiten die ersten Hilfsaktionen für unterentwickelte
Länder, meist in Form von Spendenaufrufen. Im Vordergrund standen jedoch
die Partnerschaften mit Schulen im Ausland wie z.B. den USA, der Türkei,
Frankreich, Finnland und Polen. In zwei bis zweijährigem Wechsel fanden
Besuche und Gegenbesuche statt, wobei die Schüler und Schülerinnen in den
Gastfamilien wohnten, am Unterricht der jeweiligen Partner teilnahmen und
natürlich in einem Ausflugsprogramm Eindrücke vom Land gewinnen konnten.
Eine weitere Gelegenheit für Bismarckschü1er mit Schülern aus aller Welt
zusammenzutreffen, ist seit vielen Jahren die MUN-AG. In mehreren Städten
wie Berlin, Den Haag, Dublin oder Athen werden
Modell-UN-Versammlungen als Rollenspiel abgehalten, und jede
teilnehmende Schule vertritt ein ihr zugeteiltes Land. An anderer Stelle
wird auf diese Veranstaltungen genauer eingegangen.
Seit den 80er Jahren des
20. Jahrhunderts verlagerte sich der Schwerpunkt der UNESCO-Arbeit an der
Bismarckschule eindeutig hin zu den Eine-WeIt-Projekten, und es
wurden Patenschaften in der so genannten 3. Welt ins Leben gerufen. Immer
waren und sind es dabei die Kinder, für die sich unsere Schule besonders
engagiert: die Fundacion Gabriel in La Paz, Bolivien, ein
Westfälisches Kinderdorf in Peru, ein Heim in Addis Abeba,
Äthiopien und seit einem Jahr die MSAFIRI-Primary-School in Tansania,
deren Aufbau wir unterstützen. Für einen Jungen und ein Mädchen haben wir
fur sechs Jahre die Patenschaft übernommen, indem wir ihr Schulgeld
bezahlen. Vielleicht kann eine Gruppe Schülerinnen und Schüler der unesco-ag
im nächsten Jahr der Schule in Tansania einen Besuch abstatten. Das wäre das
erste Mal, dass sich ein wirklich persönlicher Kontakt zu einem
Patenschaftsprojekt entwickeln könnte, nachdem es bisher nur Briefe, Fotos
und e-Mails gegeben hat.

Ermöglicht werden alle
finanziellen Hilfen durch Aktionen wie Sponsorenläufe, Spenden, eine Tombola
oder Einnahmen bei Schulfesten. Spontane Spenden-Aktionen haben z.B. während
des Bosnienkrieges und der Flutkatastrophe an der Elbe 2002 stattgefunden.
Die Bismarckschule nimmt
regelmäßig mit großem Erfolg den Internatonalen Projekttagen der
unesco-projektschulen teil, die 1996 ins Leben gerufen wurden, als sich der
Reaktorunfall in Tschernobyl zum zehnten Mal jährte. Damals war die
zukünftige Energieversorgung das Thema. Es folgten Themen wie
Menschenrechte, Begegnung der Kulturen und Lebenselixier Wasser.
Schüler und Schülerinnen,
die sich engagieren wollen, bekommen durch die UNESCO- Arbeit auch die
Möglichkeit, an Workshops teilzunehmen, bei denen sie mit Schülern aus
anderen Ländern an einem Thema arbeiten können. Das Baltic Sea Project
soll hier stellvertretend für alle genannt werden: Gruppen aus den
Anrainerstaaten der Ostsee treffen sich regelmäßig, um sich wissenschaftlich
aber auch künstlerisch mit der Geschichte und den Problemen der Ostsee
auseinander zu setzen.
Ein neuer Themenbereich
entstand nach den Ereignissen vom 11. September 2001: die niedersächsischen
unesco-projekt-schulen initiierten einen so genannten
europäisch-arabischen Dialog, da sie dem drohenden Religionskonflikt
zwischen Islam und Christentum durch Gespräche und Begegnungen entgegen
treten wollten. Seitdem fanden in Bonn, Lüneburg, Hannover und Göttingen
Tagungen mit Lehrern und/oder Schülern statt, die einen Workshop in
Tripoli, Libanon, im November 2005 vorbereiteten. Das Ergebnis ist ein
Internetmagazin mit Informationen über die teilnehmenden Länder -
Deutschland, Libanon, Palästina und Jordanien auf Englisch und Arabisch.
Ein Thema, das die
UNESCO-Arbeit in den nächsten Jahren erheblich beeinflussen wird, ist die
von der UNO ausgerufene Dekade der Nachhaltigkeit, in der es um den
Umgang mit Rohstoffen, erneuerbare Energien und die Versorgung aller
Menschen mit gesunden Nahrungsmitteln und sauberem Trinkwasser gehen wird.
Die Herausforderungen,
denen sich eine Schule - und im besonderen Maße eine unesco-projekt-schule -
stellen muss, sind vielfältig. Ohne das Engagement der gesamten
Schulöffentlichkeit - Lehrer, Eltern und S chüler-ist UNESCO-Arbeit nicht
möglich, da sie Zeit, Organisationstalent und auch Geld kostet. Der Erfolg
ist jedoch nicht mit Geld zu bezahlen: wir machen viele Menschen in fremden
Ländern glücklich und geben ihnen eine Zukunftschance, und wir erziehen
junge Menschen an der Bismarckschule zu toleranten und vorurteilsfreien
Menschen, die sich für andere Menschen, ein friedliches Miteinander in der
einen Welt und die Umwelt einsetzen.
Dörte Kolbe, UNESCO –
Koordinatorin, [Fotografien: Paul Hentschel]
Quelle:
Festschrift: 100 Jahre Bismarckschule Hannover. Festwoche 4.-9. September
2006.
Erschienen in der Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am
Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. Hannover 2006.
Bernd Zwick:
The object of the MUN is to seek, through
discussions, negotiations, and debate, solutions to· the various problems of the
world, dealing with economic, social, environmental and cultural issues. The
young delegates, in seeking solutions to these problems, can learn to break
away from national interests and to develop true international cooperation.
It gives them the opportunity to experience the work of the United Nations
and to get to know the world of diplomacy.
Dieses Zitat aus der
Einladung zu einem MUN-Treffen in Oldenburg fasst sehr gut das Ziel
der MUN-Arbeit zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in San
Franzisko die Vereinten Nationen (UN) mit Sitz in New York
gegründet. Mittlerweile sind fast alle Länder der Erde Mitglied dieser
Organisation, deren Aufgabe es u. a. ist, bewaffnete Konflikte, wo immer sie
auftauchen mögen, einzudämmen, für die weltweite Durchsetzung der
Menschenrechte zu sorgen und Maßnahmen zum Umweltschutz vorzuschlagen bzw.
zu unterstützen. Genau diese Arbeit wird von den Schülern in der MUN-AG
simuliert.
Erstmalig im Jahre 1988 ist
eine Delegation der Bismarckschule nach Den Haag gereist um an der
dortigen MUN-conference teilzunehmen. Unser ehemaliger Kollege Herr
Waßmann hatte den Tipp von einer Kollegin aus Wentorf bei Hamburg
erhalten. Seinerzeit kamen ca. 1500 Schüler aus 65 Nationen im
Congresgebouw von Den Haag zusammen. In der Zwischenzeit ist die Zahl
der teilnehmenden Schüler von Schulen aus aller Welt auf ca. 4500 gestiegen
und der Veranstaltungsort an seine Grenzen gestoßen. Aus dem Raum Hannover
sind außer der Bismarckschule auch das Gymnasium Isernhagen, die
Käthe-Kollwitz-Schule und das Kurt-Schwitters-Gymnasium jedes
Jahr mit je einer Delegation bei den THIMUN (The Hague Model United
Nations) vertreten. Seit 1993 nehmen wir jeweils im November jeden
Jahres an der MUN in Berlin (BERMUN) teil. Auch diese Veranstaltung ist
stetig gewachsen, von ursprünglich ca. 120 Teilnehmern auf ca. 600 in 2005.
Für die Bismarckschüler gilt BERMUN als Vorbereitung auf in der letzten
Januarwoche stattfindenden THIMUN.
MUN-Veranstaltungen werden
mittlerweile von vielen Schulen
weltweit angeboten. Wir erhalten regelmäßig Einladungen aus Kairo, Sankt
Petersburg, Neu Delhi, Paris, Dublin etc. Zusätzlich zur Teilnahme an
THIMUN und BERMUN waren wir in den letzten Jahren, auf Grund des dringenden
Wunsches unserer MUN-AG-Teilnehmer, auch an MUN-Konferenzen in Haarlem
(bei Amsterdam, 1999, 2000), in der Deutschen Schule Athen
(Herbst 2001) und in der St. Andrews Schule von Dublin (Osten
2003) mit Delegationen vertreten.
Die zu vertretenden Länder
werden den Schulen drei Monate vor der Konferenz zugelost. Es ist schon
spannend, sich in die Rolle eines Delegierten eines Landes wie Papua Neu
Guinea, Belize, Griechenland oder Ecuador zu versetzen und als
solcher die Sicht des Landes zu den jeweiligen Themen zu vertreten. Hierzu
bedarf es einiger Vorarbeiten (research work) für das Erstellen von
Resolutionsentwürfen (draft resolutions), die die Grundlage für die
Debatten bei den MUN-Konferenzen sind. Es geht darum, mit den Delegierten
anderer Länder in den jeweiligen Komitees einen Konsens zu finden. Die
Debatten in den Kommissionen und Komitees werden von Schülern, die sich um
die jeweiligen Posten bewerben müssen, geleitet.
Seit einigen Jahren werden
parallel zu der MUN-Vollversammlung auch Sitzungen des Internationalen
Gerichtshofs (ICJ) abgehalten. Nur .besonders engagierten und motivierten
Schüler gelingt die Aufnahme in dieses exklusive Gremium. In den letzten
Jahren war die Bismarckschule sowohl in Berlin als auch in Den
Haag mit Anwälten als auch Richtern im ICJ vertreten.
Die Konferenzsprache ist
grundsätzlich Englisch, was für die Nicht-Muttersprachler eine zusätzliche
Herausforderung darstellt, zumal ein großer Teil der Delegierten aus
englischsprachigen Ländern kommt. Besonders beim Lobbying, das den
eigentlichen Debatten vorausgeht, bietet sich den Schülern die Möglichkeit,
in direkten Kontakt mit Schülern anderer Länder in Nationalitäten zu kommen
und sich mit ihnen nicht nur über die Themen der Vereinten Nationen
auszutauschen. Es ist noch zu erwähnen, dass alle Delegierten und ihre
Betreuer während der Konferenz dem sogenannten Dress Code unterliegen, das
heißt: sie müssen in angemessener Kleidung (Anzug, Krawatte, Kleid)
auftreten, was dem Ganzen einen eindrucksvollen äußeren Rahmen gibt.
Wichtiger als gute oder
sehr gute Englischkenntnisse für die Teilnahme an der AG und den Konferenzen
ist das grundlegende Interesse, sich mit internationalen Problemen und
Konflikten auseinanderzusetzen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, was
in gutem Einklang mit den Erziehungszielen der Bismarckschule als
UNESCO-Projekt-Schule steht. Die Teilnahme an der AG wird für Schüler ab
Klasse 10 empfohlen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass, wer erst einmal „Blut
geleckt“ hat, bis zum Ende seiner Schulzeit dabeibleibt und sich auch um den
Nachwuchs kümmert. Die Erfahrungen werden von Schülergeneration zu
Schülergeneration weitergegeben.
Die Aktivitäten der MUN-AG
werden dankenswerterweise jedes Jahr von dem Verein der Eltern und
Förderer der Bismarckschule (VEF) finanziell unterstützt und auch die
Stadt Hannover leistet einen kleinen Beitrag, so dass die Kosten für die
Schüler etwas gesenkt werden können.

THIMUN 2006
Quelle:
Festschrift: 100 Jahre Bismarckschule Hannover. Festwoche 4.-9. September
2006.
Erschienen in der Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am
Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. Hannover 2006.
Jutta Halstenberg:
Die Bismarckschule ist auch
eine BSP-Schule. Ziele des Baltic Sea Projects sind enviromnental
awareness, international co operation, solutions, sustainable Development.
Wesentliche Programme sind Water quality, Air quality, Rivers, Bird
Ecology, BSP-Coast Watch, Phenological Studies, Enviromnental history.
Hierzu finden Sommercamps statt, an denen Schülerinnen und Schüler der
BSP-Schulen aus allen Ostseeanrainerstaaten teilnehmen. In Workshops können
sich die Jugendlichen in wissenschaftlicher, kultureller und künstlerischer
Weise mit dem Ökosystem Ostsee auseinandersetzen, größtenteils in englischer
Sprache. Von dem BSP Sommercamp 1998 in Timmendorfer Strand an der Ostsee
wurde die Idee des Korkensammelns in unsere Schule getragen. Seither wurden
schon mehrere Korken-Sammelaktionen an der Bismarckschule durchgeführt. Das
Motto des Sommercamps im August 2002 in Rostock, Warnemünde,
Markgrafenheide lautete: Ein Raum zum Leben – ein Lebensraum. Auch hier
war die Bismarckschule mit einigen Schülerinnen und Schülern vertreten. Im
Juni 2003 hat die unesco-ag der Bismarckschule an der Abschlussveranstaltung
Yesterday – Today – Tomorrow, zum Thema. Environmental history, der
deutschen General-Koordination des Ostseeprojektes teilgenommen. Über 300
Jugendliche trafen sich auf dem Koppelsberg bei Plön, um in den Workshops
gemeinsam zu arbeiten, aber auch Freizeit miteinander zu verbringen. Ern
besonderes Highlight war sicherlich die Performance des Workshops Sounds,
Rhythms & Performance. Das nächste Sommercamp ist in Planung.
Quelle:
Festschrift: 100 Jahre Bismarckschule Hannover. Festwoche 4.-9. September
2006.
Erschienen in der Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am
Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. Hannover 2006.
Gerhard Voigt:
Eine Vorstellung
Der UNESCO-Club für die
UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V., wurde vor bald
drei Jahrzehnten von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern und
Vertretern der Elternschaft gegründet um die Arbeit der Bismarckschule
Hannover als UNESCO-Projekt-Schule zu unterstützen und ihr breitere
Öffentlichkeitswirksamkeit zu verschaffen.
Damals bezeichneten sich
die Schulen, die seit der frühen Nachkriegszeit erste Chancen
internationaler Kontakte erproben wollten und sich an den interkulturellen
Zielen der UNESCO orientierten, als UNESCO-Modellschulen. Die Bismarckschule
Hannover gehörte zu den ersten Schulen in Deutschland, die sich in den
fünfziger Jahren diesem internationalen Verbund anschlossen.
Wir sehen darin eine frühe
Form der Profilbildung und der Entwicklung eines Schulprogramms, wie es
heute als Forderung an die Schulen gestellt und als aktuelles
schulpolitisches Konzept vertreten wird.
Der Modellcharakter dieser
Schulen war erfolgreich. Viele Schulen sind in der Zwischenzeit
internationale Schulpartnerschaften eingegangen, konzentrieren sich auf
Patenschaften mit Schulen und Projekten in der »Dritten Welt« und pflegen
regelmäßigen Schüleraustausch.
Die UNESCO-Projekt-Schulen
konzentrieren sich seither wieder auf besondere Projekte, die über den
Schulalltag hinausgehen: Projekttage zur Friedenserziehung, Internationale
Ökologische Verantwortung, Internationale Projekte zu Lage der Kinder und
Jugendlichen ... Darüber wird an andere Stelle dieser Publikation von der
UNESCO-AG der Bismarckschule Hannover ausführlicher berichtet. Wiederum
sollen diese Projekte in der Öffentlichkeit Wirkung zeigen und das
Bewusstsein für die Probleme einer interkulturellen Gesellschaft und die
politischen und sozioökonomischen Veränderungen durch die Globalisierung und
Universalisierung fördern helfen.
Der UNESCO-Club für die
UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.v., schafft eine Basis
dafür,
-
um unabhängig vom
laufenden Schulalltag Öffentlichkeitsarbeit für die interkulturelle
Bildung und für die Schulpartnerschaften der Bismarckschule Hannover zu
leisten,
-
um Vorträge und
andere Veranstaltungen in der Schule und an außerschulischen Lernorten
organisieren zu können,
-
um durch Tagungen
und Fortbildungsveranstaltungen die Konzepte des interkulturellen Lernens
weiter zu entwickeln,
-
um für
Dritte-Welt-Partnerschaften auch die Möglichkeit einer rechtlich
einwandfreien finanziellen Abwicklung von Fördermaßnahmen zu sichern,
-
um ehemalige
Angehörige der Schule und Freunde und Förderer der internationalen Arbeit
der Bismarckschule Hannover in die UNESCO-Projekt-Schul-Arbeit mit
einzubeziehen und
-
um Kontakte zu
anderen UNESCO-Clubs und anderen Institutionen der interkulturellen
Bildung zu pflegen.
Die Schriftenreihe
Seit einigen Jahren wird
die Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee,
Bismarckschule Hannover, e. V. herausgegeben, deren Hefte im Buchhandel
zu beziehen sind. Im Mittelpunkt stehen Berichte aus der Arbeit der
Bismarckschule Hannover als UNESCO-Projekt-Schule z. B. über Studienfahrten
oder Austauschfahrten. Aber auch allgemeine Publikationen über
Interkulturelle Bildung als Ergebnis von Tagungen finden sich im
Veröffentlichungsprogramm. Gerade ist eine Kooperationsvereinbarung mit der
Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hannover eV getroffen worden, nach der
Buchpublikationen über das Deutsch-Polnische Verhältnis als Sonderhefte in
die Schriftenreihe des UNESCO-Clubs aufgenommen werden. Mit der
Deutsch-Polnischen Gesellschaft verbindet die Bismarckschule Hannover eine
jahrzehntelange gemeinsame Arbeit und Kooperation, die über die lange
existierende Schulpartnerschaft der Bis-marckschule Hannover mit einer
Oberschule in Poznanl Posen weit hinausgeht.
Ebenfalls wird eine Kooperation mit der
Deutsch-Türkischen Vereinigung zum sozial- und geisteswissenschaftlichen
Austausch (DTA), Hannover, die von Angehörigen des Soziologischen
Instituts der Universität Hannover ausgeht, entwickelt, die die
Schulpartnerschaft der Bismarckschule Han~over mit der Istanbul Lisesi
(Deutsche Abteilung, Türkische Web-Site) inhaltlich einbindet und
organisatorisch unterstützt (Türkei-Studienfahrt in den Osterferien 2005).
Der Vertrieb der Publikationen des UNESCO-Clubs hat von Anfang an der
Verband der Politiklehrer e.v., Hannover, übernommen, der sich den
interkulturellen Zielen des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee,
Bismarckschule Hannover, eV, verbunden sieht und durch den gemeinsamen
Vertrieb Synergieeffekte realisieren kann.
Mitgliedschaft
-
Mitglieder des
UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover,
e.v., sind:
-
Schülerinnen und
Schüler der Bismarckschule Hannover
-
ehemalige
Schülerinnen und Schüler der Bismarckschule Hannover
-
Lehrerinnen und
Lehrer der Bismarckschule Hannover
-
Mitglieder aus der
Elternschaft der Bismarckschule Hannover
-
Freunde und Förderer der
UNESCO-Projekt-Schul-Arbeit der Bismarckschule Hannover.
Aktuelle Arbeit des UNESCO-Clubs für die
UNESCO-Schule am Maschsee
Die Berichte aus der Arbeit des UNESCO-Club für
die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.v., werden ebenso
im Rahmen einer Internet-Seite veröffentlicht wie der Rechenschaftsbericht
des Vorstandes und eine Auswahl der Publikationen aus der Schriftenreihe des
UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, eV
Im Schuljahr 2001/2002 konnte der UNESCO-Club
für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, eV, seine Arbeit
auf eine breitere Basis stellen, da die Bismarckschule Hannover im
InfoSCHUL-Projekt des BMfB+F im Schulverbund Hannover einige Zeit
mitarbeitete und hier die Arbeitsergebnisse zum gewählten Projektthema
Länderübergreifende elektronische Partnerschaften auf der Web-Site des
UNESCO-Clubs (http://www.UNESCOClub-Hannover.de) vorgestellt und
dokumentiert hat. Diese Berichte sind von den beteiligten Schülerinnen und
Schüler erstellt. Sie werden durch Bilder und Graphiken aus dem
Arbeitszusammenhang des InfoSCHUL-Projektes unterstützt. Der Sinn dieses
InfoSCHUL-Projektes war es, die Kompetenz der teilnehmenden Sc~ulen in der
unterrichtlichen Nutzung von Computern zu stärken und durch Tagungen und
Schulungen einen bundesweiten Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Aus
Kostengründen haben sich die hannoverschen Schulen nur im genannten
Projektabschnitt beteiligen können, doch hat auch die Bismarckschule
Hannover von den Anregungen und der Vermittlung von Software und Hardware
profitieren können. Zur endgültigen Implantierung dieser neuen Technologien
wäre aber eine längere Projektdauer nützlich gewesen.
Folgende Projekte sind im Rahmen der InfoSCHUL
II-2 - Arbeit durchgeführt worden:
Begegnung mit
Polen
Der Erdkunde-Leistungskurs der Klassenstufe 13
beschäftigte sich 2001/02 mit den Transformations-Prozessen in Polen und
Osteuropa, mit der Geschichte und Geographie dieses Raumes und insbesondere
mit der Kulturregion Galizien im grenzübergreifenden Kontext von Polen und
der Ukraine. Vertieft wurde diese Arbeit durch eine Studienfahrt nach Krakow
im Herbst 2001, die auf den oben schon erwähnten Internet-Seiten des
UNESCO-Clubs dokumentiert worden ist.
Der Ostseeraum
Der Erdkunde-Grundkurs der Klassenstufe 12 mit
dem Thema Stadtgeographie veranstaltet einen »Workshop« in Lübeck, bei dem
im Anschluss an das Baltic Sea Project der UNESCO-Projekt-Schulen über die
Möglichkeiten der geographischen Erfassung der Ostseeverbindungen in
Geschichte und Gegenwart und ihre Umsetzung in heutige Kommunikationsformen
im Rahmen des InfoSCHUL-Konzeptes gearbeitet wird.
Stadtgeographischer „Workshop“ in Lübeck
Der Erdkunde-Grundkurs der Klassenstufe 12 mit
dem Thema Stadtgeographie veranstaltet einen »Workshop« in Lübeck, bei dem
im Anschluss an das Baltic Sea Project der UNESCO-Projekt-Schulen über die
Möglichkeiten der geographischen Erfassung der Ostseeverbindungen in
Geschichte und Gegenwart und ihre Umsetzung in heutige Kommunikationsformen
im Rahmen des InfoSCHUL-Konzeptes gearbeitet wird.
Türkei als Partner Europas
Eine Schülergruppe der
Türkei-Arbeitsgemeinschaft der Bismarckschule Hannover wollte in den
Osterferien 2002 eine Studienfahrt in die Türkei unternehmen, die leider aus
Kostengründen storniert werden musste. Erst nach Ablauf des
Info-SCHUL-Projektes 2002 konnte 2005 mit Kontakten und einer erfolgreichen
Türkei-Reise wieder an dieses Projekt angeknüpft werden. Aufgegriffen wurde
dieser Arbeitsschwerpunkt mit einer erneuten Verbindung mit unserer
türkischen Partnerschule, der İstanbul Lisesi, über eMail-Kontakte während
unserer Projektwoche im Sommer 2005.
Zur Geschichte und Gegenwart des
UNESCO-Clubs
Die Anregung zur Gründung
von UNESCO-Clubs kam von der UNESCO in Paris selbst und wurde von der
Deutschen UNESCO-Kommission (DUC) propagiert. Sehr früh fühlte sich die
Bismarckschule Hannover als UNESCO-Modellschule von dieser Initiative
angesprochen und gründete unter tatkräftiger Initiative des damaligen
UNESCO-Betreuers Herrn Dr. Kalthoff den UNESCO-Club für die
UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e. V. als
rechtsfähigen eingetragenen Verein mit gemeinnützigem Status.
Erst im Laufe der Zeit
wurde uns unsere Sonderstellung bewusst, dass wir der einzige UNESCO-Club in
Deutschland waren, der personell und institutionell mit einer Schule
verknüpft war. Das hatte und hat Vor- wie Nachteile. Auf der einen Seite ist
das Reservoir der inhaltlichen Aktivitäten an einer UNESCO-Projekt-Schule
erheblich größer und teilweise auch öffentlichkeitswirksamer als in einem
frei schwebenden ideellen Verein. Unsere Bilanz der Aktivitäten ist daher
zeitweise auch beeindruckend gewesen (könnte aber aktuell wieder erheblich
verstärkt werden). Auf der an~deren Seite musste die Satzung des Vereins die
beratende Vorstandsmitgliedschaft der Schulorgane der Schulleitung, Eltern-
und Schülerschaft hinnehmen, um in der Schule selbst als schulische
Organisation wirken zu können und die Ressourcen der Schule in Anspruch zu
nehmen. Es kam und kommt jetzt darauf an, in welchem Maße die Schulorgane
sich mit den Zielen und Möglichkeiten der UNESCO-Arbeit identifizieren, ob
diese enge Verzahnung als Transmissionsriemen zwischen Schule und
Öffentlichkeit wirkt oder eher als Hemmnis und retardierende
Aktivitätsbremse. Dafür ist immer wieder aufs Neue Aufklärungs- und
Überzeugungsarbeit zu leisten. Positiv in diesem Sinne war es, dass vor
wenigen Jahren die Deutsche UNESCO-Kommission auch die UNESCO-Clubs neue
aufgestellt hat und in verstärkte gegenseitige Aufmerksamkeit durch
Erfahrungsaustausch, Kommunikation und ein offizielleres Erscheinungsbild
bringt. Seither firmiert der UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee,
Bismarckschule Hannover, e. V. parallel auch als UNESCO-Club Hannover und
kann als solcher auch auf seiner Web-Site erreicht werden
(http://www.unesco-club-hannover.de). wobei der Aufruf
http://www.unesco-club-bismarckschule.de ebenso weiterhin zum
Internetauftritt des Clubs führt. Inhaltlich bedeutet das aber, dass unser
UNESCO-Club nach Prüfung von Satzung, Programm und Aktivitäten als geeignet
erscheint, als UNESCO-Club auch die Region zu vertreten, was aber auch
bedeutet, dass Mitglieder aufgenommen werden können, die nicht in
unmittelbarer Beziehung zur Bismarckschule Hannover stehen. Damit ist
verbunden die offizielle Genehmigung, die UNESCO-Signets in den eigenen
Schriften und Internet-Auftritten zu verwenden.
Bis hierhin war es ein
langer Weg, an dem sich eine Vielzahl von Personen aktiv und bemüht
beteiligt haben. Die besondere Bedeutung von Dr. Kalthoff, Englisch-
und Geschichtslehrer der Bismarckschule Hannover, bei der Gründung des
UNESCO-Clubs wurde schon hervorgehoben. Später wurden auch Schülerinnen und
Schüler. in der Vorstandsarbeit tätig. So bemühte sich einige Jahre die
Schülerin – später ehemalige Schülerin – Şehnaz Çelik als Vorsitzende
besonders um den Arbeitsschwerpunkt Türkei und begleitete eine Reisegruppe
auch auf einer Austausch- und Studienfahrt in die Türkei.
Im Laufe der Zeit ergaben
sich dann wechselnde Arbeitsvorhaben und Schwerpunkte, die meist aus der
Schule heraus initiiert worden sind. So konnte die ehemalige Kollegin
Bärbel Tasch für einige Zeit ein vom UNESCOClub mit betreutes
Kontaktprogramm zu einer Schule in Oulu/Finnland aufbauen, worüber
der UNESCO-Club ein Berichtsheft vorgelegt hat.
Bis heute hat eine
Patenschaft mit dem Hospital San Gabriel in La Paz / Bolivia Bestand
und fruchtbare helfende Erfolge, über die in regelmäßigen Abständen
ausführlich berichtet wird. Diese Berichte werden auch auf unserer
Internet-Seite publiziert.
Nur am Rande beteiligt war
der UNESCO-Club bei einigen größeren privat organisierten Ferienreisen mit
Schülerinnen und Schülern der Bismarckschule Hannover nach Skandinavien,
Nordafrika, in den Iran und in den Nahen Osten, über: die
Berichte in der Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am
Maschsee, Bismarckschule Hannover, e. V., erscheinen konnten, die neuerdings
wieder auf unseren Internet-Seiten nachzulesen sind.
Die gesamte Arbeit ist
jedoch geprägt von dem Nebeneinander von schulinterner UNESCO-AG, um die
sich vor allem bis heute die Kolleginnen Dörte Kolbe und Jutta
Halstenberg kümmern und verdient gemacht haben, mit der eigentlichen
Club-Arbeit, in der sich dann auch vor allem die Kollegen Ulrich Wehking
mit der Betonung des Schwerpunktprogramms der Polen-Kontakte und daneben
der Dritte-WeIt-Arbeit – parallel zum leider nicht mehr fortgeführten
Dritte-Welt-Laden, der seinen offiziellen Status auch über den UNESCO-Club
erhalten hatte – und Günter Fuchs engagierten, der bis heute die
finanzielle Geschäftsführung inne hat. Augenblicklich ist der Verfasser
dieser Zeilen Vorsitzender des UNESCO-Clubs, wünscht sich aber aus
Altersgründen einen baldigen Nachfolger, um sich für die nächsten Jahre auf
einige inhaltliche Arbeitsschwerpunkte auch nach seiner Pensionierung
konzentrieren zu können, so auf die Verstärkung der Internet-Präsenz und vor
allem die Fortführung der Türkei- und Orientkontakte.
Quelle:
Festschrift: 100 Jahre Bismarckschule Hannover. Festwoche 4.-9. September
2006.
Erschienen in der Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am
Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. Hannover 2006.
liebe
ProjektleiterIinnen,
hier noch einige
wichtige Informationen für das Vorbereitungstreffen am 02. Juli (7.Stunde)
sowie für die Projekttage selbst.
-
Die Arbeitszeit für die Projekte ist von 8:00
bis 13:00 Uhr. Der Gong wird während der Projektwoche abgestellt, so dass
jede Gruppe ihre Zeit selber einteilen kann. Deswegen und weil einige
Projekte Exkursionen machen, ist eine genaue Zählung der Stunden für die
Kollegenfinnen nicht möglich. Wir nehmen deshalb die Projekttage aus der
normalen Stundenzählung heraus, wohl wissend, dass das für einige
Mehrarbeit bedeutet. Für Ihren Einsatz danke ich Ihnen schon jetzt.
Nachmittagsunterrichte, auch für die GanztagsschülerIinnen fallen aus.
-
Jede/r ProjektleiterIin bekommt einen
Tagebuchbogen und eine Anwesenheitsliste über die Teilnehmerfinnen, die
bitte während der Woche ausgefüllt werden sollen. Wenn eine Gruppe eine
Exkursion macht, muss wegen der Versicherung ein normaler Exkursionsantrag
ausgefüllt und bei mir (Sbl) abgegeben werden. Die Abmeldung ist auch
deshalb wichtig, damit wir über den Aufenthalt der Schülerlinnen
informiert sind. Die normale Anwesenheitsregelung (fehlende Schülerinnen
und Schüler im Sekretariat melden) gilt weiter.
-
Der Raum 01 (Sbl) wird das zentrale
Projektbüro, in dem eine Organisationsgruppe sitzt. Dort sollen während
der Projektwoche alle wichtigen Informationen zusammenlaufen, u.a. auch
die Verteilung der Computerplätze und der Medien.
-
Material in kleineren Mengen kann gegen
Quittung gekauft und bei Frau Hages abgerechnet werden. Bei größeren
Beträgen bitte vorher anfragen. Wir haben auch festes Papier in größeren
Formaten aus Beständen der Tellkampfschule vorrätig. Eine Kopierkarte kann
im Projektbüro geholt werden. Bitte insgesamt sparsam mit Material
umgehen!
-
Der Dienstag, der 17.07. ist als
Präsentationstag geplant. Die Projektgruppen präsentieren ihre
Ergebnisse von 10:00 bis 13:00 Uhr entweder in ihren Räumen oder
bei einer Vorführung in der Aula für die Schulöffentlichkeit. Da wir in
diesem Jahr aber nur drei Tage zur Verfügung haben, können einzelne
Projekte, bei denen' es nötig ist, auch am Dienstag noch weiter arbeiten.
Bitte bis Montag, den 16.07., 12.00 Uhr die geplanten Präsentationen im
Projektbüro anmelden!!
-
Die Cafeteria ist während der Woche
durchgehend geöffnet. Auch das Mittagessen für die Ganztagsschülerlinnen
läuft weiter.
Mit Ihrer Hilfe wird die
Projektwoche hoffentlich zu einer guten Erfahrung für uns alle und zeigt,
dass Lernen außerhalb des normalen Rahmens funktioniert und Spaß macht.
Viele Grüße
Karin Schibel
Hannover, den 11.06.07
|
Nr. |
Titel |
Kurze Beschreibung |
Leiter/in |
Besonderheiten |
|
1 |
E·Kultur |
Interkulturelles Verhalten Im Internet |
Matthias (Jg.12) |
|
|
2 |
Musik-Kultur |
Traditionelle Musik der einzelnen Kontinente |
Duygu, Stefania (Jg.12) |
|
|
3 |
Fußballgeschichte |
|
Bobo (Jg. 12) |
Sportzeug |
|
4 |
Fußball als Weltspiel |
Theorie und Praxisteil |
Dwt |
|
|
5 |
Russisches Essen |
Geschichtlicher Hintergrund und Praxis |
Anastasia (Jg. 12) |
|
|
6 |
Klettern |
Kultureller Zusammenhang zwischen Menschen |
Irina (Jg. 12) |
Exkursion |
|
7 |
Tierschutz In Australien |
|
Alexandra, Tom (Jg. 12) |
|
|
8 |
Kulturelle Herkunft der Sternbilder |
|
Thomas (11 d), Brm |
Planetarium |
|
9 |
Leibnitz |
Geschichte eines Universalwissenschaftlers |
Maryam (11 d) |
|
|
10 |
Rock und Punk |
|
Silke (11 d) |
|
|
11 |
Frankreich als Modekultur |
|
Angelique (11 b) |
|
|
12 |
Biergeschichte Deutschlands |
|
Michi;Sk, Chrlstoph, Henning (11 c) |
Exkursion |
|
13 |
Körperkommunikatlon |
|
Konfliktlotsen Katharina Svenja |
|
|
14 |
Skandinavien |
|
Bm |
|
|
15 |
Das Leben der Eskimos |
|
Beg, HiI, Kar |
|
|
16 |
Technische Errungenschaften des Morgenlandes |
|
Fra, SI |
|
|
17 |
Russische Kultur vor 1914 |
Architektur und Bildende Kunst |
Ve |
|
|
18 |
Afrikanische Kunst und Kisuaheli |
|
Hb |
|
|
19 |
Kochbuch der Kulturen der Bismarckschule
Hannover |
|
Kda; Klm, Ws |
|
|
20 |
Einblicke In die Kultur Andalusiens |
|
Dre, Hee, Gar |
|
|
21 |
Made In Germany • Aktuelle Kunst aus
Deutschland |
Workshops im Kunstverein und/oder
künstlerische Arbeit In der Schule; In Auseinandersetzg. mit aktuellen
Kunstströmungen |
Rü, Kke |
Besuch der Ausstellungen. Ggf.
Materialkostenbeitrag |
|
22 |
Von fremden, Ländern und Menschen |
Gamelan·Musik in Zusammenarbeit mit der
Hochschule für Musik |
Kg, Goy, Je |
|
|
23 |
Chinesische Kultur erleben |
Schriftzeichen, schreiben, kochen, mit
Stäbchen essen, Musik machen u.V.m |
Pp, Frau Lu |
|
|
24 |
Trommeln für Anfänger |
Afrikanische, Trommelrhythmen und Gesänge
kennenlernen, evtl. Landeskunde |
Sy. Zb |
|
|
25 |
Kulinarisches aus aller Welt |
Backen, kochen brauen |
Cr, La, MzW |
|
|
26 |
Religionen In Hannover |
|
Kro, Poe, Weh, IIs |
|
|
27 |
Indische Kultur erleben |
Yoga; Rituale, Zeremonien |
Zik |
|
|
28 |
Französische Kultur erleben |
|
Zin, Gün, Bdl |
|
|
28 |
Denkmal und Kultur |
|
Hei, Ko |
Nur für Jg.11 und 12 (max.25) |
|
30 |
Bumerangs |
'Selber bauen um! fliegen lassen, Aufbau und
Technik |
Ba,Hau: |
Unkostenbeitrag ca. 7 € / Person für 1..
Bumerang, |
|
31 |
Kunst um den Maschsee |
Kunst und Spaziergang um den See in
Auseinandersetzung mit:Skulpturen ., |
$Ir |
Exkursion |
|
32 |
Spannende Informationen über Politik und
Zeitgeschichte über die Medien |
Dokumentarfilme werden gesehen, und zu ihren
Aussagen und Objektivität analysiert |
Mah |
Ab Jahrgang 10 |
|
33 |
Südostasien |
Von Stäbchenessen bis Rikschafahren |
Cha, Vog; Wm |
|
|
34 |
Der chinesische Drache |
|
Vgt, Net |
|
|
35 |
Ungarn |
Kultur, Essen, bei Interesse Sprache |
Vaj, Sdl |
|
|
36 |
Kryotographie |
|
Bes, St |
|
|
37 |
Projekt: Einheitliche Sportkleidung |
Vermeidung von Mobbing, Markendruck |
Sdg, Sb |
|
|
38 |
Bismarckschüler helfen Schülern In Tansania, |
Kreative Ideen für
Spendenaktionen/Schülerfirma Informationen über Tansania und die
Partnerschule/Planungen für den Besuch einer Delegation. der BS im
Frühjahr 2008 |
Unesco AG Kb, SBr |
Ab Klasse T |
|
39 |
Mangas zeichnen |
Japanische Comics |
Salima, Elena Jg.12 |
|
|
40 |
Judo |
|
Jan Phillip |
|
|
41 |
Arabische Geschichte |
|
Mohamed |
|
|
42 |
Verschönerung der Schule |
Reparatureinsatz an der Bismarckschule |
Fus, Kön |
|
|
43 |
Flaggen |
|
Slz |
|
|
44 |
Dokumentation der Projekttage |
|
Jan |
|
|
45 |
Erfindungen und Wissenschaft |
|
Dir |
|
|
46 |
Theater - Das Bekannte und das Unbekannte |
|
Büt |
|
|
47 |
Die anderen sind an ders? |
Vergleich Palästina· Deutschland |
Hm,Dh |
|
|
48 |
Astronomie Im Zeitenwandel |
|
Vt, Nadine, Philip Jg.11 |
Vortrag von .Frau Hoffmann |
|
49 |
Spiele in anderen Ländern |
|
Hen, Ho |
|
Bilder
von den Projekttagen
Kultur aus
Afrika: Ton und Zeichenarbeiten



Projekt "Tansania"



Wissenschaft bei den
Projekttagen
Kulturelle Herkunft der
Sternbilder

Kryptographie: Zahlenreihen
und Unmengen von Aufgaben verzieren den Projektgruppenraum

In den letzten Tagen vor
den Ferien wird noch kräftig gerechnet

Verschönerung der Schule:
Engagierte Schüler kümmern sich um den Erhalt unserer eigenen Schulkultur




Flyer der unesco-ag der Bismarckschule 2007

An die neuen
Mitschüler/innen der Bismarckschule
Willkommen an der
Bismarckschule,
vielleicht habt Ihr schon davon gehört, dass Ihr
jetzt zu einer UNESCO-Projektschule gehört und Ihr denkt Euch, was bedeutet
UNESCO eigentlich. UNESCO bedeutet United Nations Educational, Scientific
and Cultural Organization. Übersetzt heißt dies Organisation der
Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.
Ab Jahrgang 7 könnt Ihr an der unesco-ag
teilnehmen.
In der AG kümmern wir uns um folgende Themen:
-
2005 haben wir einen Sponsorenlauf
organisiert, um Geld für unsere Projekte zu sammeln.
-
Tansania-Projekt: Wir unterstützen
Samuel und Sauma in Mwanga/Tansania, für die wir
jährlich das Schulgeld bezahlen, damit sie die Schule/das Internat
besuchen können. Die unesco-ag plant 2008 diese Schule zu besuchen.
-
Außerdem wollen wir uns zukünftig über
Kindersoldaten, die im Krieg eingesetzt werden, informieren und uns für
die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen.
Eure unesco-ag der Bismarckschule
Leitidee
„Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss
auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.“ Dies ist die
Leitidee der UNESCO. Sie steht in der Präambel ihrer Verfassung, die 37
Staaten am 16. November 1945 in London unterzeichnet haben.
Arbeitsweise der UNESCO
Die UNESCO ist vor allem ein Forum zur globalen
intellektuellen Zusammenarbeit. Sie ist keine Entwicklungshilfeorganisation
oder Agentur zur Projektförderung. Sie baut weltweit Modellprojekte auf,
bringt Wissenschaftler und Experten zusammen und berät die Regierungen in
Fragen der Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.
Die UNESCO ist angewiesen auf die Zusammenarbeit
mit anderen Partnern: Einrichtungen der Vereinten Nationen, Regierungen der
Mitgliedstaaten, berufliche und wissenschaftliche Fachverbände,
Nichtregierungsorganisationen, Stiftungen, UNESCO-Projektschulen,
UNESCO-Clubs und andere Partner der Zivilgesellschaft.
Ziele der UNESCO
„Ziel der UNESCO ist es, durch Förderung der
Zusammenarbeit zwischen den Völkern in Bildung, Wissenschaft und Kultur zur
Wahrung des Frieden: und der Sicherheit beizutragen, um in der ganzen Welt
die Achtung vor Recht und Gerechtigkeit, vor den Menschenrechten und
Grundfreiheiten zu stärken, die den Völkern der Welt ohne Unterschied der
Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder Religion durch die Charta der
Vereinten Nationen bestätigt worden sind.“ (Artikel I.1 der
UNESCO-Verfassung)
Ihr Ziel ist also
Vertrauensbildung durch friedliche Zusammenarbeit.

Karte der UNESCO-Schulen in
Niedersachsen

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