Die Türkei-Reise 1992
der Bismarckschule Hannover
Ein erster Erfahrungsbericht
von Gerhard Voigt
I. Die Planung der Reise
Von unserer Partnerschule in der Türkei, der Istanbul
Lisesi, erhielten wir im Frühjahr 1992 - anknüpfend an unsere
Vereinbarungen beim letzten Besuch einer türkischen Schülergruppe in der
Bismarckschule 1990 unter der Leitung des dortigen stellvertretenden
Direktors, Herrn Hamit Alkir, und die darauf folgende Korrespondenz mit
Herrn Bangert, dem Leiter der deutschen Abteilung der Istanbul Lisesi, die
Einladung, dieses Jahr im Herbst wieder mit einer Reisegruppe unsere
langjährigen Freunde in der Türkei zu besuchen.
Nachdem vergangenes Jahr die geplante Reise wegen
innerschulischer Belastungen verschoben werden mußte, wagen wir dieses
Jahr einen neuen Versuch und versammeln interessierte und aufgeschlossene
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 in der Türkei-AG, die
in leider nur allzu kurzer Zeit unsere Türkei-Reise vorzubereiten hatte.
Unsere Konzeption sah ursprünglich - orientiert an
unserer letzten Türkeireise - vor, während des Besuches unserer
Partnerschule in Istanbul bei Gastfamilien aufgenommen zu werden;
doch, wie noch zu berichten sein wird, mußte hier mit der Unterbringung im
Schulinternat vorlieb genommen werden. Der anschließende Teil unserer
Reiseplanung, eine Rundreise durch die westliche Türkei, wurde mit nur
unwesentlichen Modifikationen, die an Ort und Stelle notwendig wurden, von
uns durchgeführt. Der Osten der Türkei, den wir in einer älteren Planung
gerade in Hinblick auf die dramatischen Veränderungen durch den Bau des
Atatürk-Stausees besuchen wollten, haben wir schon von Beginn unserer
neuen Planungen an wegen der aktuellen Konflikte aus unserem Programm
genommen. Im Mittelpunkt unseres Interesses standen nun die Hauptstadt
Ankara, die Landschaften Kappadokiens um Göreme und Ürgüp, die
Selçukenstadt Konya und die klassischen Küsten des Mittelmeeres und der
Ägäis.
Wir fliegen mit dem Flugzeug in einem Charterflug der
Öger-Türk-Tours, der uns vom Reisebüro UMUT vermittelt wurde, von Hannover
nach Istanbul und zurück von Izmir aus, um noch einen Tag Rückreise zu
sparen. Ursprünglich wollten wir im Lande selbst mit dem regulären
Linienbus fahren; doch ermöglichte uns die Istanbul Lisesi die Anmietung
eines preiswerten "Midi-Busses" mit 27 Sitzplätzen zu eben dem Preis, den
wir für unsere Bustickets vorgesehen hatten. Auf der einen Seite
erleichterte uns das die Programmplanung sehr, auf der anderen Seite waren
unsere beiden Busfahrer permanenter Anlaß für langwierige Diskussionen über
den Programmablauf, die Fahrtroute und die Bezahlung, was alle in vielen
Orientreisen entwickelte Fähigkeiten an Verhandlungsgeschick und -ausdauer
forderte! Die Unterkunft und Verpflegung wurde auf einfachstem Niveau
entsprechend unserer knappen Kasse organisiert. Doch scheint die Ernährung
(einschließlich der tagsüber verzehrten trockenen Kekse und der Wasser- und
Cola-Diät) ausreichend gewesen zu sein, da niemand ernsthaft verhungert ist.
Insgesamt war so die Reise nicht nur interessant und lehrreich, nicht nur
angefüllt mit Kontakten und freundschaftlichen Begegnungen, sondern
insgesamt, denke ich, ein eindrucksvolles Erlebnis und ein großer Spaß für
alle - auch wenn die individuellen Interessen in der Gruppe zwischen Baden,
Einkaufsbummel im Touristen-Basar und Antike doch recht weit gestreut waren.
Die Kosten pro Person konnten wie geplant bei knapp über 1000.-- DM für
Flug (540.-- DM) und 14 Tage Programm, Verpflegung und Unterkunft in der
Türkei gehalten werden.
Die Reise ist Teil der UNESCO-Arbeit der Bismarckschule
Hannover und steht in der Folge der gegenseitigen Besuche von Schülern und
Lehrern in der Schulpartnerschaft zwischen der Bismarckschule Hannover
und der Istanbul Lisesi. Die Unterbringung in Istanbul im Internat der
Partnerschule; das Programm und die Verpflegung der Gruppe übernahm in
fürsorglicher und freundschaftlicher Form die Partnerschule während des
Aufenthalts in Istanbul; an einzelnen Programmpunkten, auch über das
"Hineinschauen" in den türkischen Unterricht hinaus, wurden Schülerinnen
und Schüler der Istanbul Lisesi beteiligt. Entsprechend der Einbindung
in die UNESCO-Projektschul-Konzeption der Bismarckschule hat der
UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover,
e.V., die inhaltliche Betreuung der Veranstaltung übernommen. Es wird
dabei gewünscht, daß sich die Reiseteilnehmer über die aktuelle Reise
hinaus als Vereinsmitglieder an der weiteren UNESCO-Arbeit beteiligen.
Die Leitung der Türkei-Reise haben Gerhard Voigt und Ulrich Wehking
übernommen. Als "Reserve" für einen eventuellen Notfall stand Till Büthe
bereit. An der Fortsetzung der Türkei-Arbeit in den nächsten Jahren werden
sich noch Günter Fuchs, der schon an der Türkei-Reise 1989 teilgenommen
hatte, und Lothar Nettelmann beteiligen, so daß eine kontinuierliche
Weiterentwicklung der Schulpartnerschaft gesichert erscheint.
II. Eine problematische Planungssituation
Die Vorbereitung des Besuches in unserer türkischen
Partnerschule, der Istanbul Lisesi, und der daran anschließenden
Informationsfahrt durch die westliche Türkei im Herbst 1992 hatte mit
recht ungünstigen Voraussetzungen und einigen Schwierigkeiten zu
kämpfen. Trotzdem konnte die Reise planmäßig in der Zeit vom 2. - 16.10.92
stattfinden und wurde insgesamt inhaltlich und menschlich ein gleicher
Erfolg wie die letzten beiden Reisen im Rahmen der
UNESCO-Schulpartnerschaft unserer Schule. Vor allem der Besuch in unserer
Partnerschule wurde dankbar und freudig aufgenommen und zu einem Zeichen
für die Kontinuität und Festigkeit unserer Partnerschaftsbeziehung. Dies
war letztlich auch das zentrale Argument für uns, die Reise mit einer sehr
kleinen und nach meinen Vorstellungen doch nicht intensiv genug
vorbereiteten Schülergruppe zu unternehmen. Nachdem im letzten Jahr, 1991,
die damals geplante Türkei-Reise wegen unüberwindlicher
organisatorischer Schwierigkeiten in der Bismarckschule
(Stundenplan- und Terminprobleme, Arbeitsüberlastung der beteiligten
Kollegen) abgesagt werden mußte, was uns gerade in Hinblick auf unser
Interesse an einer funktionierenden Schulpartnerschaft besonders leid
tat, konnten die Vorbereitungen für 1992 erst verspätet beginnen, da
wir zunächst von einer Beteiligung unserer Theater-AG unter Till Büthe
an dem in Istanbul im Mai 1992 geplanten türkisch-deutschen "Festival"
unserer Partnerschule ausgingen, was sich aus personellen Gründen
zerschlug.
Der erwartete Besuch aus Istanbul konnte dann wegen
der Unterrichtsversäumnisse im Istanbuler "Schneewinter" 1991/92 auch
nicht stattfinden, so daß wir in eine ernsthafte Reiseplanung erste
zwei Monate vor den Sommerferien eintreten konnten - zu spät für viele an
der Reise interessierten Schülerinnen und Schüler. So kam es dann auch
zu mehreren vorläufigen Anmeldungen, die dann aus verschiedenen
Gründen zurückgezogen wurden. Noch wenige Tage vor dem Abflug mußte eine
Teilnehmerin wegen eines Autounfalls und der dabei erlittenen Verletzungen
absagen. Eine kleine Reflexion der dadurch entstehenden Probleme - die
Reise war dadurch akut gefährdet! - ist sicherlich angebracht. So
überzeugend und ehrlich die einzelnen genannten Hinderungsgründe auch
sein mögen [hier persönliche Vorwürfe zu machen, liegt mir fern!], so
fällt es doch auf, daß die Neigung und Bereitschaft zu spontanem und
kurzfristigen Rückzug von eingegangenen Verpflichtungen heute sehr
häufig zu beobachten ist und längerfristige Planungen oft sehr
belastet. Hier sind Veränderungen in der Alltagskultur unserer
Gesellschaft zu beobachten, die auch negative Auswirkungen gerade auf
das erwartete Engagement derer haben, von denen die notwendigen
Aktivitäten in unserer Gesellschaft, sei es in der Schule, in der
Öffentlichkeit oder der Politik, erwartet werden. Viel Leerlauf und
letztlich erfolgloses Bemühen wird dadurch provoziert.
Die so übrig gebliebene Reisegruppe ist mit acht
Teilnehmern recht klein, wenn auch im zwischenschulischen Vergleich
und im Sinne der internationalen Begegnung und ihrer
Multiplikatorenwirkung noch arbeitsfähig. Zwei Lehrer müssen die
Gruppe bei einer aufwendigen Auslandsreise ohnehin aus
Sicherheitsgründen begleiten; die daraus erwachsenden Belastungen
für den Schulalltag sind uns durchaus bewußt und sind gegenüber der
Bedeutung des Türkei-Austausches sorgfältig abzuwägen. Diese
Aufgabe übernahmen 1992 Gerhard Voigt und Ulrich Wehking; aus Elternkreisen
begleitete uns als zusätzliche Begleitperson der Stiefvater von André,
Herr Rainer Meese, was sich nicht nur wegen seines Engagements und seiner
selbst erworbenen Türkisch-Kenntnisse, sondern vor allem wegen seiner
konstruktiven und freundschaftlichen Art, mit der er das Gruppenprogramm
stützte, ein außerordentlicher Glücksfall für uns war. André und seine
Familie gehörten zu den Wenigen, die bei dem letzten Besuch unserer
türkischen Gäste in Hannover bereit waren, einen Schüler bei sich
aufzunehmen, woraus sich eine dauerhafte Verbindung und Freundschaft ergab,
an die sie in Istanbul erneut anknüpfen konnten! So denke ich, daß auf der
menschlichen Ebene in der Reisegruppe kaum ernsthafte Probleme
aufgetreten sind - wobei ich die Schwierigkeiten in der Restaurantwahl für
ein allen genehmes Abendessen und die manchmal notwendigen - rechtlich
aus unserer Sicht gebotenen - Einschränkungen bei Wünschen nach
nächtlichen Unternehmungen und Disko-Besuchen oder das ambivalente
Interssse einiger Teilnehmer an antiken Ruinenstätten nicht für
wesentlich oder die Erinnerung ernsthaft trübend einschätze. Wenn wir
schon bei persönlichen Animositäten sind: in Zukunft werde ich es schon in
den Reisebedingungen klar machen, daß während der Fahrt im Bus keine
Musik über Bordlautsprecher ertönen sollte; hierzu gibt es schließlich
heute den "walkman"! Die Geschmacksdivergenzen und das individuelle
Ruhebedürfnis sind hier sicherlich höherrangig als die süchtige
Abhängigkeit von dauernder Musikberieselung - nach meiner Einschätzung eine
akustische Umweltverschmutzung!
Doch zurück zu den "essentials" unserer Türkeireise, den
Zielen und Inhalten: Uns scheint der Kontakt mit der Türkei gerade in der
gespannten innergesellschaftlichen und innenpolitischen Situation
in Deutschland ein bedeutsames interkulturelles Zeichen zu sein, dessen
politische Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte. Sieht man hinzu,
daß von türkischer Seite her sehr eindringlich der Wunsch geäußert wird,
die Kontinuität der Kontakte und Begegnungen zu wahren, und
berücksichtigt man, daß dieser Kontakt dem gegenseitigen Lernen und der
interkulturellen Erfahrung auf beiden Seiten dient, sind sehr
konkrete Folgewirkungen schon jetzt zu beobachten. Das Interesse
ist gegenseitig und jeweils auch in die eigene Gesellschaft hinein
wirksam! Die kontinuierliche Türkei-Arbeit tritt damit in der
UNESCO-Projektarbeit unserer Schule ergänzend und erweiternd
neben unseren traditionellen Arbeitsschwerpunkt Polen.
Wir erwarten nun für 1993 wieder einen Besuch aus
Istanbul an unserer Schule und hoffen, daß die ökonomische
Entwicklung der Türkei diese Reise noch möglich machen wird. Auch wir
werden im nächsten Jahr wieder, diesmal frühzeitiger, mit der
Perspektivplanung weiterer Türkeireisen beginnen.
III. Zum Verlauf der Reise
Mit der Flugbuchung wurde das Reisebüro UMUT-Reisen in
der Limmerstrasse 69, 3000 Hannover 91, beauftragt. Der Charterflug wurde
von Öger-Türk-Tours veranstaltet, mit denen wir auch schon unsere letzten
beiden Reisen unternommen hatten. Erfreulich war die unbürokratische und
kurzfristige Buchung ohne Stornostaffeln, allein mit einer zehnprozentigen
Anzahlung bei unserer Buchung, wobei bei der notwendigen Reduzierung der
Teilnehmerzahl zum endgültigen Buchungstermin zwei Tage vor dem Abflug
der Anzahlungsbetrag voll auf den nun gezahlten Flugpreis angerechnet wurde.
Der Preis nach und von Istanbul betrug 490,-- DM, der Abflug von Izmir
schlug - bei einem Direktflug nach Hannover - mit zusätzlich 50,-- DM pro
Person zu Buche. Hier wäre es wünschenswert, wenn auch unsere Schulleitung
etwas mehr Initiative entwickeln würde, eine gerechtere Finanzierung der
Aufwendungen der mitreisenden Kollegen zu finden und nicht den erzwungenen
Reisekostenverzicht als selbstverständlich akzeptieren würde. Hieran
könnten in Zukunft solche aufwendigeren UNESCO-Programme scheitern. - Der
Rückflug erfolgte leider schon am Vormittag des 16. Oktober; spätere Flüge
waren nicht verfügbar. Ansonsten war die Flugreise unproblematisch und
routinegemäß professionell.
Am Freitag, 2.10., trafen wir uns um 18 Uhr auf
dem Flughafen Hannover-Langenhagen zu unserem Flug nach Istanbul mit
BIRGENAIR BHY 241, der um 20 Uhr begann. Der Flug in einer DC 10 war ruhig
und problemlos bis zur Landung in Istanbul gegen Mitternacht Ortszeit. Wir
wurden dann am Samstag, 3.10., um 1 Uhr in der Frühe mit einem Schulbus der
Istanbul Lisesi abgeholt. Vorher gab es noch einige Verzögerungen, da das
Gepäck von Herrn Meese nicht aufzufinden war und ich derweilen auf der Suche
nach den "Abholern" der Schule den Sicherheitsbereich der Ankunfthalle
verlassen mußte. Erst einige Anrufe beim Flughafen am nächsten Vormittag
und eine Intervention von Hamit Bey bei dem Sicherheits-Chef des Flughafens
brachten das Gepäck wieder zum Vorschein.
Wir wurden nach der nächtlichen Ankunft auf dem
Schulgelände im Schulinternat untergebracht. Am Vormittag trafen wir
dann unseren Freund und Kollegen Hamit Alkir, den stellvertretenden
Direktor der Istanbul Lisesi. In einem freundschaftlichen Gespräch mit
Hamit Bey stellte es sich dann heraus, daß es bei der Planung unseres
Besuches in Istanbul noch unerwartete Schwierigkeiten gegeben hatte. Nach
der Einladung war unsere Bestätigung und unsere Teilnehmerliste durch
einen wohl verzögerten Postweg erst nach Beginn der türkischen Sommerferien
bei der Deutschen Abteilung eingetroffen - und über die Ferien liegen
geblieben. Erst nach dem Anruf von Herrn Bangert, dem Leiter der deutschen
Abteilung der Schule, wenige Tage vor unserer Abreise in Hannover und nach
Bestätigung unserer Reisepläne, konnten in Istanbul die konkrete
Vorbereitung für unseren Aufenthalt beginnen. Die türkische Schulleitung
wurde so von unserem Ankunftstermin erst vier Tage vorher informiert. Eine
Unterbringung in Gastfamilien war daher nicht mehr zu organisieren.
Dennoch bemühte sich die Schule mit allen ihren Kräften, uns einen erlebnis-
und kontaktreichen Aufenthalt in Istanbul und in der Schule zu ermöglichen,
uns soviele Informationen wie möglich zu vermitteln und uns bei unserer
Planung der weiteren Studienreise durch die Türkei zu helfen.
Unübertroffen war dabei wieder die freundliche Zuwendung und Betreuung
durch Hamit Bey, dem wir dafür ganz herzlich zu danken haben. Ich denke,
er ist der gute Geist des Schulpartnerschaftsprogrammes zwischen
unseren Schulen. Mit ihm zusammen, der am Samstag wegen zusätzlicher
"Wochenendkurse", wie sie an den türkischen Elitegymnasien für
Schulbewerber üblich sind, in der Schule anwesend war, haben wir dann die
weitere Programmplanung durchgesprochen. Unsere Schülerinnen und
Schüler waren mit einem türkischem Schüler im Basar und sammelten erste
Eindrücke von dieser überwältigenden Stadt. Das Mittagessen und das
Abendessen wurdenin der Schule eingenommen. Die Lehrer folgten abends
einer Einladung von Hamit Bey zu einem Essen in einem nahe gelegenen
Restaurant.
Der nächste Tag, der Sonntag, 4.10., war erholsam und
erlebnisreich. Auf Einladung von Hamit Bey unternahmen wir eine ganztägige
Schiffahrt auf dem Bosperus, die von einem Fischessen in Anadolu Kavagi
gekrönt wurde. Dann folgte abends für uns Lehrer noch eine zusätzliche
Einladung von Hamit Bey zu einem festlichen Abendessen im "Lehrer-Club". Wir
hoffen, daß es uns gelingen möge, bei einem zukünftigen Besuch unserer
türkischen Freunde in Hannover diesem Maß an Gastfreundschaft und
Zuwendung Entsprechendes entgegenzusetzen!
Am Montag, 5.10., waren wir vormittags in der
Schule; nach einem Empfang beim Direktor gingen die Schüler für einige
Stunden in den Unterricht mit, während wir Lehrer in einem Gespräch mit
Herrn Bangert die Perspektiven unserer Schulpartnerschaft erörterten. Hier
gibt es einiges neu zu überdenken, was sich aus der unterschiedlichen
Schulorganisation ergibt. In der Istanbul Lisesi sind der Leistungsdruck
und die zeitliche Belastung der Schülerinnen und Schüler derzeit vor allem
in den oberen Klassen, der Lise, so hoch, daß an eine Auslandsfahrt
während der Schulzeit kaum zu denken ist; die verschiedenen
Schulpartnerschaften der Istanbul Lisesi konzentrieren sich daher
zunehmend auf die Mittelstufe, die Orta. Das bedeutet, daß die Schüler, die
nach Hannover kommen können, zwischen dreizehn und fünfzehn Jahre alt sind
- was für die Interessen und Programme während der Reise sicher gravierende
Folgen hat. Da wir im Prinzip die Unterbringung in Familien beibehalten
wollen, was in etwa doch Gleichaltrigkeit voraussetzt, wären bei uns
bestenfalls die siebten und achten Klassen angesprochen. Aus diesen in der
Bismarckschule aber kontinuierlich Türkei-Arbeitsgemeinschaften und Reise-
und Austauschgruppen zusammenzustellen, ist sehr schwierig, wenn nicht
unmöglich. Als konkrete Perspektive sehen wir hier eigentlich nur die
Möglichkeit, den türkischen Besuchern jeweils den zeitlichen "Erstrang"
zuzubilligen und zu versuchen, unsere Gäste in Familien unserer unteren
Klassen unterzubringen, um dann gerade an diese Schülerinnen und Schüler
das Angebot zu machen, in den darauffolgenden Jahren an dem
Schulpartnerschaftsprogramm teilnehmen zu können. Gegenseitige Toleranz,
wenn in manchen Fällen das Prinzip der Gleichaltrigkeit nicht ganz
eingehalten werden kann und wenn von unserer Seite auch wieder etwas ältere
Schülerinnen und Schüler mitfahren, müßte zwischen den Schulen vereinbart
und selbstverständlich akzeptiert sein. In diesem Sinne will Herr
Bangert in den nächsten Wochen noch einmal an unsere Schulleitung
schreiben, was die Grundlage für einige Planungsgespräche in der
Bismarckschule sein wird. Dabei hoffen wir, daß sich, gerade in Anbetracht
der herzlichen Aufnahme unserer Gruppe in Istanbul, der geplante Besuch
einer türkischen Schülergruppe im Frühjahr 1993 in Hannover konstruktiv
realisieren läßt. Persönlich denke ich aber, daß es notwendig ist, gerade
in den unteren Klassen nicht nur in Privatinitiative der beteiligten
Kollegen und über die Klassenlehrer sondern in einer - hoffentlich -
eindringlich werbenden Stellungnahme durch den Schulleiter selbst bei
Schülern und Eltern über die UNESCO-Arbeit (z.B. den UNESCO-Club!) und die
Schulpartnerschaftsaktivitäten mit der Istanbul Lisesi zu informieren.
Zusätzliches schriftliches Informationsmaterial kann und wird der
UNESCO-Club und in seinem Rahmen die TÜRKEI-AG zur Verfügung stellen.
Zurück zu unserem Programm in Istanbul! Mit einigen
Anrufen mit Hilfe von Herrn Bangert und Hamit Bey wurden die letzten
Hotelbestätigungen eingeholt und die Anmietung eines eigenen Reisebusses
organisiert. Unter der Begleitung von Herrn Wehking und Herrn Meese wurde
ein gemeinsamer Stadtrundgang mit einer Besichtigung des Topkapi Saray
unternommen. Zusätzliche Aufregung verursachte (auch bei unseren
Gastgebern) eine Knie-Verletzung von Beatrice durch einen Sturz über einen
Gully im Straßenpflaster. Nach einer Notversorgung in der Schule gingen wir,
während der Rest der Gruppe den Topkapi Saray besuchte, zur Ambulanz des
staatlichen Schularztes, wo die Wunde genäht wurde.
Der Dienstag, 6.10., war für die Schule frei wegen
des "Istanbul-Feiertages" in Gedenken an die Rettung der Stadt vor hundert
Jahren vor einer englischen Besetzung. So hatten wir Zeit und Ruhe für eine
ausführliche Stadtbesichtigung, die sich auf die wesentlichen touristischen
Sehenswürdigkeiten konzentrierte: Hagia Sophia, Sultan Ahmet Camii,
Süleymaniye Camii und Basar. Das weitere Programm sollte inhaltlich
eingehender von den Teilnehmern unserer Reise beschrieben werden, so daß
ich mich hier auf einige kurze Bemerkungen und Stichworte konzentrieren
kann, vor allem in Hinblick auf Erfahrungen, die bei der Vorbereitung und
Durchführung kommender Reisen wichtig sein können.
Am Mittwoch, 7.10., begannen wir vormittags mit
der Busfahrt nach Bursa. Wegen der langen Fahrstrecke - durch
übrigens sehenswerte Gebirgslandschaften in der Umgebung des Ulu Dag und mit
einer Fährfahrt über den Izmit Körfezi - mußte sich die Stadtbesichtigung
auf die beiden wesentlichen Bauwerke beschränken: die Ulu Camii, als
Hallenkuppelmoschee des 15. Jahrhunderts Ausgangspunkt der osmanischen
Baukunst uns Symbol der Hauptstadtfunktion Bursas vor der Eroberung
Konstantinopels, und die Yesil Camii und daneben die Sultansgräber in der
Yesil Türbe. Es folgte dann die Weiterfahrt nach Ankara. Entsprechend
unserer Vorbuchung kamen wir, zum wiederholten Male, im Devran-Hotel am
Opernplatz am Rande der Altstadt Ulus unter. In den vergangenen drei Jahren
ist dieses Hotel, wie wir bald feststellen mußten, sehr herunter gekommen,
unsauber und mit Kakerlaken "gesegnet", was einige sensible Teilnehmer
unserer Reise zu einer improvisierten Nacht im Aufenthaltsraum bewog - und
uns schließlich zu einer Abkürzung unseres Aufenthaltes in Ankara. Ein
weiteres Problem wurde abends akut, das uns in unterschiedlicher Weise bei
unserer ganzen Reise begleitete: die ständige Auseinandersetzung mit
unseren Busfahrern. Faik Gizer und sein Sohn Erkan, selbst Besitzer des
Fahrzeuges (eines japanischen ISUZU-Midi-Busses mit 27 Plätzen und
Klimaanlage), waren kompetente Reisebegleiter; der Fahrstil des Vaters,
der nahezu alle Strecken allein fuhr, war schnell, geschickt und "türkisch"
(was uns manchmal etwas gewagt vorkam), und er fuhr uns pünktlich und
unfallfrei. Dem entsprach aber auch sein Eigen- und Geschäftssinn, der mit
unseren Vorstellungen immer wieder zusammenstieß. In unserem Kontrakt
hatten wir uns verpflichtet, einen Fahrer auf unsere Kosten zu beherbergen
und zu verpflegen. In Ankara stellte sich nun heraus, daß die beiden von
uns finanziell gleichgestellt werden wollten. Die Auseinandersetzungen
waren türkisch hart und erregt - letztlich aber nicht persönlich
verletzend, so daß nach einem Telefonanruf in der Istanbul Lisesi, der
unseren Standpunkt bestätigte, unsere Voraussetzung durchgesetzt wurde.
Aber es kostete Zeit und Nerven und den eisernen Willen, Ruhe zu bewahren!
Daß in der Folgezeit die Fahrer, sehr hilfsbereit, weitere
Hotelverhandlungen, Gaststättenreservierungen und Bezahlungen für
Museumseintritte für uns übernahmen und erst jeweils abends mit uns
abrechneten, und dabei, nachdem sie erst einmal akzeptiert hatten, daß
unsere knappe Kasse tatsächlich - sehr zu ihrem Bedauern - nur jeweils
unterste Preisniveaus zuließen, korrekt unsere Preislimits und ggf.
Ablehnungen einhielten, war für uns eine gern akzeptierte Erleichterung
(und entsprach dem Auftrag, den die Istanbul Lisesi den Fahrern mitgab, uns
fürsorglich zu betreuen!), gab aber den beiden natürlich die Möglichkeit, in
direkter Verhandlung hier und da für sich Freiplätze und Preisvorteile zu
erhandeln, und so die Enttäuschung aus Ankara unter der Hand wett zu machen.
Sei's drum, uns schadete das ja nicht! Problematischer war es, daß sie
immer zielstrebig diejenigen Hotels und Gaststätten ansteuerten, deren
Besitzer sie kannten und - so ist zu vermuten - die ihnen besondere
Provisionen versprachen. So mußten wir einige Male unsere eigenen
Vorstellungen doch recht vehement zur Geltung bringen. In der nächsten
Übernachtung in Göreme gab es dabei menschlich problematische
Verstimmungen, die zu einer harschen Kritik an unseren Fahrern von dritter
Seite führte; doch davon gleich mehr.
Am Donnerstag, 8.10., erfüllten wir vormittags in
Ankara das Programm, wegen dessen wir die türkische Hauptstadt
besuchten: den Besuch des "Hitti Museum" [das archäologische "Museum
der anatolischen Kulturen"], das zu den interessantesten und
sehenswürdigsten archäologischen Sammlungen überhaupt gehört und romantisch
in einem restaurierten Bedesten (überdachten Basar) und Han aus dem 16.
Jahrhundert untergebracht ist, und die Besichtigung des "Anit Kabir",
des Grabgebäudes Atatürks und türkischen Ehrenmales. Hier ist vor allem die
zeitgeschichtlich-politische Bedeutung hervorzuheben; das Thema "Atatürk"
ist als Grundlage jedes Verständnisses der Türkischen Republik für eine
sinnvolle Vorbereitung einer Türkeireise unabdingbar. Der bei unseren
Reisen sonst erwünschte und interessante Informationstermin beim türkischen
Ministerium für Nationale Erziehung mußte wegen der zu kurzen
Vorbereitungszeit der diesjährigen Fahrt leider ausfallen. Wir hoffen,
daß wir unsere nächste Reise, turnusgemäß voraussichtlich 1994, wieder
mit fachlich kompetenten Informationsgesprächen versehen können.
Nachdem wir dieses Besuchsprogramm zwar intensiv aber
doch zügig Mittags abgeschlossen hatten, beschlossen wir in Übereinstimmung
mit unseren Busfahrern, die die Unsauberkeit des Hotels ebenfalls
bemängelten, um 15.30 Uhr die vorzeitige Fahrt nach Göreme. Auf
unsere Bitte hin rief der Sohn des Busfahrers bei der Grand Pensyon Avilar
in Göreme an, um unser vorzeitiges Kommen anzukündigen und sagte ohne
weiteren Kommentar, daß alles in Ordnung sei. In Göreme selbst stellte sich
seine Information plötzlich anders dar, daß die Pension nicht frei sei und
am Abend, es war schon gegen 23 Uhr, ohnehin nicht mehr zu erreichen sei.
Der Busfahrer versteifte sich dabei auf ein preiswertes Hotel in Ortahisar
und versicherte, daß es mit der Pension nach seinem Anruf keine
Schwierigkeiten mehr geben würde. Das war nun offensichtlich ein Irrtum (um
nichts Schlimmeres zu unterstellen). Am Abend des folgenden Tages war der
Besitzer der Grand Pensyon Avilar in Göreme - übrigens nur wenige Minuten
Busfahrt von unserem Hotel entfernt, ich hatte sie schon während unserer
Rundfahrt durch Kappadokien tagsüber entdeckt! - in unser Hotel gekommen,
um zu fragen, warum wir nicht am Abend gekommen waren, woraus wir schließen
mußten, daß der Busfahrer uns telefonisch definitiv angemeldet hatte.
Besonders unangenehm und peinlich war die Situation dadurch, daß wir die
Buchung in der Pension auf ausdrückliche Empfehlung des sehr geschätzten
Kollegen Ali Beltir von der Tellkampfschule vorgenommen hatten, der
uns zudem noch ein Empfehlungsschreiben mitgegeben hatte. Herr Yusuf
Imanoglu war daher zurecht sehr betroffen darüber, daß wir kurzfristig
auf Anraten des Busfahrers ein anderes Hotel gewählt hatten, obwohl er
schon ein Abendessen vorbereitet und Besichtigungsvorschläge für den
nächsten Tag überlegt hatte, die für uns ohne Zweifel äußerst interessant
und erfreulich gewesen wären. Ich mußte ihm in allen Punkten Recht geben
und habe mich eindringlich bei ihm entschuldigt und nur versucht zu
erklären, wie es bei uns zu dem peinlichen Mißverständnis gekommen ist. Daß
wir dabei keine persönlichen Angriffe auf unsere Busfahrer äußerten,
sondern vor allem die Sprachschwierigkeiten betonen mußten, dürfte aus der
Situation heraus verständlich sein. Doch verfolgte ich eine recht harte
und emotionale Auseinandersetzung mit den Busfahrern, in die wir uns dann
nicht mehr einmischten, die aber zu einer größeren Behutsamkeit im Umgang
mit unseren Wünschen und Vorbereitungen in den folgenden Tagen führte. Ich
gab den Empfehlungsbrief von Ali Beltir ab; die Freude von Yusuf Imanoglu
über diese freundlichen Zeilen, die er mir ins Englische übersetzte, war
ersichtlich. Ich denke und hoffe, daß wir doch noch ohne bleibende
Verärgerung und Resentiments voneinander geschieden sind - auch in
unserer eigenen Überzeugung, wenn irgend möglich, bei unserer nächsten
Türkeireise tatsächlich in der Grand Pensyon Avilar unterzukommen. Am
Abfahrtstag, dem Samstag, haben wir dann Herrn Imanoglu noch einmal in
seiner Pension aufgesucht und einen Brief und ein Geschenk für Ali Beltir
abgeholt; daß wir dabei freundlich noch mit Tee bewirtet wurden, ist für
uns ein Zeichen für die herzliche kappadokische Gastfreundschaft. Danke!
Noch einmal zurück zu unserem Besichtigungsprogramm. Am
Freitag, 9.10., haben wir ganztägig Besichtigungen in Kappadokien
durchgeführt und dabei unserem ortskundigen Busfahrer weitgehend frei Hand
gelassen. Die byzantinischen Höhlenkirchen im Tal von Göreme standen
ebenso auf dem Programm wie das chalkolithische Höhlental von Zelve,
wie verschiedene großartige Aussichtspunkte über die "Phantasielandschaft"
der hundertausend Tuffkegel von Kappadokien und der Besuch einer
"unterirdischen Stadt", Özkonak bei Avanos. Über die Eindrücke und
die Bedeutung dieses touristisch hervorgehobenen Gebietes in
Zentralanatolien braucht hier nicht viel gesagt zu werden. Schönheit und
Exotik der Landschaft werden harmonisch ergänzt durch die historische
Bedeutung, die interessanten Lebensformen in dieser Vulkanlandschaft und
die heutige wirtschaftliche Intensität, mit der hier eine spezialisierte
Landwirtschaft mit Wein-, Fruchtbaum- und Gemüseanbau die Lebensgrundlage
der Bevölkerung bildet.
Nach dem schon erwähnten Morgenbesuch bei Herrn
Imanoglu folgte am Samstag, 10.10., die Weiterfahrt nach Konya.
Auf dem Wege besichtigten wir einige alte selçukische Hane in
unterschiedlichem Erhaltungszustand und schließlich das vortrefflich
Restaurierte Sultanhani, mit dem mich die ganze Chronologie meiner
eigenen Türkeireisen verbindet, nachdem ich es 1970 auf dem Wege nach Iran
erstmalig besuchen konnte, als es noch halb verfallen und nur liebevoll
betreut vom Ortsvorsteher Herrn Öztürk abseits aller touristischer
Pfade lag. Am Nachmittag treffen wir dann in Konya ein und schließen
gleich eine erste Stadtbesichtigung an: die Karatay Medrese ist
wiederum ein sehenswerter Raum der slçukischen Baukunst; die Medrese
Ince Minare ist seit langem erstmalig wieder geöffnet, nachdem der
selçukische Innenraum, ein Kuppelbau wie die Karatay Medrese aus kunstvoll
verschränkten Ziegeln, gestützt durch einen Unterbau aus "türkischen
Dreiecken", in den letzten zwanzig Jahren sorgfältig restauriert worden
ist. Genau wie die Alaettin Camii, oben auf den innerstädtischen
Zitadellenhügel, deren Restauration noch nicht abgeschlossen ist, steht
die Ince Minare Camii auf der UNESCO-Liste des kulturellen Welterbes; beide
Bauwerke sind über ihren historisch und künstlerisch exeptionellen Wert
hinaus Wahrzeichen der Kulturepoche der Selçuken in Anatolien, der ersten
großen türkischen Dynastie, der dann das osmanische Reich nachfolgte.
Wir übernachteten, wieder einmal, im Otel Tur nahe dem
Mevlâna; ich wurde im Hotel wie mehrfach auf der Straße in Konya
wiedererkannt und herzlich begrüßt. Dabei erfuhr ich, daß wir 1985, bei
unserer ersten Türkeireise im Rahmen unserer Schulpartnerschaft mit dem
Istanbul Lisesi, tatsächlich die ersten Gäste im neueröffneten Otel Tur
gewesen sind. Wenn sich auch die Preise, gerechtfertigterweise, etwas
gehoben haben, ist dennoch dieses Hotel in Sauberkeit und Service für die
untere Preiskategorie vorbildlich. Die persönlichen Gespräche mit dem
Hotelier drehten sich dann bald auch um die verschiedensten aktuellen und
familiären Fragen und hinterließen das befriedigende Gefühl, gerne
gesehen zu sein. Ein Aufenthalt in Konya - auch wenn dies oft von Bewohnern
z.B. Istanbuls oder Ankaras nicht verstanden wird, da hier historisch zu
erklärende Stereotype und Vorurteile den Umgang erschweren - ist über den
historisch-kulturellen Zusammenhang hinaus auch wegen der vielfältigen
persönlichen Kontaktmöglichkeiten für Studienreisen mit Schülern sehr
zu empfehlen.
Daß wir hier einmal den verständlichen Wunsch nach
spätnächtlichen Gesprächskontakten mit Gleichaltrigen "qua Amt"
unterbinden mußten, tut uns inhaltlich leid, war aber wegen der
vorgegebenen Aufsichtspflicht bei einer Schulveranstaltung vor allem bei
für uns nicht genau abschätzbaren Risiken nicht anders zu entscheiden, auch
wenn Konya als Stadt mit besonders geringer Kriminalität gilt.
Im Mittelpunkt des Programmes am Sonntag, 11.10.,
stand vormittags der Besuch der Tekke des Mevlâna, des "Klosters"
der "tanzenden Derwische" und des Grabmals ihres Begründers, Çeladin
Rûmi, des großen mystischen Dichters und Philosophen des 13.
Jahrhunderts am Hofe des Selçukensultans Alaettin Khaikobads. Die
Auseinandersetzung mit der islamischen Mystik, so fremd sie heutigem
Rationalismus auch sein mag, vermittelt faszinierende
religionsgeschichtliche und philosophische Anregungen und führt oft zu
einer vertieften Beschäftigung mit dem Sufismus, was auch uns Heutigen neue
kulturkritische Perspektiven auf unsere eigene Existenz eröffnet. So hoffe
ich, daß dieser Kontakt mit dem Mevlâna doch dem einenen oder anderen
Reiseteilnehmer mehr geben kann als nur einen sonnigen Museumsbesuch in
Konya. Nachmittags ergänzte eine Stadtbesichtigung unsere Eindrücke: vor
allem der Moschee- und Medresen-Komplex des Sahip Ata, leider recht
zerfallen und noch nicht weiter restauriert, vermittelt noch etwas von der
Ursprünglichkeit der selçukischen Bautradition. Den Abschluß bildete eine
Fahrt in die nahe gelegenen Ausflugsorte Meram und Sille. An
einem Stausee ist hier ein idyllisch gelegener Picknickplatz entstanden, der
von Konya aus Feiertags gern besucht wird. Der Tradition der
christlich-orthodoxen Gemeinde von Sille, in einer Basilika und einer
verfallenen Grabkapelle repräsentiert, konnten wir uns dann jedoch
ebensowenig intensiv widmen wie der in Sille berühmten Teppichknüpferei.
Am Montag, 12.10., fahren wir weiter durch den
Taurus und besuchen zunächst, an der Küste des Mittelmeeres angekommen,
das Naturschauspiel der Wasserfälle von Manavgat. Die
römisch-hellenistischen Ruinen von Side sind durchaus einer
Besichtigung wert; doch ist es gut, sie an den Anfang des "Antiken-Themas"
zu stellen, weil sie sonst ganz in den Schatten des großartigen Theaters
von Aspendos und später des Reichtums der Bauwerke von Ephesus treten
würden: war Side doch ein untergeordnetes Provinz- und Seeräubernest, an
dem sich gleichwohl typische Züge der hellenistisch-römischen Geschichte des
Nahen Ostens nachzerichnen lassen bis hin zu den Völkerverflechtungen und
Machtintrigen, wo z.B. die Herrscher von Pergamon den Römern
testamentarisch ihre Besitztümer in Side vermachten. Weiter führt uns der
Weg nach Antalya; ein technischer Defekt an der doppelten Lichtmaschine
im Bus, die wohl durch die Klimaanlage überansprucht gewesen ist,
verbessert die Stimmung der Busfahrer keineswegs. Um Zeit für die
Reparatur zu sparen, wollen sie uns die am Weg liegende Besichtigung von
Aspendos noch bei einbrechender Dunkelheit aufzwingen. Im heftigen Streit
setzen wir durch, am nächsten Tag noch einmal zurück zu fahren, um
genügend Zeit für Besichtigungen und Fotos zu haben. Der aggressive
Fahrstil des wütenden Fahrers war für einige weitere Ängste und graue
Haare gut. Das von dem Sohn vorgeschlagene Feriencamp bei Beldibi
westlich von Antalya, wohl in seinem eigenen Besitz, war, wie er selbst
dann eingestehen mußte, jetzt außerhalb der Saison ungepflegt und
verwahrlost, so daß wir auf Rückfahrt nach Antalya bestanden, die dann
unterbrochen wurde von Reparaturbemühungen am Fahrzeug am Straßenrand
in der Dunkelheit. Schließlich fanden wir eine passende und preiswete
Übernachtung im Konaalty-Hotel gegenüber des Strandes in der westlichen
Peripherie von Antalya und in einem benachbarten Restaurant ein
schmackhaftes Pide-Essen - beides gesucht und ausgehandelt zu unserer
Zufriedenheit von unseren Busfahrern, die jetzt wieder freundlich und
loyal waren: merkwürdige Stimmungswechsel!
Der Dienstag, 13.10., wurde vormittags für die
Busreparatur benöltigt; diese Zeit benutzten wir nach gemeinsamer Fahrt in
die Ortsmitte von Antalya für den Geldumtausch, die notwendige
telefonische Buchungsbestätigung für unseren Rückflug beim
Vertrags-Reisebüro in Izmir, und schließlich für den nun fälligen weiteren
Arztbesuch von Beatrice, wo ihr die Fäden an ihrer Kniewunde gezogen
wurden; das ging wiederum sehr schnell und für einen Pauschalbetrag von
fünf Mark, nachdem die Behandlung in der Ambulanz in Istanbul kostenlos
gewesen war, so daß wir unsere Krankenversicherung gar nicht in Anspruch
nehmen mußten. Auf Vorschlag von Erkan, des Sohnes des Busfahrers, der uns
in der Stadt fürsorglich begleitete (man ließ uns ja nirgends aus den
Augen!) machten wir für den Rest des Vormittages dann eine Bootsfahrt auf
der Bucht von Antalya. Nachmittags fuhren wir mit dem reparierten Bus
zurück nach Aspendos. Gewisse Interessendivergenzen traten hier auf; drei
Teilnehmerinnen verzichteten - ohne daß wir dafür viel Verständnis
aufbringen konnten - auf den Aspendos-Besuch und hielten sich während
dieser Zeit in einem "Touristen-Basar" mit vorwiegend Schmuck- und
Modeangeboten auf. Der Rest der Gruppe hatte dann auf der Rückfahrt noch
Gelegenheit, sich diese Touristenfalle selbst etwas näher anzuschauen. Was
daran so interessant sein soll, ist mit unbegreiflich! Aber diese banalen
touristischen Interessen vom Einkaufsbummel bis zum Baden waren in unserer
Gruppe stärker präsent als bei den vergangenen Reisen, was von uns
widerwillig zu akzeptieren war. So war die Beurteilung der Region Antalya,
die sich allein auf den Massentourismus eingestellt hat, auch durchaus
kontrovers. Während sich einige hier pudelwohl fühlten (und wohl einen
Zusatzurlaub viel zu wenig genießen konnten), war für andere hier die
Kommerzialisierung und der städtebauliche Schrecken ins Unerträgliche
gesteigert. Für mich persönlich gilt wohl: nachdem ich voller Interesse Side
und Aspendos kennen lernen konnte, werde ich die türkische Südwestküste
wohl nie wieder bei von mir vorbereiteten Gruppenreisen mit ins Programm
nehmen, dafür ist der inhaltliche Ertrag gemessen am Zeit- und Wegaufwand
viel zu gering, es sei denn, eine Studienreise würde sich intensiv
vorbereitet kritisch mit den räumlichen, ökonomischen und sozialen Folgen
des Massentourismus in einer Armutsregion befassen: hier böte dieses
Gebiet, ergänzt um die Ägäisorte Marmaris, Bodrum und Kusadasi ideale
Untersuchungsmöglichkeiten.
Touristische Irritation bot abends noch der Vorschlag von
Erkan, mit der Gruppe um Mitternacht in eine Touristendisko zu gehen - und
das möglichst bis vier Uhr nachts, nach den Maßstäben unserer
Aufsichtsverpflichtungen zumindest für die jüngeren Teilnehmer ein
indiskutabler Vorschlag. So entschieden wir zum Groll der Reisegruppe, einen
"Nachtbummel" für die achtzehnjährigen bis ein Uhr Nachts zu akzeptieren,
ansonsten aber eine solche Nachtveranstaltung zu unterbinden. Ergebnis an
diesem Abend: drei Mädchen fuhren mit den Busfahrern und mir noch einmal
hinein nach Antalya zum Hafen; die Mädchen machten mit Erkan eine
einstündige Tour "Antalya by night" (ob das so überaus spannend war, wage
ich zu bezweifel), während der Busfahrer Faik mit mir Freunde auf einem der
im Hafen liegenden Touristenboot besuchte - bei einigen Gläsern Raki und
"mehrsprachiger" Unterhaltung.
Unsere Busfahrer hatten den Kummer, daß die Busreparatur
recht teuer geworden war und daß dadurch ihr Bargeld knapp wurde; die
Repararatur an der Lichtmaschine für die Klimaanlage wurde zudem nicht
durch die Garantie der Busherstellerfirma gedeckt. So erklärte ich mich
bereit, vorübergehend mit Bargeld auszuhelfen, wenn bei der Weiterfahrt das
Geld für das Tanken zu knapp würde. Daß daraus am Ende eine Zusage,
insgesamt mehr für die Reise zu zahlen, heraus interpretiert werden sollte,
stellte sich am Abflugstag in Izmir heraus; doch, und so konnten wir uns
auch argumentativ behaupten, ein solches Versprechen gab es mit Sicherheit
nicht! Im übrigen reichte das Geld auch so bis Izmir und daß die beiden
Fahrer nicht mehr genug Geld zur Heimfahrt nach Istanbul hätten, mag ich
nun gar nicht glauben. Der Ärger darüber, daß die Agentur, die die Fahrt
vermittelt hatte, den zweiten Teil des Geldes bis zum Ende der Fahrt nicht
überwiesen hatte, kann ich zwar verstehen, doch dürfte das ganz normal
gewesen sein, da der Vertrag des Busfahrers Restzahlung nach Abschluß der
Gesamtfahrt vorsah.
Diese Querelen mit unseren ansonsten so hilfsbereiten und
fürsorglichen Busfahrern lädt zu einigen weitergehenden Überlegungen ein.
Im Laufe der Fahrt stellte sich heraus, daß die beiden sich weniger als
Fahrer, denn als Unternehmer einschätzten und als solche sicherlich zu
der neuen, gegenüber der Arbeiter- und Beamtenschaft materiell
prosperierenden aufsteigenden türkischen Mittelschicht zu zählen sind. Der
Vater, der Grundbesitz und ein Touristenboot (in Bodrum oder, wenn ich die
Angaben richtig ordnen konnte, derzeit in Istanbul liegend) sein eigen
nennt und ebenso Eigentümer des Busses ist, der Sohn, der eine eigenes
Touristencamp bei Antalya besitzt und ein Studium der Fachrichtung
Fremdenverkehr absolviert (in der Türkei sehr beliebt), für die unser
Standard des Reisen und unsere low-price Hotels weit unter ihrem eigenen
gewohnten Reisestandard lagen, empfanden sich objektiv, nach türkischen
Maßstäben wohl zurecht, sozial weit über Lehrern und Schülern stehend; daß
deutsche Lehrer ihren sozialen Status ganz anders definieren und mit einem
gesunden Selbstbewußtsein Busse nach ihren eigenen Vorstellungen und
Wünschen anmieten, führt zu Konflikten. Auf der anderen Seite paßte es
aber auch nicht in ihr Weltbild, daß eine deutsche Reisegruppe so wenig
Geld zur Verfügung hatte, daß sie sich tatsächlich den Standards türkischer
Schulen anpassen mußte. Diese zweiseitige Irritation war dann Ursache
täglicher Auseinandersetzungen, bei denen die beiden Seiten sich wohl immer
wieder durch unerwartete Reaktionen überraschten. Notwendig und für die
reibungslose Abwicklung der Fahrt war hier die erworbene Fähigkeit, im
türkischen Sinne lange und kontroverse, oft gestikulierend und lautstark
geführte Auseinandersetzungen ohne persönliche Beleidigungen und
Gesichtsverluste durchzustehen und am Ende augenblicklich wieder in die
ebenso ritualisierte Freundschaftlichkeit überschwenken zu können.
Die Weiterfahrt am Mittwoch, 14.10., durch den
Naturpark Termessos im südwestlichen Taurus war landschaftlich
reizvoll, wenn auch wohl für unsere permanenten Busschläfer kaum
erinnerlich. Wir mußten wegen der Länge der Fahrt die Besichtigung der
Sintertrerrassen von Pamukkale und des antiken Badeortes
Hierapolis recht knapp halten; doch auch so beeindruckte die
Landschaft wieder. Die "Baumwollburg" ist ein exzeptionelles
Naturdenkmal und ist trotz der nachmittäglichen Besuchermengen immer
wieder reizvoll zu betrachten, ob man nun barfuß durch die warmen Wässer
der Sinterbecken geht oder das Treiben nur vom Rande her beobachtet. Die
Fahrt nach Selçuk führt schon wieder in die Dunkelheit; da wir am Morgen
noch einen weiteren Schrekken erlebten, als André seinen Ausweis als
verloren meldete und daher ein Konsulatsbesuch am nächsten Tage in Izmir
drohte [Organisationspläne bis hin zu der Möglichkeit, diese Fahrt mit der
regelmäßigen Dolmuslinie zu unternehmen] mußten wir auf einem
verkehrsgünstig gelegenen Hotel in Selçuk bestehen; der Vorschlag des
Busfahrers, in Kusadasi unterzukommen - natürlich bei einem Freund von ihm!
- gefiel uns auch deshalb nicht, weil für die Besichtigung von Efes, d.h.
der Ruinen und Ausgrabungen von Ephesus, für die wir reichlich Zeit
einplanen wollten, ein längerer Anreiseweg notwendig gewesen wäre (und
Kusadasi sicher als Ort weniger attraktiv ist als Selçuk!). Das Hotel »VictoriaIch
nie wiederref ; erfüllen sich denn die Hoffnungen und
Erwartungen, mit Reisen in die Türkei etwas in unserer Gesellschaft zu
verändern, bei den Schülern und Schülerinnen Bewußtseinsveränderungen
einzuleiten, die über das Akzeptieren von fremden Toilettenformen
hinausgehen...? Unser Staat Deutschland, unsere Gesellschaft, driftet ab
in Intoleranz, Fremdenfeindlicheit und Rechtsideologien - es tut weh,
in dieser schlimmen Zeit zu leben. Pessimismus und Überdruß am eigenen
Wirken sind eine gefährliche Grundlage der Lehrerexistenz.
Die Türkeireisen haben in unserem Konzept der
Interkulturellen Erziehung einen festen Stellenwert, sind eingebunden in
parallele Schwerpunktaktivitäten wie der Schulpartnerschaft mit Posen, wie
der Studienfahrten und der Dritte-Welt-Arbeit, dem UNESCO-Club und den
Bemühungen der Fachkonferenzen, dem wachsenden Anteil ausländischer
Schülerinnen und Schüler pädagogisch und curricular gerecht zu werden.
Hier überrascht es dann um so mehr festzustellen, wie
wenig instutionalisierte und überindividuelle Festigkeit das Konzept der
UNESCO-Schule aufweist, wie sehr es von den Zufälligkeiten einzelner
Initiativen und Arbeitsschwerpunkte abhängig ist; ist das nun so zu
interpretieren, daß die interkulturelle Schwerpunktsetzung tatsächlich der
Grundströmung unserer politischen Kultur so zuwider läuft, daß sie nur
individuell oder in kleinen Gruppen als Gegenströmung am Leben gehalten
werden kann - die verhängnisvollen politischen Entwicklungen in unserem
Lande lassen dies plausibel erscheinen -, oder liegt es doch eher an den
Besonderheiten der Institution Schule, mit den seltsamen Idiosynkasien des
deutschen Gymnasiallehrers - und seiner meist gebrochenen Enkulturation als
ewig in der Schule lebender Mensch - und dem Paradoxon des immer das Gleiche
lehren zu müssen in einer nie abreißenden Folge von Schülergenerationen und
dabei selbst älter zu werden, sich zu entwickeln, zu welchem Ziel...? So
verknüpft sich die Frage nach dem Sinn innerschulischer interkultureller
Erziehung, dem die Türkeireisen beitragen sollen, mit der Frage nach den
Paradoxien schulischen Lernes überhaupt...
V. Résumé
Das wichtigste Argument, die Türkeireise 1992 trotz zu
kurzer Vorbereitungszeiten und einer sehr kleinen Anzahl von
beteiligten Schülerinnen und Schülern durchzuführen, war die Einsicht, daß
von unserer Seite unser Willen zur Kontinuität der Schulpartnerschaft mit
der Istanbul Lisesi zu demonstrieren und eine dauerhafte Perspektive des
Schüleraustausches zu entwickeln sei. Dieses Ziel konnte, wie die
intensiven Gespräche in unserer Partnerschule erwiesen, erfüllt werden;
unsere Reise war, so meine abschließende Einschätzung, nicht nur sinnvoll
sondern notwendig und bleibt eine gute Grundlage für die Fortsetzung der
Türkeiarbeit an unserer Schule, in der Hoffnung, weitere Kolleginnen und
Kollegen ebenso wie eine ausreichende Zahl von Schülerinnen und Schülern
daran zu interessieren. Die Probe darauf wird uns beim nächsten Besuch
einer türkischen Gruppe in unserer Schule voraussichtlich im Mai/Juni
nächsten Jahres abverlangt werden.
Die allseits
übereinstimmend gesehenen Einschränkungen der Möglichkeiten dieser Reise
haben sich wie vorhergesehen bestätigt, insbesondere durch die zwangsweise
nur exkursorische inhaltliche Vorbereitung der Gruppe, die zu einem weniger
differenzierten Programmablauf führte und einen spontanen
Interessenkonsens im Tagesverlauf erschwerte. Dennoch habe ich den
Eindruck, daß durch das sehr vielfältige Programm, das auch touristische "highlights"
bot, allen Interessen zumindest ansatzweise Nahrung gegeben werden konnte,
wobei Kompromisse und Einschränkungen hinsichtlich der kurzen
Gesamtreisezeit und den notwendigen Rahmenbedingungen einer
Schulveranstaltung akzeptiert werden mußten. Neben einer kritischen
Überprüfung von Busanmietung und Hotelbuchung sind neue Überlegungen zur
Programmplanung der nächsten Reise sicherlich in folgenden Punkten
notwendig:
1. Unbedingt längere Vorbereitungszeiten einplanen (dazu
wird ein konkreter Programmplan vorgelegt werden)!
2. Ein differenzierteres Programm in Istanbul mit der
Partnerschule vorher absprechen (hängt dabei von Punkt 1 ab)!
3. Die inhaltliche Thematik des Studienfahrtanteils
genauer definieren und
4. eine räumliche Beschränkung vornehmen (z.B. mit
Schwerpunkt auf Ankara, Kappadokien und Konya und einer Programmausweitung
in thematischer Richtung Osten [Probleme der heutigen Türkei] oder Westen
[Antike und Kulturgeschichte] wobei die Südküste sicherlich entfallen
kann).
Auch wenn diese Reise unter gewissen Einschränkungen
durchgeführt werden mußte, denke ich letztlich, daß sie notwendig gewesen
ist und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu einem Erfolg geführt werden
konnte. So hoffe ich, daß sich die Anstrengungen und Mühen gelohnt haben
wie Geduld und Verständnis der Kolleginnen und Kollegen, die von den
vielfältigen UNESCO-Aktivitäten unserer Schule betroffen werden und ich
hoffe auf das gemeinsame Einverständnis, daß diese interkulturellen
Lernmöglichkeiten zu den zentralen Aufgaben der heutigen Erziehung
gehören.
Teilnehmerliste der Türkei-Studienfahrt
Bismarckschule Hannover
1. Voigt, Gerhard
2. Wehking, Ulrich
3. Meese, Rainer
Teilnehmende Schüler der Bismarckschule Hannover:
4. Basch, André
5. Glembotzky, René
6. Jatschmenew, Vera
7. Puschmann, Daniel
8. Ringst, Rebecca
9. Strate, Svenja
10. Wessolowski, Beatrice
11. Wieloch, Claudia
Hinflug: Fr., 02.10.92
Rückflug: Fr., 16.10.92
Erstellt:
Hannover, 31.10.92, Revidiert: 25.07.2005