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Das Verhältnis zwischen muslimisch-arabischer und
westlich-abendländischer Welt wird vor dem Hintergrund der aktuellen Weltlage
als bedrohlicher Konflikt wahrgenommen.
Dagegen steht die „Globalisierungsthese“
von der Integration der „Einen Welt“.
Während die historischen Sozialwissenschaften die enge und kontinuierliche
Verflechtung der Kulturkreise und den Kulturkontakt betonen, orientiert sich
die gesellschaftliche, kulturelle und politische Wahrnehmung an
Konfliktstereotypen, die teilweise als self-fulfilling
prophecies neue Konflikte generieren und Feindbilder verstärken. Das jeweils „Fremde“ wird als Wahrnehmung konstituiert aus den wertbesetzten
eigenen Selbstbildern.
Die dadurch entstehenden „Teufelskreise“ der Konfliktverschärfung
können nur dann als politisch-gesellschaftliche Handlungsanforderungen verstanden
werden, wenn es gelingt, die jeweiligen Fremdwahrnehmungen
diskursiv aufeinander zu beziehen und die Wertvorstellungen und Wertordnungen
als historisch-gesellschaftliche Artefakte zu verstehen, und möglichen und
tatsächlichen Wertewandel in beiden Kulturkreisen aus den historischen
Kontinuitäten heraus zu konstituieren.
Das Thema „Menschenrechte“
ist ein exemplarisches Beispiel für die Struktur des Konfliktes. Jede Seite
wirft der anderen vor, Menschenrechte als kulturelle Waffe im Interesse eigener
Machtansprüche zu missbrauchen. Diese Konfrontation muss aufgelöst werden,
indem diskursiv erfahrbar gemacht wird, dass das unterschiedliche
Menschenrechtsverständnis auf historische Erfahrungen und wertbesetzte
Geschichtswahrnehmungen zurückzuführen ist.
Geplantes Programm
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Freitag
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ab 14.30 Uhr
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Anreise der Teilnehmer und Teilnehmerinnen
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16.45 Uhr
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Abfahrt des Sonderbusses ab Bad Harzburg
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17.45 Uhr
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Gemeinsames Abendessen
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19.00-22.00 Uhr
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Eröffnungsveranstaltung: Organisatorisches; gegenseitigem
Kennenlernen; erste Gedanken zur Tagung
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Samstag
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9.15-11.15 Uhr
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Die gegenseitigem „Wir“ und „Sie“-Bilder aus europäischer
und morgenländisch-islamischer Sicht am Beispiel des Osmanischen Reiches
Prof. Dr. Fikret
Adanir, Sabanci Universität, Istanbul
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11.30-12.30 Uhr
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Diskussion in Arbeitsgruppen: Selbstwahrnehmung und
Fremdwahrnehmung
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15.30-17.30 Uhr
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Menschenrechte in der islamischen Welt
M. Salim Abdullah, Zentralinstitut Islam-Archiv
Deutschland, Soest
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19.30-21.30 Uhr
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Genese der Menschenrechte in Europa
OStR Gerhard Voigt, Vorsitzender des Verbandes der
Politiklehrenden und Vorstandsmitglied der DTA
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Sonntag
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9.15-11.15 Uhr
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Die Frau in der islamischen Welt
Prof. Dr. Elçin
Kürsat, Institut für Soziologie, Universität Hannover
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11.30.-12.30 Uhr
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Abschlussdiskussion im Plenum
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12.30 Uhr
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Gemeinsames Mittagessen und Abreise der
Teilnehmer(-innen)
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Veranstaltungsort
Internationales Haus Sonnenberg
Sonnenberg-Kreis e.V.
Tagungsleitung
Prof. Dr. Elçin Kürsat,
Hannover
Beate Schäfer, Sonnenberg
Prof. Dr.
Elçin Kürsat-Ahlers lehrt an der Universität Hannover Sozialwissenschaften.
Sie ist Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Vereinigung zum Sozial- und
Geisteswissenschaftlichen Austausch e.V..
Beate
Schäfer ist im Fachbereich ‚Erwachsenenbildung‘ pädagogische Mitarbeiterin
beim Internationalen Arbeitskreis Sonnenberg.
Weitere Informationen
auch bei der
Deutsch-Türkischen Vereinigung zum Sozial- und
Geisteswissenschaftlichen Austausch e.V.
Universität Hannover Institut für Soziologie,
Vorsitzender: OStR Gerhard Voigt,
bismarckschule.voigt@gmx.de
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