Unterrichtsmethoden. Fachübergreifende Vorschläge für originelle
Unterrichtsvorhaben.
Entwickelt und beschrieben von Schülerinnen und Schülern der
Bismarckschule Hannover aus den Klassenstufen 9 bis 13 im Schuljahr 2007-2008.
Initiiert
im Unterricht von Dr. Heinz-Jörg Heinrich
Ein Experiment an der
Bismarckschule Hannover
Eine Gruppe von Schülerinnen
und Schülern der Bismarckschule Hannover erprobte im vergangenen Jahr
phantasievoll und engagiert neue Unterrichtsmethoden im Fach Geschichte.
Kann zum Beispiel visuelles
Unterrichtsmaterial als „Ausstellung“ aufgehängt und in einem „Museumsbesuch“
betrachtet und interpretiert werden? Kann ein Schüler eine Rede „als
Bismarck“ halten? Kann ein Quiz mit „Leckerli“ als Belohnung spaßiger und
motivierender gestaltet werden? …
Aufgabe war es, den
Unterricht einige Wochen lang völlig eigenverantwortlich zu gestalten – und
das Wichtigste: Keine üblichen Methoden wie Frontalunterricht oder übliche
Schulbucharbeit zu verwenden. Diese Aufgabe wurde überraschend produktiv
gelöst.
Die Verfasser verkennen
dabei nicht, dass über den Einbau dieses selbst verantworteten
Unterrichtsansatzes im gesamten Jahresunterricht Vorbereitungen sinnvoll sind
und eine Reflexion im weiteren Unterricht erfolgen muss.
Die Schülerinnen und
Schüler wollen nun, dass ihr dokumentiertes Engagement nicht gleich wieder
vergessen werden sollte, sonder Anregungen für die Zukunft und für eine
mögliche Weiterarbeit bieten könne. Sie haben daher in sorgfältiger Arbeit ein
Buch zusammengestellt, illustriert und publiziert.
Initiator dieses Projektes, an
dem sich auch andere Kolleginnen und Kollegen, vor allem aber die Schülerinnen
und Schüler aus verschiedenen Klassen selbst, beteiligten, war der engagierte
Kollege Dr. Heinz-Jörg Heinrich, der schon mehrfach durch unorthodoxe
und ungemein motivierende Unterrichtsprojekte hervorgetreten ist. Durch
reichhaltige Erfahrungen sowohl in der freien Wirtschaft als auch in der
Kommunalpolitik hat er einen freieren Blick auf die eingefahrenen Gleise des
üblichen Schulbetriebs bewahrt und erkannt, dass die Unterrichtsroutine
aufgebrochen und verändert werden muss. Dafür genießt er die Sympathie und
Achtung seiner Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Wertschätzung vieler
Kolleginnen und Kollegen.
Das Heft „Unterrichtsmethoden“
wird herausgegeben vom UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee,
Bismarckschule Hannover, e. V. Durch eine großzügige private Spende wurde der
Druck einer ersten Auflage ermöglicht, die für die Exemplare für die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Unterrichtsprojektes, für die Bibliotheken
und für einige Kolleginnen und Kollegen auch an anderen Schulen verwendet
werden soll in der Hoffnung auf öffentliche Resonanz und eventuelle
Weiterarbeit an dem Projekt.
Für eine größere auch im
Buchhandel erhältliche Auflage reichen die finanziellen Mittel nicht, die auch
von der Schule nicht aufgebracht werden konnten. So ruht unsere Hoffnung nun
auf einer weiteren Verbreitung durch das Internet, wo die Schrift auf der
vorliegenden Web-Site „http://www.unesco-club-hannover.de” veröffentlicht
worden ist (als PDF-Datei
herunter zu laden) wie grundsätzlich auch die übrigen Schriften der
Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die
UNESCO-Schule am Maschsee. Die Herausgeber und Autoren der
Schriftenreihe begrüßen es, wenn ihre Publikationen für private Zwecke vor
allem im Bildungs- und Schulbereich „herunter geladen“, werden, was den Schutz
der Urheberrechte in allen anderen Verwertungszusammenhängen natürlich nicht
ausschließt.
Wir freuen uns auf Ihre
Reaktion und Ihre Kommentare zu unserer Publikation und zu dem
Unterrichtsprojekt an der Bismarckschule Hannover!
UNESCO-Club für die
UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover
An der Bismarckschule 5
D 30173 Hannover
Ab
2007
Vorsitzender:
Stefan Schulze-Brüggemann
Kontakte über die Schule an
Herrn Schulze-Brüggemann
Verantwortlich für diese Publikation:
Gerhard Voigt, Oberstudienrat i.R. (seit 2009)
bismarckschule.voigt@gmx.de



Fachübergreifende Vorschläge für
originelle Unterrichtsvorhaben
Entwickelt und beschrieben von
Schülerinnen und Schülern der Bismarckschule Hannover aus den Klassenstufen 9
bis 13 im Schuljahr 2007-2008
Initiiert im
Unterricht von Dr. Heinz-Jörg Heinrich
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit OStR Gerhard Voigt und OStR DR. Lothar
Nettelmann
von den
Schülerinnen und Schülern
Dominik Dietrich, Ann-Kathrin
Kinder,
Yannik Schreiber und Malte Streitz
Veröffentlicht von der Bismarckschule
Hannover
in Zusammenarbeit mit dem Verlag der
Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee,
Bismarckschule Hannover, e.V.
Hannover im März 2008
Revidierte Ausgabe im Dezember 2008 /


Dass Pisa uns die Augen für die eher mäßige Qualität unseres
Unterrichts geöffnet hat, ist natürlich barer Unsinn. Wir, die Insider als
Lehrer, Eltern und Schüler, wussten es schon lange vorher! Nur: wir haben
nicht offen darüber gesprochen. Wir hätten daher für Reformen nicht erst auf
Pisa und die Folgen warten müssen, Interesse bei ambitionierten Lehrern,
verantwortungsbewussten Eltern und den eigentlichen Verlierern, unseren
Schülern, war schon immer da. Und doch haben wir den Pisa Studien eines zu
verdanken: es wird händeringend nach Veränderungen gesucht. Politiker und
andere Interessierte reisten scharenweise nach Finnland, dem Land der
vermeidlich erstklassigen Bildung, Wissenschaftler erstellten wunderbare
Studien, immer mehr Eltern meldeten sich mit zunehmender Renitenz zu Wort und
kamen ebenfalls mit ihren Vorschlägen, die Parteien machten natürlich auch
munter mit, die einen fordern mehr Gesamtschulen, die anderen mehr Leistung,
die nächsten wollen das althergebrachte dreigliedrige Schulsystem aufwerten,
wieder andere beschuldigten unsere Lehrer und die scheinbar ganz Schlauen
unsere Schüler selbst – hier sollte sich etwas ändern! Und der Erfolg all
dieser Bestrebungen bis heute: Fehlanzeige, wir suchen ihn vergebens.
Was läuft also falsch bei unseren Reformbestrebungen und der
immer weiter um sich greifenden Suche nach Verbesserungen? Alles! Denn wir
haben die besten Fachleute für miserablen Unterricht nicht befragt! Unsere
Schüler wurden schlicht übergangen! Und doch kennen sie ihre eigenen
Schwächen, die Fehler unseres Unterrichts, unseres Systems am besten und haben
gleichzeitig das wohl größte Interesse ihren Leidensweg zu beenden, nicht mehr
frustriert in Randaktivitäten abgleiten zu müssen, nicht mehr ihr Ziel im
Erzeugen von Unruhe im Unterricht zu sehen, nicht mehr die psychische
Destabilisierung (ich könnte es auch anders nennen) der Unterrichtenden in
ihrer Frustration als Ersatz für interessanten Unterricht zu sehen, sondern
sie erheben Anspruch auf eine erstklassige Ausbildung – sie wissen, dass sie
dies für ihr Bestehen in unserer globalisierenden Gesellschaft dringend
benötigen.
Und noch eins: Schüler wollen auch deshalb lernen, weil es
ihnen Spaß macht etwas zu leisten, zu entdecken, zu entschlüsseln!! Also
sollten wir sie machen lassen und nicht weiter die Verhinderer spielen.
Fragen wir sie und lassen sie uns ihre Vorschläge zeigen!
An unserer Schule haben wir deshalb in verschiedenen Jahrgängen
(10. bis 13. Jahrgang) ein Projekt gestartet, das Schülern die volle
Verantwortung für ihre Unterrichtsgestaltung, Materialauswahl, Didaktik und
Methodik etc. gab. Alles war erlaubt, nur die üblichen Unterrichtsmethoden
und didaktischen Ansätze nicht. Voller Ehrgeiz und mit einer bisher kaum
gekannten Motivation stürzten sie sich ins Lehrergeschäft. Anleihen durften in
der Erwachsenenbildung, in der Grundschulmethodik, den Spielesammlungen
unserer Kindheit und in allen anderen – manchmal vergessenen – methodischen
und didaktischen Schatzkistchen, die wir alle kennen, aber zu wenig verwenden,
gemacht werden.
Skeptikern können wir gleich hier vorab nicht nur die
Klausurergebnisse, die selbst im Leistungskurs außerordentlich erfreulich
waren, entgegenhalten (oder die Erkenntnis, dass selbst dem Lehrer die Stunden
riesigen Spaß brachten – der gespannt und voller Erwartung in den Unterricht
geht und der keinesfalls müde, sondern voller Elan und pfeifend gen Heimat
strebte), sondern vor allem ein Unterrichtsgefühl, das wir vielleicht alle
seit Jahren suchten, und hier endlich finden können. Verantwortungsbewusster,
leistungsorientierter, niveauvoller und zugleich kurzweiliger,
schülergerechter Unterricht – endlich ist er eingezogen in unser altes
Gemäuer! Wir haben unseren Schülern nahezu vollständig die Verantwortung für
ihr Lernen übertragen und dies war offensichtlich so motivierend, dass wir
alle kaum genug von diesem Unterricht bekommen konnten.
Klar, liebe Kritiker, die kleine hier vorzustellende Auswahl
unserer Stunden ist methodenlastig, aber vielleicht fehlen ja im
Geschichtsunterricht des Gymnasiums interessante, attraktive (also auch
emotional besetzte) Methoden mehr als in anderen Schulformen, da es ja wie
kaum eine andere Schulform Verantwortung für das Fachliche und somit auch für
die Didaktik trägt. Dabei haben wir keinen Anspruch auf die Erstellung einer
neuen Abhandlung, deren Entwürfe nur zu übernehmen sind. Wir wollen mit
unserer kleinen Schrift Sie und Euch anregen weiterzumachen, kreativ zu werden
und neue Stunden zu erfinden.
Übrigens: für meine Übertreibungen ein herzhaftes „sorry“ an
alle, die sich angesprochen und verletzt fühlen, doch ich stehe dazu! Wir
können gar nicht genug übertreiben, um endlich voranzukommen. Also los!
Stümpert weiter oder fragt den nächsten Fachmann (klar, auch die Fachfrau),
der euch begegnet: den Schüler. Und dann macht endlich gemeinsam mit ihm und
ihr einen Spitzenunterricht – es geht!
Und zuletzt – bevor Sie sich selbst einen kleinen Eindruck
verschaffen können – ein Wort des Dankes an alle, die diese kleine Schrift
möglich machten: Dominik Dietrich, Ann-Kathrin Kinder, Yannik
Schreiber und Malte Streitz, die in besonderem Maße redaktionell
tätig waren, Dr. Lothar Nettelmann und Gerhard Voigt, als
Herausgeber der Reihe und die ganz nebenher auch noch Korrektur lasen, allen
beteiligten Schülern und natürlich auch der Schulleitung unserer Schule – die
alle durch ihr freundliche Unterstützung zum Gelingen beitrugen.
Dr. Heinz-Jörg Heinrich
Diese Sammlung von Verschlägen zu
Unterrichtsmethoden ist sicher noch nicht vollständig und sicher auch
ergänzungsfähig. Daher schlagen die Herausgeber vor, dass alle, die noch
andere Methoden beschreiben können und wollen oder schon bestehende
Vorschläge modifizieren oder ergänzen möchten, dies tun sollten und die
Ergebnisse als Datei an folgende eMail-Adressen schicken können:
"Gerhard Voigt"
bismarckschule.voigt@gmx.de
"Dr. Heinz-Jörg Heinrich"
Heinrich-Hildesheim@t-online.de
Danke!


Beschreibung:
Was passiert bei einem Battle? – Bei einem Battle stehen sich 2
Kontrahenten gegenüber. Sie müssen ihr Wissen vor den Schülerinnen und
Schülern beweisen.
Der Referent bzw. die Referenten suchen sich 2 Schüler aus, die
gegeneinander antreten müssen. Sie setzen sich gegenüber und der Referent
stellt sich zwischen sie. Der Referent wird nun eine Frage zum Thema der
Unterrichtseinheit stellen. Da die Schüler gegenüber sitzen, sind sie unter
Druck gesetzt, denn jede Sekunde zählt. Durch ein Handzeichen wird der
schnellere von Beiden drangenommen. Wenn die Antwort richtig ist, bekommt
derjenige einen Leckerlie. Der Verlierer geht leer aus.
Anwendungsbereich:
Das Battle findet meistens zum Schluss einer Unterrichtseinheit
statt. Es kann u. a. angewendet werden um in einer anderen Form zu testen, ob
die Schüler das neue Unterrichtsthema verstanden haben. Durch die
Wettkampfssituation entsteht eine gewisse Anspannung, welche die Motivation
fördert.
Funktion/ Wirkung:
Die Schülerinnen und Schüler können sich bei diesem „Wettkampf“
gegenseitig unter Beweis stellen, denn niemand will als „Looser“ dastehen, das
ist der Reiz des Battles:
-
„Hab ich gut zugehört? Hab ich alles richtig verstanden?“
-
„Hätte ich mich bei einer Frage vielleicht doch melden
sollen, damit ich beim Battle die richtige Antwort weiß?“
Wenn diese Unsicherheit nicht herrscht kann man es gegen jeden
aufnehmen und das ist der Sinn dieser Wissensüberprüfung. Durch die
Wettkampfssituation fühlt sich jeder dazu aufgefordert, aufmerksam zu sein,
genau zu beobachten und zu hinterfragen.
Roshak Nowshad-Soheili
Die Lehrkraft sollte sich genau
überlegen, in welchen Lerngruppen diese Methode sinnvoll ist, da durch die
mangelnde Integrationspotenziale heterogene Gruppen mit unterschiedlichen
„Startchancen“ letztlich lernhindernd „auseinanderdividiert“ werden können.
Der Wettkampfcharakter darf nicht erzwungen werden, sondern muss sich
spielerisch aus der Gruppe selbst heraus entwickeln. Im Idealfall sollte
tatsächlich „jeder seine Chance haben“!


Beschreibung:
Eine erste Stimme beschreibt eine Änderung (z.B. ein neues
Gesetz). Die Klasse wird in zwei Gruppen aufgeteilt und bilden jeweils die
„Stimme des Volkes“ (des Objekts der Manipulation). Sie gibt Zustimmung zu der
Maßnahme beziehungsweise äußert Ablehnung der Änderung. Danach erzählt die
zweite Stimme warum die Änderung wirklich geschah, geschieht oder geschehen
soll.
Funktion/ Wirkung:
Funktion: Die Klasse zu Manipulieren, um ihnen klar zu
machen, wie leicht es sein kann, einen Menschen zu kontrollieren.
Wirkung: Erklärung von Manipulationen anhand eines
Beispieles, bzw. des eigenen Körpers.
Anwendungsbereich
Alles was mit Manipulationen von Individuen zu tun hat.
Insbesonders geeignet zur Verdeutlichung der Wirkung von
Massenmanipulationen.
Matthias Braatz und Steffen Hurlebusch, (Klasse 10d)
Ein solches „Unterrichtsspiel“ kann und sollte sowohl
inhaltlich wie organisatorisch gut vor- beziehungsweise nachbereitet sein.
Dabei ist auch zu klären, wie in den „Stimmen des Volkes“ jeweils intern
Zustimmung oder Ablehnung durchgesetzt werden (wem gelingt es mit welchen
Methoden, seine Interessen durch „Homogenisierung“ seiner Anhängerschaft
durchzusetzen?); dafür gibt es einige Stichpunkte zum Thema Manipulation:
-
Verwendung emotional besetzter Begriffe („Heimat“,
„Gemeinschaft“ etc.),
-
Mehrdeutige und beschönigende Begriffe („Freisetzung“ statt
„Entlassung“, „Rausschmiss“).
-
Angstbilder mobilisieren („jugendliche Intensivtäter“, die
dann auch noch instinktiv mit „Ausländern“ gleich gesetzt werden und als
Thema an rassistische Vorurteile appellieren).
Letztlich muss es gelingen, der „Wir-Gruppe“ alle positiven,
der Gruppe der „Anderen“ alle abzulehnenden Eigenschaften zuzuschreiben und
damit die Stellungnahme zu der einleitenden „Änderung“ oder „Maßnahme“ fest zu
legen.


Beschreibung:
Bei flexiblen Rollenspielen schlüpfen die Darsteller (Lehrer,
Schüler, o. a.) z. B. in die Rolle einer historischen Persönlichkeit und
spielen eine Szene aus deren Leben nach. Das Publikum kann dabei mit
einbezogen werden und u. a. einfache kleine Nebenrollen übernehmen oder auch
nur die Szene beobachten.
Um die Wirkung zu unterstützen können die Darsteller dabei z.
B. die Sprache der Person übernehmen und sich auch in ihrer Kleidung anpassen
oder es können musikalische, bildliche oder textliche Elemente eingebracht
werden.
Es ist aber auch möglich, das Rollenspiel nicht auf eine
einzelne Person zu beschränken, sondern z. B. auch auf verschieden
Volksgruppen, um deren Verhältnis / Miteinander / Zueinander.
Weitere Varianten sind zudem, die Nachrichtensendung, der
Stammtisch, die Standbilder sowie alle Arten von Reden und Konferenzen.
Anwendungsbereich:
Flexible Rollenspiele sind vielseitig einsetzbar vor allem. im
Geschichtsunterricht, da man hier durch die eigenständige Gestaltung die
Handlungsabläufe und die Zusammenhänge nachvollziehbarer machen kann.
Weitere Anwendungsbereiche in der Schule könnten aber auch der
Fremdsprachen-, Deutsch-, Religions-, Politik- und Kunstunterricht sein, sowie
alle andere Bereiche in denen es hilfreich sein kann, das Gelernte zu
veranschaulichen, indem man eine Situation nachspielt.
Funktion/ Wirkung:
Die Funktion der flexiblen Rollenspiele besteht darin, das man
durch Veranschaulichung einer Situation oder einer Person, die Bedeutung, das
Handeln oder die Aufgabe (Funktion) dieser zu verdeutlicht und somit
verständlich für andere macht.
Dadurch, dass die Fakten oder Probleme in einer gespielten Form
dargestellt werden, fällt es den Zuhörern leichter sich in die Person oder die
Situation hinein zu versetzen und anschließend die Vorgänge zu verstehen.
Außerdem können sich die Zuhörer die Informationen besser
merken, da Sie sie mit den Bildern und den Darstellern assoziieren können und
nicht nur in schriftlicher Form bearbeitet haben.
Sevda Eliagir und Ann-Kathrin Kinder


Beschreibung:
Die Gehirnwäsche (bzw. der Schauprozess) ist eine Art
Rollenspiel. Dieses unterscheidet sich von einem echten Rollenspiel, indem
kein vorgegebener Text eingeübt wird. Eine weitere Besonderheit ist, dass das
Opfer nicht vorbereitet ist, es wird frei aus dem Publikum ausgewählt. Der
Richter hat vorher seine Argumente vorbereitet die er hervorbringen kann, um
den Beschuldigten zu überzeugen. Der Richter nimmt eine erhöhte Position ein
um seine Überlegenheit dem Opfer gegenüber zu zeigen. Alle Aussagen oder
Argumente des Opfers werden durch Gegenargumente des Richters neutralisiert.
Nach einer Zeit ist zu beobachten, dass dem Opfer nach und nach die Argumente
ausgehen. Wenn das Opfer keine Argumente mehr hat, war die Gehirnwäsche
erfolgreich.
Funktion/Wirkung:
Diese Art von Rollenspiel soll zeigen, dass die Opfer solch
einer Gehirnwäsche oder Schauprozesses sich überzeugen lassen muss um dieser
Situation zu entkommen. Es wird außerdem gezeigt, dass das Opfer seine Meinung
nicht freiwillig ändert, sondern unter Druck gesetzt und überzeugt wird. Alles
in allem wird gezeigt wie unfair solche Prozesse abliefen.
Anwendungsbereich:
Am besten einzusetzen ist dies im Themenbereich des
Nationalsozialismus oder von Diktaturen.
Mario Grewe (Klasse 10D)
Für die Lehrerinnen und Lehrer ist der Hinweis bedenkenswert,
dass die genannte Zielsetzung dieser „Unterrichtsmethode“, nämlich das
verständlich Machen der inhumanen Methoden der Herrschaftsdurchsetzung in
Diktaturen im Unterricht vertieft und erörtert wird: bei dieser Methode ist
wohl eher die „Metaebene“ des Verhaltens wichtig. Einzugreifen ist sicherlich,
wenn erkennbar wird, dass die „Angeklagten“ tatsächlich Ängste entwickeln und
im schlimmsten Falle traumatisiert werden – wenn also das Rollenspiel in echte
Aggression umzukippen droht.
Beschreibung:
Bei dieser Methode wird den Schülern zunächst ein Schlagwort
genannt, ohne dieses in irgendeiner Weise näher zu beschreiben. Nun wird ein
Plakat durch die Runde gegeben, auf dem jeder Einzelne seine Gedanken zu
diesem Schlagwort niederschreiben kann. Dies kann sowohl in Sätzen, als auch
in Stichwörtern geschehen.
Während der Weitergabe des Plakates sollten sämtliche Schüler
ruhig sein.
Nachdem jeder die Möglichkeit hatte sich zu äußern, zeigt die
Lehrerinnen bzw. der Lehrer oder die Schülergruppe, die die Methode
vorstellt, das Plakat der ganzen Gruppe.
Jetzt haben alle Schüler die Möglichkeit sich entweder zu
ihrer Stellungnahme, oder zu der eines Mitschülers zu äußern und
gegebenenfalls Fragen zu stellen.
Funktion/Wirkung:
Bei jüngeren Altersgruppen erzielt man, dass die Schüler, die
in den meisten Fällen laut und unruhig sind, nun konzentriert und aufmerksam
sind.
Auch das Reinrufen, das oft zum Stören des Unterrichts führt,
wird dadurch verhindert.
Außerdem gibt man den zurückhaltenden Schülern, die Chance sich
ebenfalls zu einem Thema zu äußern.
Dies ist nicht nur ein angenehmer Einstieg für die Schüler,
auch die Lehrkraft profitiert davon, da sie dadurch einen Einblick in das
Vorwissen der Schüler erhält und ihren Erwartungshorizont danach ausrichten
kann.
Anwendungsbereich:
Zu Empfehlen wäre, diese Methode am Anfang einer
Unterrichtsstunde bzw. eines neuen Themas anzuwenden, da Informationen und
Wissen innerhalb der Gruppe ausgetauscht werden können. Darüber hinaus ist die
Methode in fast allen Fächern anwendbar und auch bei den meisten Themen.
Chira Germiani
Beschreibung:
Eine geschichtliche Quelle wird als Rollenspiel vor einer
Klasse vorgespielt. Dabei stehe das Vergehen einer Person gegen ein Gesetz im
Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler sitzen als Zuschauer in dem Gericht
und hören dem Dialog zu. Außerdem wird eine Auflistung der Ein- und Ausgaben
des Angeklagten durch den Rechtsanwalt vorgetragen. Um das Handeln auf dem
Schwarz Markt verständlicher zu machen, werden zwei freiwillige aus dem
Publikum ausgewählt. Diesen werden 200 RM (Reichsmark) in die Hand gegeben
und nun sollen sie auf dem Schwarz Markt, wo erhöhnte Preise herrschten
(Quelle: „Das waren Zeiten 4“ von C.C. Buchner; Seite 149, M17
„Schwarzmarktpreise), für einen Monat Lebensmittel erwerben, und dabei auf die
Nötigsten und Wichtigsten achten.
Funktion und Wirkung:
Die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler soll geweckt
werden. Durch die Auflistung der Ein- und Ausgaben wird die finanzielle
Situation des Angeklagten verdeutlicht und die Zuhörer bekommen so eine
Verdeutlichung in die Probleme des Angeklagten und seiner Familie, damit soll
das Handeln des Schuldigen verständlich gemacht werden. Somit kann das
Publikum das Handeln des Angeklagten verstehen. Durch das Rollenspiel wirkt
das rüber zu bringende Thema interessanter und spannender, dies führt dazu,
dass sich die Informationen bei den Zuhörern besser einprägen.
Anwendungsbereich:
Die Gerichtsshow kann angewendet werden, wenn geschichtliche
Ereignisse verdeutlicht werden sollen. Hier zum Beispiel das Vergehen auf dem
Hamburger Schwarz Markt. Dazu werden Quellen, Texte und Informationen aus
einzelnen Texten in einem Dialog zusammen geschrieben (z.B. „Das waren Zeiten
4“ von C.C. Buchner, Seite 149). Und von den Darstellern vorgetragen.
Das Geschehen auf dem Schwarz Markt soll dort angewandt werden,
wo die schwierige Situation der Bevölkerung unter alliierter Herrschaft
verdeutlicht werden soll. Für die Bevölkerung war es schwer an genügend
Lebensmittel für die ganze Familie zu kommen, weil sie entweder zu teuer
waren, oder nicht genügend zur Verfügung gestellt worden sind, was laut
Regierung aber nicht der Fall war, dies führte zu den vielen Verurteilungen
für das Vergehen auf den Schwarz Märkten im gesamten Deutschen Reich.
Lara Bothe, Sinem Demir, Sabrina Kubinski, Marie-Luis Rex
und Nora Sandvoß


Beschreibung:
Den Zuhörern wird die Thematik einer Schulstunde in Form einer
Museumsführung näher gebracht. Dabei werden verschiedene Medien wie z.B.
Modelle, Bilder, lebendige Reden oder Filme verwendet.
Es ist sinnvoll, die Museumsführung dafür auf zwei Räume zu
verteilen. Im ersten findet die eigentliche Führung statt. Dafür werden
Ausstellungstische mit Materialien aufgebaut, wobei es hilfreich sein kann,
diese nach ihrer Bedeutung anzuordnen.
Zu jedem Ausstellungsstück werden anschließend geschichtlichen
Informationen erläutert.
Es ist zudem möglich die Führung als eine Art Rundgang zu
gestalten, um sicher zu stellen dass auch alle Materialien wahrgenommen
werden.
Nach diesem Rundgang begeben sich die Teilnehmer dann in den
zweiten Raum. In diesem werden dann z. B. Filmausschnitte gezeigt oder andere
mediale Informationen, um das Thema noch zu verdeutlichen.
Funktion/ Wirkung:
Ziel dieser abwechslungsreichen Methode ist es, mit Hilfe von
verschiedenen Medien die Aufmerksamkeit der Gruppe zu wecken. Durch die
Bewegung wird das Interesse neu geweckt, welches u. a. bei unruhigen Schülern
schnell nachlässt. Die abschließende mediale Darstellung dient zur
Entspannung, bei der die neu gesammelten Informationen noch einmal in Ruhe
wiederholt werden, um so besser gespeichert werden zu können.
Anwendungsbereiche:
Diese Methode lässt sich in unterschiedlichen Bereichen
anwenden. In der Schule u. a. in allen Fächern in denen es Anschauungsmaterial
gibt, wie z. B. Gegenstände aus der Biologie. Aber auch im Sprachen-,
Religions-, Politik- und Geschichtsunterricht ist diese Methode sinnvoll
anwendbar.
Milena Blanke, Svenja Mach, Daniel Roemer, Elena Sery, Karl
Stahlmann


Beschreibung:
Reden historischer Personen werden bei dieser Methode
inszeniert: Eine Person „schlüpft“ in die Rolle der historischen Person, deren
Rede sie hält. Sie imitiert die Redeweise, den Dialekt, liest den Text betont.
Die Gestik und die direkte Anrede des Publikums sind dabei wichtig, ebenso wie
die Umgestaltung des Raumes so dass ein Rednerpult vorn in der Mitte steht und
die Schüler im Publikum sitzen, Blickrichtung nach vorne. Auch eine
Ankündigung der Rede, in der der Anlass und das Jahr genannt werden, in der
die Rede einst gehalten wurde, sind ein Teil der Inszenierung.
Funktion/Wirkung:
Den Zuhörern bleibt eine Darstellung/Inszenierung deutlicher im
Gedächtnis, als das bloße Lesen des Textes. Die Veränderte Sitzsituation
steigert zusätzlich die Aufmerksamkeit. Die Darstellung der Rede ist dann
besonders gelungen, wenn, z.B. durch Übertreibungen in der Gestik oder durch
Imitation des Dialektes des „original“-Redners, das Publikum (die Schüler)
lachen. Dann nämlich wird auch der Inhalt im Gedächtnis bleiben, eben so wie
der Anlass, zu dem die Rede gehalten wird (darum während der Rede das Publikum
immer wieder ansprechen!).
Anwendung:
Diese Methode sollte nicht bei jeder Rede Verwendung finden, um
der Situation „das Besondere“ nicht zu nehmen. Geeignet sind bei den Schülern
bekannte Persönlichkeiten, bei denen entweder durch Ton- und
Bildaufzeichnungen die Gestik, der Dialekt und/oder die Redeweise bekannt
sind, oder Persönlichkeiten wie z.B. Könige, bei denen sich die Gestik,
Haltung, Redeweise leicht vorstellen und übertreiben lassen.
Die Methode erfordert etwas Übung von Leser und Publikum.
Anne Mehrstedt
Beschreibung:
Ein Schüler kleidet sich wie eine historische Person, von der
er eine originalgetreue Rede vorträgt, die er auswendig gelernt hat. In
unserm Beispiel hat ein Schüler eine Rede von Adolf Hitler vorgetragen.
Funktion:
Die Schüler bekommen ein genaueres Bild der damaligen Situation
und der Person, die die Rede damals gehalten hat.
Wirkung:
Solange der Schüler die Rede einigermaßen gut auswendig kann
und sie gut rüberbringen kann, hören die Schüler interessiert zu.
Natürlich muss der Schüler ausreichend für das Auswendiglernen
belohnt werden.
Anwendungsbereich:
Der Anwendungsbereich ist vor allen Dingen das dritte Reich,
z.B. die Reden von Adolf Hitler und Goebbels eignen sich besonders gut weil
sie interessant sind und die Situation gut widerspiegeln.
Matz Drews, Leon-Geller Hartung
Notwendig ist nicht nur die vorherige kritische Beschäftigung
mit Text-, Bild und (bei zeitgeschichtlichen Persönlichkeiten)
Ton(-film)-Dokumenten der betreffenden Persönlichkeit, sondern der ernsthafte
Versuch, sich durch biographische Dokumente ein Bild der betreffenden
Persönlichkeit zu machen.
Beschreibung:
Es wird eine Rede gehalten im Sprach- und Umgebungsstiel der
jeweiligen Zeit. Der Redner steht in einer erhöhten Position und eventuell
hinter einem Pult. Das gesamte Licht sollte auf den Redner gerichtet sein.
Funktion / Wirkung:
Durch die an die Zeit angepasste Umgebung und den Sprachstil
fühlen sich die Zuhörer in die Situation des Volkes hinein versetzt. Dank der
erhöhten Position erhält der Redner die Achtung der Zuhörer. Durch das Licht
wird noch mal die gesamte Aufmerksamkeit auf den Redner Gerichtet.
Anwendungsbereich:
Diese Methode lässt sich gut für das Thema Nationalsozialismus
verwenden, zum Beispiel kann mit dieser Methode eine Rede von Goebbels oder
Hitler wieder gegeben werden.
Maria Narodovitch, Pablo Giesen


Beschreibung:
Es gibt zwei Arten ein Interview zu gestalten. Zum einen kann
man ein Interview mit dem Publikum führen oder ein eingespieltes Interview mit
einem Vortragspartner. Benutzen kann man ein Mikrophon um den Realitätsfaktor
zu erhöhen.
Funktion/Wirkung:
Das Interview mit dem Publikum ist eine Variante, um Fragen
beantworten oder stellen zu lassen, sowie Meinungen und Kommentare auf eine
auflockernde Weise zum Besten zu geben. Durch Meldungen oder spontanes
Ansprechen werden nicht nur fachlich Starke, sondern auch Schwächere
gefordert. Jeder Gefragter fühlt sich besonders, da seine/ ihre Meinung
gefragt ist.
Das eingespielte Frage-Antwort-Spiel soll die Verbindung mit
Bekanntem herstellen, wie beispielsweise den Nachrichtensendungen im
Fernsehen. Dadurch wirkt das Vorgetragene spannender und das Publikum kann die
Fakten einfacher aufnehmen.
Anwendungsbereich:
Das Interview lässt sich bei jeder Vortragsweise anwenden.
Beispiel:
Der Vortrag simuliert eine Nachrichtensendung und ein Abschnitt
stellt ein Interview „mitten in der Stadt“ nach. Der Reporter trifft
„zufällig“ eine Person, die eine sehr extreme Meinung vertritt und nach seinem
Kommentar läuft dem Reporter eine zweite Person mit der entgegengesetzten
Meinung über den Weg. Nun werden weitere „Passanten“ nach Meinungen und
Argumenten gefragt. Da sich „Passanten“ natürlich nicht einfach melden, sucht
der Reporter besonders die versteckten und schüchternen Personen heraus. „Nun
zurück ins Studio!“
Insa Siebels
Methode: Einsatz von Medien
Beschreibung:
Durch den Einsatz von Medien, (d.h. einer PowerPoint
Präsentation, OHP, Musik, Licht, Filmen etc.) kann man sein Thema sowohl
visuell als auch akustisch unterstützen.
Funktion/Wirkung:
Man kann durch den richtigen Einsatz von Musik bestimmte
Stimmungen im Publikum aufbauen, die den Zuhörer motiviert, konzentriert oder
ihn entspannt.
Auch durch den Einsatz von visuellen Mitteln, kann eine erhöhte
Aufmerksamkeit beim Zuhörer erzielt werden. Dabei darf nicht vergessen werden,
dass Medien, wie PowerPoint Präsentationen, nicht den Mittelpunkt des gesamten
Vortrages einnehmen sollten, sondern eher als Unterstützung (durch Bilder,
Karikaturen, Jahreszahlen, Filme etc.) dienen.
Anwendungsbereich:
Um eine Zeitreise darzustellen (heute > Antike oder von heute >
2. Weltkrieg), eine Ruhephase oder beim Einlass des Publikums in den Raum
(dies als Auflockerung gegenüber der sonst üblichen etwas „staubigen“
Atmosphäre, die dem Zuhörer bei einer Präsentation vorfindet), kann man Musik
als Unterstützung im Hintergrund benutzen. Dabei ist die richtige Musikauswahl
wichtig, um eben die richtige Einstimmung beim Zuhörer zu erzielen (bspw. bei
der Ruhephase Entspannungsmusik spielen).
Um eine Nachrichtensendung darzustellen, können ausgewählte
Bilder neben/über/unter dem „Nachrichtensprecher“ gezeigt werden, um den
Inhalt des Präsentierten Nachdruck zu verleihen und damit der Zuhörer den
Inhalt besser verarbeiten kann. (Es sollte dabei auf eine saubere
Projektionsfläche geachtet werden.)
Diese Methode ist schwer mit nur einer Person durchführbar.
Daher die Empfehlung, sie nur bei Gruppenreferaten/-präsentationen anzuwenden.
Salima Boukhedouni
Informationswiedergabe durch Dialog
Die Schüler geben aus einem geschichtlichen Text wichtige Daten
und Fakten in einem Dialog oder Schauspiel wieder. Durch kann man auch, wenn
im Thema vorhanden, Stimmungen und Situationen gut wiedergebe.
Dadurch bleiben den Schülern die Sachen besser im Kopf, da sie
sich intensiv damit beschäftigt haben.
Lichtquelleneffekt
Mit Hilfe einer Taschenlampe oder eines OVP kann man die
Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt lenken. Am besten funktioniert es
wenn man zusätzlich noch den Raum abdunkelt.
Außer Folien kann man mit dem OVP auch Karten, Plakate und
sogar Darstellung, Schauspiele und Dialoge in Szene setzen.
Auch mit der Taschenlampe kann man es ähnlich machen. Wenn man
zum Beispiel auf einer Karte, einem Plakat oder ähnlichem nur bestimmte Dinge
zeigen möchte, ist eine Taschenlampe ganz praktisch.
Dadurch kann man die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf bestimmte
Dinge lenken. Wodurch sie weniger von andere Dingen abgelenkt werden.
Schweigeminute
Wenn ein Thema bedrückend ist kann man das ganze noch mit einer
Schweigeminute untermalen. Das regt dazu an, dass die Schüler sich noch mal
Gedanken darüber machen und somit das Thema im Kopf noch mal wiederholen.
Außerdem unterstreicht man damit die Bedeutsamkeit, Ungerechtigkeit oder
Wichtigkeit eines Themas.
Zusätzlich kann man dazu auch eine Kerze anzünden.
Nicole Henkner, Gwen Schreiber, Tim Köhler, Semih Senyüz
Wozu ins Fernsehen, wenn es auch in der Schule geht?
Beschreibung:
Der Moderator leitet den Unterricht, indem er die einzelnen
inhaltlichen Teilstücke abrundet und miteinander verknüpft. Es ist ihm selbst
überlassen, ob er sich aktiv in die Rollenspiele integriert oder ob er sich
nur passiv am Geschehen beteiligt und das gemeinsame Zusammentragen der
Informationen mit den Schülern leitet, sowie sie bei der Bearbeitung der
Aufgaben betreut.
Funktion / Wirkung:
Das Ziel des Moderators ist es, die den Unterricht interessant
zu gestalten und das Geschehen für die Schüler verständlich zu machen, damit
sie fließend von einem Punkt zum nächsten gelangen können und sich wie in
einem spannenden Spiel fühlen
Anwendungsbereich:
Der Moderator kann bereits zu Beginn ein paar einleitende Worte
sprechen, sowie am Ende den Abschluss bilden. Zusätzlich tritt er zwischen den
einzelnen Teilstücken (wie z.B. zwischen Rollenspiel und
Flipchartzusammenfassung) auf, kann aber auch zugleich an ihnen teilnehmen.
Wenn der Moderator eine persönliche Beziehung zu dem Publikum
aufbauen möchte, könnte er dieses tun, indem er z. B. mit den Zuhörern einer
Reise in seine Vergangenheit unternimmt. Er führt sie dort durch seinen ganz
gewöhnlichen Alltag, vom Stammtisch bis zu den Reden großer Staatsmänner.
Sobald ein Rollenspiel beendet ist, erstarren die beteiligten
Personen zu einem Standbild. Nur der Moderator kann sich aus diesem lösen, um
mit den Zuschauern über das eben Gesehene zu sprechen.
David Thrien
Beschreibung:
Man lässt Schüler an zeitgemäßen Gegenständen zeitgemäße
Handlungen vollführen wie zum Beispiel das Zerstören von damalig verbotenen
Bildern oder die Selektion von Minderheiten, die von Schülern dargestellt
werden. Dabei lässt der „Gruppenleiter“/Moderator nicht nur
Gruppenmitglieder, sondern auch Zuschauer, aktiv am Geschehen teilhaben.
Funktion:
Hierbei können sich die Beteiligten besser in die jeweilige
Zeitepoche hineindenken und somit wird der Lernerfolg gesteigert.
Außerdem hat sich gezeigt, dass Destruktivität mehr die
Beteiligung anregt, als die bisherige, im Unterricht vorhandene und ständig
geforderte Konstruktivität.
Anwendungsbereich:
Diese Methode kann beispielsweise zur Darstellung einer
Kunstgalerie der NS-Zeit verwendet werden. Hierbei werden Schüler dazu
gebracht, Kunst zu zerstören, die damals als „entartet“ galt. Allerdings lässt
sich dies auch mit jedem anderen beliebigen Objekt beziehungsweise Thema
durchführen.
André Höber, Merlin Witte
Beschreibung:
Nach dem gehaltenen Vortrag wird die Klasse bzw. der Kurs 2-6
Gruppen eingeteilt. Jedes Mitglied einer Gruppe tritt für eine Frage aus dem
Quiz, welches sich mit dem Unterrichtsthema beschäftigt, gegen ein anderes
Mitglied aus einer anderen Gruppe an. Ist die Frage beantwortet worden, so
stellen sich alle Befragten in die Reihe ihrer jeweiligen Gruppe an. Für jede
richtig beantwortete Frage gibt es einen Punkt; die Gruppe mit den meisten
Punkten bekommt einen kleinen Preis.
Funktion/Wirkung:
Durch das Quiz werden die Fakten des Vortrages/des Unterrichtes
in Erinnerung gerufen, zusammengefasst und verinnerlicht. Der Wunsch, das
Quiz zu gewinnen und die Aussicht auf einen Preis weckt den Ehrgeiz der
Schüler. Dies hat den Vorteil, dass die Schüler sich engagieren, Interesse
zeigen und zusätzlich das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird.
Anwendungsbereich:
Nach gehaltenen Vorträgen bzw. Unterrichtsstunden als
Wiederholung des Gelernten.
Lea-Philine Bock, Alexander Kosenko
Beschreibung:
Das Ansprechen von Themen die jeder Lehrer zu umgehen versucht
auch in Zweideutigkeiten (also das Problem nicht direkt aussprechen, zum
nachdenken anregen).
Funktion, Wirkung:
Tabuthemen sind immer interessant weil man das meiste das
erzählt wird schon mal irgendwie gehört hat, die Tabuthemen (z.B. Affären,
Intrigen, Verschwörungen,…) sind nicht so geläufig, sie wecken das Interesse
aus einer ganz anderen Richtung und komplett neu.
Anwendungsbereich:
In unserer Unterrichtsstunde mussten wir ein relativ
langweiliges und auch schon bekanntes Thema vorstellen, also informierten wir
uns über die Charaktere unseres Rollenspiels und brachten kleine Anspielungen
und ähnliches in ihr Gespräch mit ein.
Luise Hentze
Was ist ein „Tabu“? …


Beschreibung:
Bei dieser Unterrichtsmethode anderer Art setzen sich die
Schüler meist in einen Stuhlkreis zusammen und führen eine
Unterrichtsdiskussion.
Hierbei gilt die Regel, dass jeder Schüler (Referenten
inbegriffen) nur reden darf, wenn er das Diskussionsstofftier in der Hand
hält.
Funktion/Wirkung:
Die Funktion der „Stofftierdiskussion“ ist es, eine geregelt
ablaufende Diskussion zu produzieren, bei der die Teilnehmer sich
untereinander ausreden lassen und nicht alle gleichzeitig sprechen oder
andere Teilnehmer während Ihres Beitrages unterbrechen.
Dies wird durch die Regel bewirkt, dass immer nur der
Teilnehmer (Schüler) reden darf, der gerade das „Stofftier“ in der Hand hat.
Dieses muss er nach seinem Beitrag an einen anderen Teilnehmer, der etwas zur
Diskussion beitragen möchte weitergeben.
Anwendungsbereich:
Diese Unterrichtsmethode kann in jeder Diskussion verwendet
werden, in der Ruhe und Konzentration erforderlich sind.
Beispiele dafür sind: z. B. Referatssituationen, in der die
Zuhörenden eingebunden werden sollen oder Klassendiskussionen, in der sich die
Lehrerin bzw. der Lehrer zurückhält und die Schüler eine geordnete Diskussion
führen sollen oder die Schüler selbst die Diskussion leiten.
Inken Boeck
Der kritische Moment dieser Methode ist die Übergabe an den
nächsten Redner. Die erste Möglichkeit ist, dass der jeweilige Vorredner
bestimmt – im Rahmen vorher gemachter Vereinbarungen –, wer als nächster das
Wort ergreift. Das kann aber zum stillschweigenden Ausgrenzen bestimmter
Mitschülerinnen und schüler – eventuell mit missliebigen Meinungen – führen
und die Diskussionsrunde auseinander sprengen. Die andere Möglichkeit ist,
dass ein Gesprächsleiter bzw. eine Gesprächsleiterin bestimmt wird, die den
formalen Ablauf regelt. Im Zweifelsfalle könnte das auch die Lehrerinnen oder
der Lehrer sein. Das Gespräch über dieses Problem dürfte ein wichtiger Punkt
beim Umsetzen dieser Methode sein.
Beschreibung:
Es werden Personen aus dem Publikum/Kurs ausgesucht und zum
„Moderator“ gebeten. Nun werden zeitgemäße Dinge gezeigt(z.B. mit Power Point,
Plakate oder Bilder). Jetzt werden Schilder hochgehalten welche die vorher
ausgesuchten Personen vorlesen und passende Gesten dazu machen sollen.
Funktion/Wirkung:
Durch das Ansprechen mehrerer Lernkanäle (hier: Hören,
Sehen, Sprechen und Fühlen) wird der Lerneffekt gesteigert, da es für die
leichter zu verstehen ist und somit schneller verinnerlicht wird.
Anwendungsbereich:
Mit dieser Methode können sehr gut Reden, Vorträge oder
Präsentationen aus verschiedenen Bereichen dargestellt werden.
Merlin Witte, Sven Fröhlich
Beschreibung:
„Memory“ ist eine spielerische Verknüpfung von Texten und
Bildern. Die Gruppe wird dafür in zwei Parteien geteilt, wobei die eine Hälfte
die Texte und die andere die dazugehörigen Bilder bekommt.
Beide Gruppen versuchen so viele Paare wie möglich zu finden.
Die Gruppe mit den meisten Pärchen gewinnt.
Beide Gruppen legen die Texte bzw. Bilder umgedreht hin. Jeder
einzelne Mitspieler hat die Möglichkeit ein Pärchen zu finden, hat er dies
getan so darf er wiederholt suchen, so wird das Engagement jedes einzelnen
Spielers gefördert und auch die Gruppe richtet die gesamte Aufmerksamkeit auf
das Spiel und versucht motiviert mitzuspielen.
Tipp: Es müssen nicht separate Textpassagen sein, um
„Memory“ spielen zu können. Ein zusammenhängender Text kann in Teile
zerschnitten werden.
Funktion/ Wirkung:
Das Spiel „Memory“ verstärkt die Einprägung der Texte und
Bilder. Der Text und das Bild hinterlassen eine Nachricht im Kopf des
jeweiligen Mitspielers, die durch die ständige Konfrontation, die durch das
umdrehen der Kärtchen ausgelöst wird, entsteht.
Außerdem können die Teilnehmer die Texte mit den Bildern
assoziieren und die Informationen somit besser behalten.
Anwendungsbereich:
„Memory“ ist in vielen Bereichen einsetzbar, beispielsweise im
Geschichtsunterricht, da viele bedeutende Menschen die Weltgeschichte geprägt
haben und es dazu auch viele verschiedenartige Texte und Materialien gibt.
Weitere Anwendungsbereiche können aber auch der Fremdsprachen-,
Deutsch-, Religions-, Politik- und Kunstunterricht sein, sowie alle anderen
Bereichen, in denen es hilfsreich sein kann, Texte mit den dazu passenden
Bildern zu verknüpfen.
Sahra-Sylwia Kijanski
Beschreibung:
Eine Fernbedingung kann zum Anhalten, beziehungsweise Vor- und
Zurückspulen, eines Rollenspieles genutzt werden.
Funktion / Wirkung:
Durch die Fernbedienung kann beispielsweise der Vortrag einer
historischen Rede unterbrochen werden, um einige Informationen hinzuzufügen,
um ein Kommentar abzugeben oder um einige Erklärungen einfließen zu lassen.
Rede und Erklärungen ( bzw. Kommentare, Verständnisfragen, etc. ) werden nicht
wie üblich nacheinander, sondern abwechselnd behandelt, dies verhindert
Eintönigkeit.
Anwendungsbereich:
Für in erster Linie schauspielerisch vorgetragene Reden (und
ähnliches).
Felix Lapossa
Beschreibung:
In unserer Stunde hatten wir das Thema Deutschland unter
alliierter Herrschaft. In dem Film, der eine Dauer von ca. eineinhalb Minuten
hatte und mit Hilfe einer durchschnittlichen Digitalkamera gedreht wurde,
ging es um die Trümmerfrauen. Im Film waren drei Frauen zu sehen (Lara, Nora,
Sabrina) die Trümmer, im Film durch Scherben und Steine dargestellt,
wegräumten. Die Frauen unterhielten sich neben ihrer Arbeit über ihre
Situation, also wie schlecht es ihnen ging.
Das Drehbuch hat unsere Gruppe selber geschrieben und die
verwendeten „Kostüme“ waren alte Kleidungsstücke unserer Eltern, die auf
schäbig getrimmt wurden.
Funktion/ Wirkung: Dieser Film hatte die Funktion, dass den
anderen Schülern die Dramatik der früheren Situation klar gemacht werden
sollte. Er sollte die gesamt Situation also verdeutlichen, was mit einem Film
gut funktioniert.
Des Weiteren ist der Film dazu da gewesen die Stunde zu
veranschaulichen und die Leute zu fesseln. Dies ist auch gut gelungen, denn
das Publikum gab uns ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.
Außerdem hatte der Film einen guten Unterhaltungseffekt, somit
haben wir erreicht, dass unsere Mitschüler Spaß hatten aber trotzdem was
lernten.
Anwendungsbereich:
Für einen Film benötigt man mehrere Dinge. Zum einen braucht
man unbedingt eine Kamera, zum anderen Verkleidungen und...
Auch eine passende Umgebung ist unabdingbar damit der Film
realistisch ist. Das Drehbuch sollte die Gruppe gemeinsam entwerfen, es dabei
darauf zu achten, dass ein gewisser Lerneffekt beim Publikum ist, das heißt er
muss viele Informationen aus z.B. dem Buch enthalten.
Beispiel:
Ein Film über die Situation der Frauen nach dem 2.
Weltkrieg
-
Verkleidung: Kleidung die schäbig wirkt – von den Eltern
-
Drehort: Ein Kellereingang
-
Drehbuch: zusammen entworfen;
-
Frauen unterhalten sich neben ihrer Arbeit über ihre
Bezahlung, ihre Arbeit, Nahrung, Familiesituation….
-
Kamera: Digitalkamera
Lara Bothe, Sinem Demir, Sabrina Kubinski,
Marie- Luis Rex und Nora Sandvoß
Beim schnellen Quiz stehen Reaktionsfähigkeit und Wissen im
Vordergrund.
Beide Eigenschaften sollen mit dieser Lernmethode gezielt
gefördert werden.
Der Ablauf dieser Unterrichtsmethode ist relativ simpel:
Die Schulklasse bzw. der Kurs wird in 2 gleich starke
Mannschaften aufgeteilt.
Jedes Team stellt sich in einer Reihe hintereinander auf und
platziert sich dann so, dass beide Teams in einer Reihe nebeneinander stehen.
Der Lehrer nimmt in diesem Fall die Rolle des „Showmasters“ ein
und stellt sich vor die beiden Reihen seiner Schüler.
Dieser stellt nun Fragen bezüglich des Unterrichtsstoff.
Die beiden in der Reihe, an erster Stelle platzierten Schüler
der beiden Teams, müssen nun die richtige Antwort geben. Der Schüler, der als
erster die richtige Antwort geben konnte, darf sich nun in der Reihe seines
Teams wieder hinten anstellen.
Der in der Reihe als erster stehende Schüler der generischen
Mannschaft muss dagegen gegen den neuen nachgerückten Schüler des anderen
Teams in einer neuen Frage antreten.
Auch hier darf sich wieder der Schüler, der die richtige
Antwort als erster geben konnte in seiner Reihe hinten anstellen.
Die Mannschaft, die als erste mit allen Schülern einen
Durchgang durchlaufen hat und der erste Schüler wieder vorn in der Reihe steht
hat gewonnen.
Die Durchgänge können beliebig wiederholt werden.
Tipp: Der Lehrer kann (besonders bei jüngeren Schülern) für
richtig beantwortete Fragen kleine Belohnungen, wie zum Beispiel Bonbons oder
Schokolade verteilen.
Janina Oberpottkamp
Vgl. den Methodenvorschlag „Leckerlie“ mit
Kurzkommentar. – Vorschlag zur Modifikation: Es werden drei Gruppen gebildet, die jeweils eine Stunde vorher die Aufgabe bekommen,
je eine Liste von Fragen zusammenzustellen. Dies sollte schriftlich erfolgen.
Die Gruppen kommen nacheinander dran, ihre Fragen im Sinne des oben
vorgestellten Methodenvorschlags den beiden anderen zu stellen (an Stelle
des Lehrers bzw. der Lehrerin). Die Lehrkraft hat dann die
„Überwachungsfunktion“, ob die Antworten richtig sind oder ob gegebenenfalls
die erwartete Antwort fehlerhaft ist. Dann bekommt die Fragegruppe
jeweils einen Minuspunkt für die Gesamtabrechnung!
Beschreibung:
Die Stühle des Klassenraums, werden nicht in Richtung der
Tafel, sondern im Halbkreis, zur gegenüberliegenden Wand ausgerichtet. Die
Tische werden vorzugsweise aus dem Raum gestellt, wenn dies nicht möglich
ist, an die andere Seite des Raumes. Die Tafel wird mit einem Tuch abgehängt.
Funktion / Wirkung:
Dadurch, dass die Schüler nicht mehr die Tafel im Sichtfeld
haben, wird der Unterricht weniger mit dem normalen Schulalltag assoziiert.
Die fehlenden Tische bewirken, dass die Schüler sich nur noch auf den
Unterricht konzentrieren können und nicht mehr abgelenkt werden. Zudem sehen
und verstehen sich die Schüler weitaus besser.
Anwendungsbereich:
Diese Methode wird in Unterrichtseinheiten genutzt, in welchen
nicht viel notiert werden muss. Das gesehene und gehörte steht im Vordergrund.
Zudem ist es hier einfacher Diskussionen zu führen und Themen vorzuführen.
Das umgedrehte Klassenzimmer zeigt am meisten Wirkung, wenn
es mit anderen alternativen Lernmethoden angewendet wird.
Dominik Dietrich
Beschreibung:
Es wird durch ein Schauspiel oder einen selbst gedrehten Film
eine Zeitreise in die Vergangenheit simuliert und anschließend kann durch
beispielsweise ein Rollenspiel die dort herrschende Situation dargestellt
werden.
Funktion / Wirkung:
Durch die Zeitreise wirkt ein nachfolgendes Rollenspiel
authentischer, wodurch das Wissen leichter vermittelt wird. Außerdem kann mit
diesem Verfahren die Aufmerksamkeit wieder gehoben werden.
Die Zeitreise kann ein historisches Ereignis aus zeitlich
unterschiedlichen Perspektiven veranschaulichen. Zudem kann mittels der
Zeitreise ein fließender Übergang vom Rollenspiel zu den Erklärungen
geschaffen werden.
Anwendungsbereich:
Es ist möglich mit der Zeitmaschine alle historischen Epochen
zu bereisen.
Felix Lapossa, Marvin Norbert Niermann und Pieter Michael
Schaffert
Auch in der Schule darf man sich mal wie in der Kneipe fühlen
Beschreibung
Es wird ein Stammtisch gebildet. Diese werden sich im weiteren
Verlauf unterhalten, um so Informationen für die Zuhörer zu vermitteln.
Für die Gestaltung des Stammtisches bieten sich einfache
Schultische mit einer Decke an. Die Personenanzahl des Stammtisches kann
beliebig gewählt werden. Auch eine Kellnerin darf hier nicht fehlen. Um den
Stammtisch möglichst effektiv zu gestalten, sollten sich die Mitglieder auch
gemäß der gespielten Zeit kleiden.
Funktion / Wirkung
Das Ziel des Stammtisches ist es Information an die Zuhörer zu
vermitteln. Diese Informationen erhalten durch das Gespräch am Stammtisch
einen interessanten Rahmen. Informationen können durch das Mithören einer
Unterhaltung besser aufgenommen und langfristiger gespeichert werden.
Zusätzlich steigt die Aufmerksamkeit genauso wie das Interesse.
Anwendungsbereich
Das Stammtischgespräch kann hervorragend zu fast jedem
Themenbereich angewendet werden. Es biete sich jedoch vor allem politische und
soziale Themen an, da diese schon immer von der Bevölkerung diskutiert wurden.
Christoph Kues


Beschreibung:
Dieses ist nicht nur ein Ausruf wild gewordener Tierliebhaber,
sondern auch ein wunderbares Mittel, um die Motivation der Schüler erheblich
zu steigern.
Mit „Leckerlie“ ist eine kleine Belohnung, z. B. in Form von
Schokolade oder Bonbons, für die Schüler gemeint.
Funktion/Wirkung:
Die Belohnung weckt das Interesse der Schüler und Ihre
Motivation sich aktiv am Unterricht zu beteiligen, z. B. in Form von Meldungen
oder einem sinnvollen Beitrag zum Thema .
Aus Sicht des Schülers ist nämlich ein „Leckerlie“ eine viel
größere Belohnung als ein Lob des Lehrers.
Denn wer freut sich schließlich nicht über ein Stück Schokolade
zwischendurch?
Da möglichst jeder Schüler etwas von der Belohnung ergattern
möchte, wird die Mitarbeit erheblich gesteigert und die Schüler „pushen“ sich
gegenseitig.
Anwendungsbereich:
Anwenden kann man diese Form von Belohnung in so gut wie jeder
Phase des Unterrichts.
Ein Beispiel für die effektive Anwendung ist z. B. ein Quiz am
Ende der Schulstunde, welches sich mit dem in der Stunde behandelten
Unterrichtsmaterial beschäftigt. Das Quiz sorgt in einer abwechslungsreichen
Form dafür, dass der neue Unterrichtsstoff gefestigt wird. Das „Leckerlie“
weckt zudem das Interesse der Schüler, an diesem Quiz teilzunehmen.
Man sollte jedoch beachten, dass jeder einmal bei dem Quiz
gewinnt, sonst bewirkt es bei den schlechteren Schülern nur noch größeren
Unmut, wenn sie nie belohnt werden. Der Erfolg ist dann mit Sicherheit
garantiert.
Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Als Lehrer sollten Sie
immer darauf achten, dass Sie sich nicht zu oft selbst belohnen!!!
Lara-Alexandra Kunde
Anm.: Im Bewusstsein sollte die Lehrkraft aber auch das
gesundheitliche Problem haben, da Süßigkeiten oft nicht unbedenklich sind: Wer
hat ohnehin Übergewicht, wer hat eventuell Zuckerkrankheit oder ist allergisch
gegen Milchprodukte, Erdnüsse o.ä.? Das gilt auch für Gummibärchen, die für
überzeugte Vegetarier – was zu respektieren ist! – nicht unbedenklich sind
(Gelatine aus Knochen). – Man sollte eigentlich seine Schülerinnen und
Schüler auch hierbei besser kennen als üblich!
Beschreibung:
Wir haben durch schauspielerische Darstellung, Filmausschnitte
und einer dunklen Kelleratmosphäre versucht die Stimmung des 2. Weltkriegs
nahe zu bringen. Wir haben uns authentisch verkleidet und zum Schluss, zur
Verdeutlichung, einige Szenen aus dem Film „Schindlers Liste“ gezeigt.
Funktion/Wirkung:
Durch die bedrückende Atmosphäre des Raumes wurden die
Mitschüler immer ruhiger und nachdenklicher. Einige berichteten sie fühlten
sich in diese Zeit zurückversetzt. Durch den hervorgerufenen Schock der
(brutalen) Filmszenen befassten sich die Mitschüler automatisch mit dem Thema.
Alles wurde immer klarer, da jeder den Ernst der Lage begriff.
Anwendungsbereich:
Unterrichtsthemen: Kriege → Folter, Verfolgung
Themen, bei denen eine gewisse Dramatik zum Ausdruck kommen
soll.
Daria Gerth, Daria Sedaghat-Taymouri, Sofia Skhiri, Mona
Bovelett
Inhalt
Schüler erproben
Unterrichtsmethoden
Einleitung oder „Geht doch…“
Das Battle
Doppelte Stimme
Flexible Rollenspiele – oder
heute bin ich...
Gehirnwäsche oder
Schauprozess
„Ich weiß
was, was du nicht weißt…“
Gerichtsshow und
Schwarzmarkt
Visualisierung der
Geschichte
Darstellung historischer
Personen und ihrer Reden
Die Rede
Rede aus alten Zeiten
Interview
Mit dem Zweiten sieht und hört
man besser
Kleine Tricks
Der Moderator
Kunstgalerie
Quiz in Reihe
Tabuthemen
Die
„Stofftierdiskussion“
Manipulation
Memory – Bilder und Texte
verbinden
Fernbedienung
Selbst gedrehter Film
Schnelles Quiz
Das Umgedrehte
Klassenzimmer
Zeitmaschine
Das Stammtischgespräch
„Leckerlie“
Schocktherapie
Ich bedanke mich für die freundliche Unterstützung
der Veröffentlichung bei
Herrn Nils Sager (Studioleiter Elan-Hildesheim)
Impressum:
Gesamttext herunterladen
als:
PDF-Datei
Heinz-Jörg Heinrich, Gerhard Voigt
und Lothar Nettelmann (Hrg.):
Unterrichtsmethoden.
Fachübergreifende Vorschläge für originelle Unterrichtsvorhaben
Entwickelt und beschrieben von
Schülerinnen und Schülern der Bismarckschule Hannover aus den Klassenstufen 9
bis 13
im Schuljahr 2007-2008
Initiiert im Unterricht von Dr.
Heinz-Jörg Heinrich. Herausgegeben in Zusammenarbeit mit OStR Gerhard Voigt
und OStR DR. Lothar Nettelmann von den Schülerinnen und Schülern Dominik
Dietrich, Ann-Kathrin Kinder, Yannik Schreiber und Malte Streitz
Hannover 2008
Veröffentlicht von der Bismarckschule
Hannover in Zusammenarbeit mit dem Verlag der
Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die
UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V.
An der Bismarckschule 5, D 30173
Hannover
ISBN-10: 3-930307-17-0, ISBN-13:
978-3-930307-17-3
Alle Rechte vorbehalten
Printed in Germany / EU
Im Vertrieb der Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die
UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V.
An der Bismarckschule 5
30173 Hannover
Sonderband S 1/08
Herausgegeben von Gerhard Voigt
bismarckschule.voigt@gmx.de
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